An Sieg mitgewirkt

50 Tage nach schwerem Crash: Lipowitz lässt bei Comeback aufhorchen

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Florian Lipowitz hat nach seinem Unfall wieder viel vor. (Foto: Loic Venance/AFP/dpa)
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09.09.2026 | 20:11 Uhr
Florian Lipowitz kehrt nach seinem Schlüsselbeinbruch bei der Tour de France zurück und zeigt beim Giro della Toscana eine starke Leistung. Was das für einen möglichen WM-Start bedeuten könnte.

Radprofi Florian Lipowitz hat nur 50 Tage nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France ein ordentliches Comeback gegeben - und dabei gleich an einem Sieg mitgewirkt. Der 25-Jährige vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe nahm am Giro della Toscana teil, nach knapp 190 km durch die Hügel rund um Pontedera kam Lipowitz mit dem Hauptfeld ins Ziel. Der Sieg beim Eintagesrennen ging an seinen jungen Teamkollegen Giulio Pellizzari (22) - Lipowitz leistete im Rennverlauf Führungsarbeit für seine Mannschaft.

Einen eigenen Erfolg beim Comeback hatte er nicht angepeilt. "Nach sieben Wochen ohne Wettkampf" gehe es "nicht um das Ergebnis", hatte Lipowitz im Vorfeld gesagt, das Rennen war als Standortbestimmung gedacht, es soll nicht die einzige bleiben: Mit der Coppa Sabbatini am Donnerstag sowie dem Memorial Marco Pantani und der Trofeo Matteotti am Samstag und Sonntag stehen insgesamt vier anspruchsvolle Rennen in fünf Tagen im Comeback-Kalender des Deutschen.

WM möglich für Lipowitz?

Es gelte, zu überprüfen, wie Lipowitz' Körper auf Rennbelastung reagiere, hatte der Tour-Dritte von 2025 gesagt, um dann "gemeinsam mit dem Team zu entscheiden, was in dieser Saison noch möglich ist". Läuft alles nach Plan, ist ein Start bei den Weltmeisterschaften in Montreal (20. bis 27. September) für den jungen Schwaben möglich. In Kanada könnte Lipowitz im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen um die Medaillen kämpfen. Eine Freigabe für die WM hat das Red-Bull-Team aber noch nicht erteilt. In Montreal wird Superstar Tadej Pogacar nach seinem schweren Vuelta-Unfall fehlen.

Am 21. Juli war der deutsche Hoffnungsträger bei der Tour de France auf der 16. Etappe im Einzelzeitfahren gestürzt, er prallte mit der Schulter gegen einen Bordstein und erlitt einen Bruch des Schlüsselbeins. Lipowitz musste anschließend operiert werden.

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid