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Niedersachsen & Bremen Arbeitslosigkeit in Niedersachsen leicht gestiegen

(Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Entgegen dem Bundestrend ist die Zahl der Arbeitslosen im August in Niedersachsen gestiegen. Das führt die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit überwiegend auf einen Faktor zurück.

Hannover (dpa/lni) - Die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen ist im August leicht gestiegen. Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen stieg im Vergleich zum Juli um 1,1 Prozent auf 242.119, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb mit 5,5 Prozent konstant und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Bundesschnitt. Am niedrigsten ist diese Quote landesweit mit 2,7 Prozent in der Grafschaft Bentheim - am höchsten mit 10,7 Prozent in Wilhelmshaven. Stichtag für die Erhebung der aktuellen Zahlen war der 12. August.

Im Vorjahresmonat lag die landesweite Zahl der Erwerbslosen den Angaben zufolge noch bei rund 276.500 - 12,4 Prozent mehr. Der Anstieg in diesem August entfalle vor allem auf Menschen, die jünger als 25 Jahre sind. Jedes Jahr melden sich demnach nach dem Ende der Schulzeit oder Ausbildung junge Leute vorübergehend arbeitslos. Rund 27.000 oder 11 Prozent der Arbeitslosen sind zwischen 15 und 24 Jahre alt. Die jungen Fachkräfte seien allerdings begehrt und fänden meist sehr schnell neue Arbeitsplätze, sagte Johannes Pfeiffer, Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August entgegen dem saisonalen Trend zurückgegangen. Bundesweit waren 2,58 Millionen Menschen ohne Job, 12.000 weniger als im Juli und 377.000 weniger als im August 2020, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 5,6 Prozent. Normalerweise steigt die Arbeitslosigkeit im August, weil Unternehmen vor den Sommerferien weniger einstellen und Ausbildungsverhältnisse enden. Doch das wird in diesem Sommer von Nachholeffekten überlagert: Nach dem monatelangen Lockdown werden in vielen Branchen wieder verstärkt Arbeitskräfte gesucht.

Derzeit sind laut Pfeiffer noch rund 15.000 Ausbildungsstellen in Niedersachsen unbesetzt und 9200 Bewerberinnen und Bewerber nicht versorgt. Handel, Handwerk oder die Chemieindustrie seien Bereiche, in denen noch viele Auszubildende gesucht werden.

Nach jüngsten Hochrechnungen der Regionaldirektion waren im Mai rund 200.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Niedersachsen in Kurzarbeit, endgültige Daten liegen nur bis Februar vor, dort waren es noch mehr als 300.000.

© dpa-infocom, dpa:210830-99-26955/5

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