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"Stolz auf meine Spieler" DBB-Team macht den Coach richtig glücklich

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Herbert fehlen viele Größen seines Teams.

(Foto: imago images/camera4+)

Es ist der erste Sieg für Gordon Herbert als deutscher Nationalcoach der Basketballer. Nach der Blamage gegen Estland meldet sich das Team in der WM-Qualifikation mit einem Sieg gegen Polen zurück. Beim Hauptproblem des Nationalteams ist aber auch Herbert machtlos.

Nach dem ersten Sieg unter dem neuen Bundestrainer Gordon Herbert war die Erleichterung im Lager der deutschen Basketballer riesig. Auch ohne sämtliche Stars aus der NBA und die Profis der Euroleague-Teams von Bayern München und Alba Berlin gewann die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes in Polen mit 72:69 (40:30) und meldete sich damit in der Qualifikation für die WM 2023 zurück.

"Ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Wir haben heute als echtes Team zusammengespielt", sagte Herbert nach seinem Premierenerfolg als deutscher Nationalcoach. Nach dem peinlichen 66:69 gegen Estland war der Druck auf den 62 Jahre alten Kanadier und sein Team schon groß. Doch die völlig neu zusammengewürfelte Mannschaft zeigte eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zum Donnerstag und ist jetzt wieder auf Kurs. "Donnerstag war hart, aber wir haben heute eine gute Antwort gegeben. Das Teamwork war viel besser", sagte Herbert.

Wie schon bei der Niederlage gegen Estland tat sich die deutsche Mannschaft auch in der Globus Arena in Lublin anfangs sehr schwer. Vor allem offensiv gelang dem DBB-Team zunächst nicht viel. Dafür agierten die Gäste defensiv aber deutlich besser und aggressiver als noch gegen Estland, als der Gegner vor allem aus der Distanz nach Belieben treffen konnte.

Nach zehn Minuten lag Deutschland mit drei Punkten vorne (16:13), danach konnte die Herbert-Auswahl den Vorsprung aber ausbauen. Mit neun Zählern in Serie setzte sich Deutschland erstmals zweistellig ab (25:13) und hatte die Partie nun im Griff. Zwar verkürzte Polen kurz vor der Halbzeit noch einmal auf sieben Punkte, doch dann sorgte der Braunschweiger Krämer mit einem spektakulären Dreier für eine Zehn-Punkte-Führung zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Polen schnell auf fünf Punkte und waren kurz davor, die Partie zu drehen. Doch angeführt vom Hamburger Point Guard Justus Hollatz und vor allen von Krämer überstand das unerfahrene deutsche Team diese kritische Phase und ging weiter mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung in das Schlussviertel. Dort gaben die Polen zwar nie auf, Deutschland brachte den Sieg aber über die Zeit.

Besuch bei Dennis Schröder geplant

Herbert, der Nachfolger von Henrik Rödl, hat nun wieder viel Zeit, die ersten beiden Partien unter seiner Regie zu analysieren und Spieler zu sichten. Sollte es Corona zulassen, will Herbert auch in die USA reisen, um die NBA-Stars um Dennis Schröder zu besuchen.

Doch wenn es Ende Februar 2022 mit zwei Partien gegen das noch ungeschlagene Israel in der WM-Qualifikation weitergeht, werden Schröder und Co. wieder fehlen. Aus dem aktuellen Kader machten vor allen der Hamburger Point Guard Justus Hollatz und David Krämer von den Basketball Löwen Braunschweig auf sich aufmerksam. Krämer war mit 24 Punkten bester Werfer. "Nach dem Estland-Spiel haben wir uns als Gruppe neu zusammengefunden", sagte der 24-Jährige.

Die Weltmeisterschaft 2023 findet in Japan, Indonesien und auf den Philippinen statt. 32 Mannschaften qualifizieren sich für die Endrunde, darunter zwölf aus Europa. In der derzeitigen Qualifikationsphase geht es darum, unter die ersten Drei einer Vierergruppe zu kommen. Die Ergebnisse der ersten Gruppenphase werden auch in die nächste Phase übernommen.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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