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Zwölftes Remis in Serie WM wird im Schnellschach entschieden

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"Ich war etwas überrascht von dem Remis", sagte Caruana (l.) nach dem erneuten Unentschieden gegen Carlsen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Im Duell um den Schach-Weltmeistertitel hat auch die zwölfte Partie keinen Sieger. Ein Tiebreak muss die Entscheidung bringen. Dabei haben Magnus Carlsen und Fabiano Caruana deutlich weniger Bedenkzeit. Einem der Großmeister liegt diese Variante besonders.

Die Schach-WM zwischen Titelverteidiger Magnus Carlsen und Herausforderer Fabiano Caruana wird im Tiebreak entschieden. Auch die zwölfte und letzte Partie endete nach regulärer Bedenkzeit mit einem Remis, zwischen dem Norweger und dem US-Amerikaner steht es 6:6.

Die erneute Punkteteilung nach drei Stunden kam zu diesem Zeitpunkt überraschend. Carlsen bot in besserer Stellung das Remis an. Caruana, der zudem noch unter Zeitdruck stand, nahm dies an. "Es war sehr spannend. Ich war nicht in der Verfassung, den Punch zu finden", sagte Carlsen: "Ich bin mit dem Remis zufrieden. Er ist sicherlich der Spieler, der mir am wenigsten Chancen gibt." Caruana entgegnete: "Ich war etwas überrascht von dem Remis. Es war sehr schwer, er war sehr gut vorbereitet. Mit meiner Position hatte ich keine Chance zu gewinnen."

Erst Blitz, dann Armageddon

Carlsen, 27 Jahre alt, hat offenbar großes Vertrauen in seine Fähigkeiten im Schnellschach. Vor zwei Jahren verteidigte er seinen Titel im Tiebreak erfolgreich, er gewann das Stechen gegen den Russen Sergej Karjakin mit 3:1. Auch gegen Caruana gilt Carlsen als leicht favorisiert. Nach dem zwölften Remis in der zwölften Partie kommt es am Mittwoch zum Tiebreak. Dort werden zunächst vier Schnellschach-Partien mit einer Bedenkzeit von 25 Minuten gespielt.

Sollte es auch zu keiner Entscheidung kommen, folgen Blitzschach-Partien mit fünf Minuten Bedenkzeit. Steht es auch danach noch remis, wird der Weltmeister in einer "Armageddon"-Partie gekürt. Der Spieler mit den weißen Steinen hat fünf Minuten Bedenkzeiten, der mit den schwarzen vier Minuten. Bei einem Remis ist der Spieler mit den schwarzen Steinen der Sieger.

Am Montag eröffnete Caruana mit einem Doppelschritt des Königsbauern. Carlsen vertraute erneut auf die scharfe Sweschnikow-Variante der Sizilianischen Verteidigung. Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der Carlsen äußerst schnell spielte und deutliche Zeitvorteile hatte. Im weiteren Verlauf bestimmte der Titelverteidiger das Geschehen und verbesserte seine Stellung. Letztendlich bot er aber dennoch überraschend das Remis an.

Quelle: n-tv.de, mba/sid

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