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Gummersbachs historische SerieFüchse Berlin ziehen Altmeister ganz untypisch den Stecker

24.04.2026, 06:44 Uhr
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Harter Kampf. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Die Tormaschine Füchse Berlin gerät ausgerechnet im wichtigen Duell mit dem VfL Gummersbach ins Stottern, doch der Pokalsieger findet einen anderen Weg zum Sieg.

Der historische Siegeszug von Handball-Bundesligist VfL Gummersbach ist vom frisch gekürten Pokalsieger Füchse Berlin gestoppt worden. Nach der längsten Siegesserie im Oberhaus seit 57 Jahren mit elf Erfolgen nacheinander in mehr als vier Monaten unterlag der ehemalige Rekordmeister in der Hauptstadt 26:28 (12:13).

Im Kampf der Tabellennachbarn um einen Champions-League-Platz musste Altmeister Gummersbach zum Auftakt des 29. Spieltages einen Dämpfer hinnehmen und die Füchse ziehen lassen. Der Titelverteidiger dagegen kletterte vier Tage nach seinem zweiten Pokalsieg durch seinen fünften Pflichtspielerfolg nacheinander an der SG Flensburg-Handewitt zumindest vorläufig auf Rang zwei vorbei und setzte die Norddeutschen damit unter Druck.

"Wir hatten natürlich auf mehr gehofft, aber wir haben trotz der Niederlage gesehen, dass wir einen Schritt weiter und reifer sind als vorige Saison", sagte Gummersbachs französischer Routinier Kentin Mahé am Dyn-Mikrofon nüchtern.

"Vorne nicht gut genug"

Berlins Welthandballer Mathias Gidsel, mit elf Toren erneut bester Füchse-Werfer, war unterdessen mit der Offensivleistung seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden: "Das war kein typisches Füchse-Spiel. Wir waren vorne nicht gut genug, aber vielleicht ist es auch einmal ganz gut, ein Spiel über die Abwehr zu gewinnen." Der amtierende Meister wirft in der laufenden Saison im Schnitt 36 Tore pro Spiel.

Gummersbachs Topwerfer Kay Smits konnte mit fünf Toren die erste Niederlage der Oberbergischen seit der 31:32-Heimniederlage gegen Champions-League-Sieger und Spitzenreiter SC Magdeburg am 14. Dezember nicht verhindern. In der Mannschaft von Berlins Trainer Nikolej Krickau ragte neben Gidsel besonders Torwart Dejan Milosavljev mit einem persönlichen Liga-Bestwert von insgesamt 19 Paraden inklusive drei gehaltenen Siebenmetern heraus. 

Der VfL lief an der Spree ständig einem Rückstand hinterher. Nicht einmal konnten die Gäste in Führung gehen. Zwar ließen die Hausherren in der Schlussphase noch zweimal einen Gleichstand zu, aber in der Crunch Time hatten die Füchse das bessere Ende für sich.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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