Franziska Preuß hat nach ihrer verpassten WM-Medaille im Einzelrennen mit dem Zwischenruf eines deutschen Betreuers gehadert. "Ich habe gewusst, wo ich liege und wollte es eigentlich nicht wissen", sagte die bis zum letzten Schießen auf Goldkurs liegende deutsche Spitzenbiathletin: "Das hat mich ein bisschen von meinem Plan abgebracht. Auch das muss man eigentlich hinkriegen, dass man es aus dem Kopf kriegt. Es ist mir diesmal nicht gelungen."
Sie "werde schon besprechen, was da los war. Aber sowas passiert, es war bestimmt keine Absicht". Sie wolle deshalb "kein Fass aufmachen". Mit ihrer vierten fehlerfreien Serie hätte Preuß mutmaßlich ihr zweites Gold gewonnen, doch ihr unterliefen zwei für sie ungewohnte Fehlschüsse. Das sei "kein Beinbruch", betonte die 30-Jährige: "Es bringt nichts, lang nachzutrauern. Es kommen noch ein paar Rennen und das muss ich abhaken."
Mit der Hypothek von zwei Strafminuten war der Rückstand zur Spitze letztlich zu groß. Preuß wurde nach 15 Kilometer mit 1:53,3 Minuten Rückstand Zehnte, Gold sicherte sich die Französin Julia Simon.
