Landa "einfach weggerammt"Rad-Teamchef tobt nach Abschuss durch Ärzte-Auto

Der spanische Radprofi Mikel Landa knallt bei der Baskenland-Rundfahrt ausgerechnet mit dem Auto des Rennarztes zusammen und landet im Krankenhaus. Sein Teamchef ist außer sich.
Der spanische Radprofi Mikel Landa ist nach seinem schweren Zusammenprall mit dem Auto eines Rennarztes bei der Baskenland-Rundfahrt ins Krankenhaus gebracht worden. Wie sein Team mitteilte, erlitt Landa keine Knochenbrüche oder bleibenden Schäden. Der dreimalige Etappensieger beim Giro d'Italia wird allerdings nicht mehr bei der 65. Ausgabe der Rundfahrt mitmischen, "damit sich sein Körper vollständig erholen kann", teilte das Team vor dem Start der dritten Etappe mit.
Auf der zweiten Etappe, bei der der deutsche Jungstar Florian Lipowitz auf den dritten Gesamtrang kletterte, war der 36 Jahre alte Landa bei der Abfahrt des letzten offiziellen Anstiegs heftig gestürzt, nachdem er mit dem Auto des Mediziners kollidiert war. Der Baske Landa beendete die Etappe trotzdem noch als 67.
"Das Auto des Arztes hat Mikel Landa auf einer engen und schnellen Abfahrt einfach von der Strecke gerammt", sagte der Chef des Teams, Jürgen Foré, der Zeitung "Het Nieuwsblad". "Wir haben keine Entschuldigung erhalten", kritisierte er. "Wir tun alles für die Sicherheit, und dann passieren solche Dinge."
Rennarzt von Baskenland-Rundfahrt ausgeschlossen
Laut der Zeitung hat die Rennleitung den Fahrer des Wagens von der Rundfahrt ausgeschlossen. Zudem habe er eine Gelbe Karte erhalten und muss eine Geldstrafe von 500 Schweizer Franken zahlen. Zwar kommt es bei Radrennen immer wieder zu Unfällen mit Begleitfahrzeugen, aber Zusammenstöße mit dem medizinischen Personal sind selten.
Landa fährt seit der Saison 2024 für Soudal Quick-Step. Der Spanier gewann in seiner Karriere drei Etappen beim Giro d'Italia und bei der Rundfahrt 2017 das Bergtrikot. Außerdem gewann Landa auch eine Etappe der Vuelta a Espana.