Der Sport-Tag

Aus Angst: UEFA droht krachendes "Fiasko"

00:00 / 01:24
19.10.2026 | 08:00 Uhr

Der UEFA läuft im Machtkampf mit Präsident Gianni Infantino aus Sicht des früheren FIFA-Mediendirektors Guido Tognoni die Zeit davon. "Die UEFA hat im Moment einfach an Tempo verloren. Das muss man sagen", sagte Tognoni der ARD-Sportschau. "Und wenn sie jetzt nicht bald an Tempo zunehmen, dann könnte das Ganze noch in einem Fiasko enden."

Nach der Council-Sitzung in der Vorwoche hatte die FIFA bestätigt, dass den Mitgliedsverbänden im nächsten Vierjahreszyklus jeweils rund 25 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt werden sollen - und damit mehr als doppelt so viel wie bisher. Auf seiner Wahlkampftour könne Infantino derzeit "einen Vorsprung herausholen", ergänzte der ehemalige FIFA-Mitarbeiter Tognoni. "Er kann den Mercedes-Katalog mitbringen für die Präsidenten, damit sie wissen, was sie mit dem Geld anfangen sollen." 

Infantino strebt beim Kongress im März 2027 seine Wiederwahl an; die Unterstützung aus Afrika, Südamerika, Ozeanien und großen Teilen Asiens scheint ihm sicher. Die UEFA fordert seit der gescheiterten Investorenidee den Rückzug des Schweizers. Einen Gegenkandidaten gibt es bislang nicht. "Es gibt Leute, die schon die Ambitionen haben, aber die geben das nicht zu, weil sie Angst haben, dass sie verlieren", sagte Tognoni. Er warnte, dass es zu Infantinos Wiederwahl kommen könnte, ohne dass es zu den von der UEFA geforderten FIFA-Reformen komme.

Verwendete Quelle: ntv.de