Ein Teil der Fans des FC Bayern hat Uli Hoeneß beim Bundesliga-Spitzenspiels gegen Union Berlin (3:0) für dessen Aussagen zur 50+1-Regel kritisiert. "Wenn jeder für sich entscheidet, ist noch lange nicht jedem geholfen, Uli! 50+1 bleibt unverhandelbar", stand auf einem Transparent, das während des Spiels am Sonntagabend in der Südkurve zu sehen war. Ex-Vereinspräsident Hoeneß hatte zuletzt mit Aussagen zur sogenannten 50+1-Regel in der Bundesliga aufhorchen lassen. "Wir wären total dafür, dass die 50+1-Regel fällt, weil wir international total ins Hintertreffen geraten", sagte das langjährige Gesicht des FC Bayern kürzlich bei einer Talkveranstaltung der "Neuen Presse" in Hannover. "Man muss Sorgen haben, dass aus dem Nahen Osten in den nächsten ein, zwei Jahren noch einige Vereine aufgekauft werden", so Hoeneß.
Durch die 50+1-Regel werden in Deutschland Vereins-Übernahmen durch schwerreiche Investoren verhindert. "Es wird die Aufgabe sein, Mittel und Wege zu finden, um die immer größer werdende Geldflut aus dem Nahen Osten einigermaßen im Griff zu behalten", mahnte Hoeneß.
