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Hessen Zwei nächtliche Geldautomatensprengungen in Hessen

Splitter und ein Schild mit der Aufschrift

(Foto: Patrick Pleul/zb/dpa)

In der Nacht zum Donnerstag sprengen Unbekannte Geldautomaten in Nord- und Mittelhessen. Im nordhessischen Vellmar entsteht ein Sachschaden von fast einer halben Million Euro. Laut Landeskriminalamt ist die Anzahl der Geldautomatensprengungen in Hessen so hoch wie noch nie.

Vellmar/Hungen (dpa/lhe) - Nach zwei Geldautomatensprengungen in Nord- und Mittelhessen in der Nacht zum Donnerstag sind die Täter weiter auf der Flucht. Zunächst sollen zwei Unbekannte zwei Geldautomaten im mittelhessischen Hungen gesprengt haben, wie die Polizei in Gießen am Donnerstag mitteilte. Ein Dritter sei im Fluchtwagen zurückgeblieben, mit dem sich das Trio anschließend vom Tatort entfernt haben soll. Sie flüchteten den Angaben nach in Richtung der Bundesstraße 457. Zeugen hatten die Polizei alarmiert. Die Unbekannten sollen eine bislang unklare Menge an Bargeld erbeutet haben. Auch der entstandene Sachschaden war nach Angaben einer Polizeisprecherin noch nicht abschätzbar.

Knapp zwei Stunden später sprengten Unbekannte in Vellmar (Landkreis Kassel) den Geldautomaten einer Bank. Auch in diesem Fall verliefen Großfahndungen nach den Unbekannten bislang ohne Erfolg, wie ein Sprecher der Polizei in Kassel mitteilte. Durch die Explosion seien der Vorraum der Bank sowie der Geldautomat völlig zerstört worden. Auch an dem unbewohnten Gebäude sei ein erheblicher Schaden entstanden, der sich schätzungsweise auf rund 300.000 Euro summiere. Durch das enorme Schadensausmaß dauerten die Ermittlungen weiter an, so dass noch unklar war, ob die Täter überhaupt etwas erbeuten konnten. Die Täter - nach ersten Erkenntnissen sollen es mindestens zwei gewesen sein - seien anschließend mit einem Auto geflüchtet. Der Sicherheitsdienst der Bank und mehrere Anwohner hatten die Polizei alarmiert.

Die Anzahl der Geldautomatensprengungen in Hessen sei derzeit auf dem Höchststand, sagte eine Sprecherin des hessischen Landeskriminalamtes der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 56 Geldautomaten gesprengt worden. Das LKA gehe davon aus, dass sie die hohe Kriminalitätsrate bei Geldautomatensprengungen auch im neuen Jahr weiter beschäftigen werde. Die Polizei beobachtet Sprengungen von Geldautomaten in Hessen seit etwa fünf Jahren.

Quelle: dpa

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