Für die britische Rundfahrt-Hoffnung Oscar Onley hat die Generalprobe für einen möglichen Start bei der Tour de France mit dem Verletzungs-Aus nach einem Sturz in eine kleinere Schlucht geendet. Der Tour-Vierte des Vorjahres konnte am Samstag nicht zur vorletzten Etappe der Tour Auvergne-Rhone-Alpes antreten, nachdem er am Vortag böse zu Fall gekommen war.
Wie sein Team Netcompany-Ineos mitteilte, hat sich der 23-Jährige bei dem Vorfall auf der sechsten Etappe die Schulter ausgekugelt und Verletzungen am Bein zugezogen. Onley war abseits der TV-Kameras gestürzt und erst nach einiger Zeit von Helfern am Boden der Schlucht entdeckt worden.
Radler hängt Radsport-Ikone Pogacar mit Drahtesel ab

Von dem Unfall berichtete Matteo Jorgenson (Visma-Lease a Bike) nach der Ankunft im Ziel. "Ich habe gesehen, wie er eine Böschung hinabgestürzt ist. Das hat mir Angst gemacht", sagte der Amerikaner. Die Etappe gewann Maxim van Gils von Red Bull-Bora-hansgorhe. Teamkollege Luke Tuckwell führt die Gesamtwertung an.
Onley quälte sich ins Ziel
Onley konnte die Etappe noch mit über 29 Minuten Rückstand auf den Sieger beenden, nach Untersuchungen nahm ihn sein Team aber aus dem Rennen. Auch sein Kollege Josh Tarling zog sich eine Schlüsselbeinfraktur zu, wie das Team mitteilte. Onley lag vor dem Start der sechsten Etappe auf dem dritten Rang der Gesamtwertung. Seine Pechsträhne hält damit an. In den vergangenen Wochen musste er schon die Tour de Romandie und Paris-Nizza krankheitsbedingt vorzeitig beenden.
Offen ist, ob und wie der Sturz Onleys weiteren Saisonverlauf beeinflussen wird. Bei der Tour 2025 hatte sich der Schotte damals noch im Trikots des Teams Picnic PostNL ein Duell mit Florian Lipowitz um Platz drei geliefert und war letztlich Vierter geworden.



