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Bautista Agut trauert um Vater Nadal rettet Piqué die Davis-Cup-Premiere

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Da freut er sich: Rafael Nadal.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Auf dem Weg zum sechsten Triumph im Davis Cup kämpfen die spanischen Tennispieler mit Widerständen. Doch wer einen wie Rafael Nadal hat, der muss sich keine großen Sorgen machen. Das weiß jetzt auch ein Fußballer, der Geld damit verdient, dass der Wettbewerb jetzt als Turnier ausgetragen wird.

Gerard Piqué wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. Nach dem sechsten Davis-Cup-Sieg der spanischen Tennisspieler feierte der Chef-Organisator des reformierten Wettbewerbs vor allem Rafael Nadal. Der Weltranglisten-Erste hatte die Spanier in der Hauptstadt Madrid nicht nur mit acht Siegen in Einzel und Doppel zum Titel geführt, sondern mit der Energieleistung am Ende einer langen Saison auch dafür gesorgt, dass die Premiere des Formats zumindest am Finalwochenende zu einer großen Tennis-Fiesta wurde.

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Nadal feiert mit Roberto Bautista Agut.

(Foto: REUTERS)

"Er war schon immer eines meiner Idole", sagte Piqué. Der 32 Jahre alte Fußballprofi des FC Barcelona hatte sich mit seiner Investmentfirma Kosmos für viel Geld die Rechte am traditionsreichen Team-Wettbewerb gesichert. Einiges blieb bei der ersten Auflage der Endrunde mit 18 Mannschaften an einem Ort noch im Argen, doch am Ende war alles wie früher. Die 12.500 Zuschauer im ausverkauften Mehrzweckstadion La Caja Mágica feierten Nadal. Der sagte, nachdem er im Endspiel gegen Kanada für den entscheidenden zweiten Punkt gesorgt hatte: "Es war das perfekte Ende der Saison." Die Nummer eins der Welt hüpfte jubelnd über den Platz. Nadal für Spanien - das ist eine einzigartige Verbindung.

Genau 30 Mal hat der 33-Jährige für Spanien im Davis Cup ein Einzel bestritten, 29 Mal verließ er als Sieger den Platz. Nur bei seiner Premiere 2004 gegen den Tschechen Jiri Novak gab es eine Niederlage. "Es gibt Dinge, die kann eben nur ein Rafael Nadal", sagte sein Kollege Feliciano Lopez. Der sechste spanische Triumph wird allerdings nicht nur mit dem Namen Nadal in Erinnerung bleiben. Mit Roberto Bautista Agut hatten die Gastgeber einen weiteren Helden.

"Ein paar Dinge, die man verbessern kann"

Drei Tage nach dem Tod seines Vaters stand Bautista Agut am Sonntag im Finale wieder auf dem Platz und stellte mit seinem Auftaktsieg die Weichen auf Sieg. "Ich habe hier acht Spiele gewonnen, aber ich sage euch das mit der Hand auf meinem Herzen: Entscheidend bei diesem Davis Cup war Roberto", sagte Nadal. Bautista Agut vergoss nach dem Triumph zahlreiche Tränen, doch auch Nadal hatte feuchte Augen, als sich der 31-Jährige über das Hallenmikrofon für die Unterstützung in den schweren Tagen bedankte. "Jeder Spieler, vor allem Rafa, war wirklich unglaublich. Danke, dass ihr für mich da wart", sagte Bautista Agut.

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Auf der Tribüne: Shakira und ihr Mann, der Fußballprofi Gerard Piqué.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Piqué verfolgte die rührenden Momente zufrieden neben seiner Frau Shakira auf der Tribüne. Die Kolumbianerin hatte den Finaltag mit einem Konzert auf dem Centre Court eingeläutet, Nadal und Co. sorgten danach für die sportliche Show. So hatte sich der Fußballer, der in der vergangenen Woche täglich im Privatjet zwischen Madrid und Barcelona hin- und hergeflogen war, das vorgestellt.

Und auch im Kampf um die Deutungshoheit im Gerangel der Tennis-Wettbewerbe stand ihm am Ende Nadal noch einmal zur Seite. "Es gibt ein paar Dinge, die man verbessern kann, wie zum Beispiel die Anfangszeiten der Spiele. Aber fast alles war sehr gut", sagte der Mallorquiner. Der "neue Davis Cup" habe eine "große Zukunft", sagte Nadal auch in Richtung seines Rivalen Roger Federer, der den neuen Wettbewerb abgelehnt und dafür mit Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev einige Showkämpfe in Südamerika absolviert hatte.

Quelle: ntv.de, Lars Reinefeld und Emilio Rappold, dpa

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