Deutschland atmet auf

Fiebich bereit, Sabally macht Hoffnung auf WM-Auftakt

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01.09.2026 | 15:48 Uhr
Nach den Sorgen um wichtige Leistungsträgerinnen gibt es für die deutschen Basketballerinnen drei Tage vor dem Start der Heim-WM gute Nachrichten: Leonie Fiebich und Nyara Sabally sind ins Training eingestiegen.
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Nyara Sabally beim heutigen Training in Berlin (Foto: picture alliance/dpa)

Von Problemen war bei Nyara Sabally auf den ersten Blick wenig zu sehen. Sie nahm ihre Würfe und war auch bei den laufintensiven Teilen des Trainings mittendrin. „Sie hat schon eine Menge mitgemacht“, sagte Bundestrainer Olaf Lange. Drei Tage vor dem Start der Heim-WM bremste er die Hoffnungen dennoch: „Das ist day-to-day. Da müssen wir abwarten.“

Sabally, zuletzt von Wadenproblemen gestoppt, sei im "Return-to-Play-Protocol", so Lange. Es bedeutet, dass die WNBA-Spielerin von Toronto Tempo Schritt für Schritt herangeführt wird, damit es im besten Fall schon mit einem Einsatz im Auftaktspiel am Freitag (17.45 Uhr/ProSieben und MagentaTV) gegen Spanien klappt. In Nordamerika war die 26-Jährige zuletzt am 13. August in einem Spiel aufgelaufen.

Nach den eher schwierigen Wochen wäre das ein wichtiger Lichtblick für das DBB-Team: Nyara Saballys ältere Schwester Satou musste bereits vor 2 Wochen wegen der Folgen einer Gehirnerschütterung das Heimturnier absagen.

Fiebich hatte keine Zweifel

Unklar war lange auch, wie fit WNBA-Star Leonie Fiebich zum Team stoßen würde. Vor knapp zwei Wochen gab sie nach fast zwei Monaten Verletzungspause ihr Comeback für New York Liberty - und das mit 20 erzielten Punkten auf eine beeindruckende Art und Weise. Unmittelbar vor dem Turnierstart präsentiert sich die 26-Jährige im Training fit und selbstbewusst. "Mir geht's gut. Ich bin ready. Es gab keinen Moment, wo ich gedacht habe: Ich werde die WM verpassen. Ich bin froh, dass ich relativ gesund auf dem Feld stehen kann."

Fiebich, die als letzte Spielerin zum Team gestoßen war, ist "total hyped. Wir warten da so lange drauf. Dass es jetzt endlich losgeht, ist ein bisschen surreal." Druck sei da, "aber positiver Druck. Ich nehme die Challenge gerne an." Fiebich stand am Samstag noch für die Liberty auf dem Parkett, feierte einen klaren Sieg über Chicago. Erst danach ging es in die Heimat.

Marie Gülich ist froh, dass Fiebich und Sabally, gemeinsam 2024 WNBA-Champions und zwei Spielerinnen mit "Schlüsselrollen" (Lange), auf Kurs sind. "Leo ist einfach eine Säule von unserem Team, Nyara auch", betonte die Kapitänin: "Deren Energie, deren Selbstbewusstsein, deren Präsenz auf dem Spielfeld gibt uns schon so so viel."

Trainer Olaf Lange sieht Fortschritte

Lange, der als Assistenzcoach in Toronto arbeitet, sieht kein Problem darin, dass alle drei Tests verloren gingen. "Wenn wir in der WNBA-Preseason alle Spiele gewinnen, werde ich immer nervös. Dann denkt jeder: Alles ist in guter Ordnung", erklärte der 54-Jährige: "Und am Anfang eines Turniers, am Anfang einer Saison ist nie alles in Ordnung. Das ist eine falsche Sicherheit."Er sei "nicht groß nervös", die Fortschritte stimmten. "Wir müssen jeden Tag einen Schritt vor den anderen setzen und uns dann so schnell wie möglich verbessern." 

Am Montag hatte der Trainer Alina Hartmann und Laura Zolper aus dem Aufgebot gestrichen. Damit sind noch 13 Spielerinnen zusammen, am Mittwoch muss Lange den endgültigen 12er-Kader beim Weltverband FIBA benennen. Insgesamt stehen vier WNBA-Profis im Kader, neben Sabally und Fiebich sind das Luisa Geiselsöder und Frieda Bühner (beide Portland Fire). Die Lage hat sich endlich etwas entspannt. 

Verwendete Quellen: ntv.de, jca/sid