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Sachsen-Anhalt Proteste gegen rechten Aufmarsch: Polizei im Großeinsatz

Polizisten gehen an einem Element der Lichterwelten

(Foto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa)

Magdeburg (dpa/sa) - Mit Aktionen und Mahnwachen haben in Magdeburg Hunderte Menschen gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen protestiert. Unter dem Motto "Solidarität verteidigen! Kein Platz für Nazis" hatte ein Bündnis die Zivilgesellschaft am Samstag dazu aufgerufen, sich in der Landeshauptstadt zu positionieren, unter Einhaltung der Corona-Regeln. Wie eine Sprecherin der Organisatoren der Proteste sagte, hatten sich bei angemeldeten Aktionen etwa 800 Menschen versammelt, allein 500 Menschen am Platz vor dem Bahnhof. Es sei erreicht worden, auch mit Sitzblockaden, dass Rechtsextreme nicht durch die Innenstadt laufen konnten, sagte sie.

Wie eine Polizeisprecherin sagte, hatten sich seit dem Morgen zahlreiche Menschen an unterschiedlichen Orten in der Stadt getroffen. Eine genaue Übersicht zu den Teilnehmerzahlen lag noch nicht vor, wie sie sagte. Bis zum Abend waren allein mehr als 30 Aktionen angemeldet worden. Die Polizei war seit dem Morgen mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften aus Sachsen-Anhalt, Berlin, von der Bundespolizei und einer Reiterstaffel aus Sachsen im Einsatz. Es kam wegen diverser Absperrungen zu Behinderungen im Straßenverkehr.

Unterdessen waren Rechtsextreme im Stadtteil Magdeburg-Sudenburg mit einem sogenannten Trauermarsch auf die Straße gegangen. Lautstarker Protest schallte ihnen entgegen. Rechtsextreme versuchen seit Jahren im Januar das Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg für ihre Ideologie und Propaganda zu nutzen, wie die Sprecherin der Organisatoren der Proteste mitteilte. Vor 77 Jahren waren bei einem Luftangriff große Teile von Magdeburg in Schutt und Asche versunken. Nach Angaben von Historikern starben durch alliierte Bomben Tausende Menschen.

Quelle: dpa

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