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Ganz bitter für EisschnellläuferPetzold schießt gegen Verband - und wird daraufhin gesperrt

27.02.2026, 21:17 Uhr
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Fridtjof Petzold hat ein Startverbot aufgebrummt bekommen. (Foto: picture alliance / DeFodi Images)

Schock nach der Abrechnung: Bei den Olympischen Winterspielen teilt Eisschnellläufer Fridtjof Petzold gegen seinen Verband aus. Daraus ergeben sich nun bittere Folgen für den deutschen Athleten.

Eisschnellläufer Fridtjof Petzold ist für seine Olympia-Kritik am Verband hart bestraft worden und muss um die Fortsetzung seiner Karriere bangen. Das Präsidium der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) hat ein vorläufiges Startverbot für den 28-Jährigen verfügt und dessen Status als Bundeskaderathlet mit sofortiger Wirkung ausgesetzt.

Beide Beschlüsse gelten bis zu einer "endgültigen Entscheidung durch den Disziplinarbeirat", teilte DESG-Vizepräsident Christoph Zepernick auf dpa-Anfrage mit.

Bis dahin dürfe Petzold, der auf den Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter zu Hause ist, nicht für Wettkämpfe nominiert werden. Er droht damit die Mehrkampf-WM am 7./8. März in den Niederlanden zu verpassen. Die Einberufung des Disziplinarbeirats erfolgt durch den Verbandspräsidenten Matthias Große.

Sportdirektorin: "Bruch der Kaderkriterien"

Nach seinem abschließenden Wettkampf bei den Olympischen Winterspielen in Italien hatte Petzold kritisiert, dass die DESG ein strukturelles Problem habe und die Betreuung in Mailand nicht so gewesen sei, wie er es sich vorgestellt hätte. Letzteres wies Sportdirektorin Nadine Seidenglanz vehement zurück, genau wie Große.

"Dann kommt jemand, der keine Leistung bringt, der sich nicht an die Regeln hält, stellt sich vor die Kamera und pestet", hatte der DESG-Präsident in einer Pressekonferenz am Donnerstag erklärt. Seiner Meinung nach habe Petzold die Regeln des Verbandes verletzt. "Verbands-schädigende Aussagen kann er treffen, aber intern und nicht öffentlich", erklärte der 58-Jährige. Seidenglanz sprach von einem "Bruch der Kaderkriterien".

Unverständnis bei "Athleten Deutschland"

"Athleten Deutschland" äußerte großes Unverständnis für das Vorgehen der DESG. "Athletinnen und Athleten müssen ohne Angst vor Repressalien die Möglichkeit haben, Kritik an ihrem Verband zu äußern, insbesondere wenn interne Beschwerdewege dysfunktional oder mit Interessenkonflikten behaftet sind", hieß es.

Der gemeinnützige Verein befürchtet zudem keinen fairen Umgang mit dem Sportler, da in der Disziplinarkommission der DESG jene Personen säßen, "die Gegenstand der Kritik von Fridtjof Petzold sind". Man erwarte vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), sich stärker für den Schutz der Athletinnen und Athleten einzusetzen.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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