Gabriel Clemens hat seinen ersehnten ersten Titel auf der Tour der Professional Darts Corporation (PDC) gewonnen. Der WM-Halbfinalist von 2023 war beim 24. Event der Players-Championship-Turnierserie in Leicester nicht zu schlagen. In seinem ersten Endspiel seit drei Jahren setzte sich der 42-Jährige aus Saarwellingen mit 8:6 gegen den Briten Luke Woodhouse durch und beendete damit seinen Finalfluch von sechs Niederlagen.
"Ich habe schon so viele Finals verloren. Ich bin so glücklich, dass ich es endlich geschafft habe", sagte er bei PDC.TV. "Mir fehlen die Worte. Heute ist mein Tag, ich bin so stolz. Ich hoffe, dass das nur der Start war und weitere gute Ergebnisse folgen werden."
Clemens führte im Finale schnell 6:3, doch der Brite verkürzte auf 6:6. Doch "Gaga" behielt alle Chancen in der eigenen Hand, als er mit 7:6 wieder in Führung ging. Im letzten Leg stellte er sich den "Big Fish", warf Triple-20, Triple-20 und Bulls-Eye - mit 170 Punkten war es das höchste Finish zum Matchgewinn. Sein Mut wurde mit dem Titel belohnt: Ungläubig riss er seine Arme nach oben, dann umarmte er seinen geschlagenen Gegner und lachte. Nach Max Hopp, Ricardo Pietreczko, Martin Schindler und Niko Springer ist Clemens der fünfte Deutsche, der ein Turnier der PDC gewinnt.
Durch seinen Premierenerfolg strich Clemens 15.000 Pfund (rund 17.500 Euro) ein. In der Weltrangliste verbesserte sich "Gaga" damit auf Platz 44. Nach erfolglosen Jahren war Clemens durchgereicht worden, nach seinem Coup im Ally Pally hatte er kurzzeitig Rang 19 belegt.
Auf dem Weg ins Finale schaltete Clemens unter anderem den Niederländer Michael van Gerwen aus. Im Achtelfinale besiegte der Saarländer den Engländer Scott Williams, der gegen ihn einen Neundarter warf. Der Weltranglistenerste Luke Littler und sein englischer Landsmann Luke Humphries waren in Leicester nicht dabei, auch andere Topspieler ließen das Turnier aus.

