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Weltmeister Bivol zu starkEifert verpasst Box-Sensation in Russland

31.05.2026, 04:02 Uhr
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Michael Eifert (l.) im Duell mit Dimitri Bivol. (Foto: IMAGO/ZUMA Press)

Es geht um den WM-Titel. Michael Eifert kassiert zwar einen Niederschlag übersteht die zwölf Runden gegen den russischen Titelverteidiger. Zum Sieg reicht es nicht.

Michael Eifert hat eine WM-Box-Sensation im Halbschwergewicht verpasst. Der 28 Jahre alte Profi aus Bautzen schlug sich im WM-Kampf gegen den klar favorisierten Titelverteidiger Dmitri Bivol in Jekaterinburg sehr achtsam.

Eifert kassierte in Runde eins einen Niederschlag, überstand die zwölf Runden, die Kampfrichter entschieden dann aber einstimmig und auch verdientermaßen zugunsten des 35-jährigen Russen. Eifert hatte sich den Kampf als IBF-Pflichtherausforderer bereits im März 2023 gesichert. Eine Rückenoperation hatte Biwol aber zu einer längeren Pause gezwungen.

Bivol gehört "Pound for Pound" zu den besten Boxern der Gegenwart, ist das Paradebeispiel des kalkulierenden Faustfechters, der im Ring nie Übersicht und Kontrolle verliert. Im Jahr 2022 entzauberte er in Las Vegas Superstar Canelo Alvarez über zwölf Runden. Im Revanchekampf gegen Beterbiev erreichte Bivol (24 Siege, 1 Niederlage, 12 K.-o.-Siege) dann sein lange verfolgtes Karriereziel: unumstrittener Weltmeister im Halbschwergewicht.

Russland ist seit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine in der Sportwelt geächtet. Bei den Olympischen Spielen dürfen russische Athleten nur unter neutraler Flagge teilnehmen (was Kritiker schon als kaum hinnehmbares Zugeständnis sehen). Sogar die Boxverbände WBC und WBA hatten 2022 auf Wladimir Putins Überfall mit einem kleinen Bann reagiert: Keine WM-Kämpfe in Russland, keine russischen Offiziellen bei Titelkämpfen. Es blieb nicht lange dabei. Anders als das IOC und die großen Fußball-Verbände FIFA und UEFA hat es einen Ausschluss Russlands im dezentralisierten, von Partikularinteressen gesteuerten Preisboxen nie gegeben.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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