Deutschland würde nun doch bei Olympia 2026 einspringen
Der deutsche Schlittenverband BSD hat nun doch ein grundsätzliches Interesse an der Ausrichtung der Bob-, Rodel- und Skeletonwettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo bestätigt. Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) habe der BSD "eine Anfrage mit Interessensbekundung an die Inhalte der Ausschreibung" an das Olympische Komitee Italiens gerichtet, teilte der Verband mit. Dies sei aber noch keine offizielle Bewerbung.
Da in Italien ein Neubau des Eiskanals für Olympia 2026 vom Tisch ist, wird aktuell ein alternativer Austragungsort außerhalb des Landes gesucht. Aus Deutschland hatte zuletzt Oberhof ein Interesse angemeldet, obwohl der BSD zunächst von einer deutschen Beteiligung an dem Prozess abgesehen hatte. Auch Innsbruck, St. Moritz und La Plagne haben ihren Ring in den Hut geworfen.
Abgestürzt auf Abstiegsplatz: Ajax schmeißt nach sieben Spielen Trainer raus
Der kriselnde niederländische Fußball-Rekordmeister Ajax Amsterdam hat Trainer Maurice Steijn nach nur sieben Ligaspielen entlassen. Damit reagierte der Europa-League-Teilnehmer auf die jüngste Talfahrt, in der Ehrendivision ist Ajax nach einem 3:4 gegen Schlusslicht FC Utrecht auf den vorletzten Platz abgerutscht. Der 49 Jahre alte Steijn hatte erst zu Saisonbeginn die Nachfolge von John Heitinga angetreten und einen Vertrag bis 2026 unterschrieben.
Er habe zuletzt Zweifel gehabt, ob Steijn "noch der richtige Mann am richtigen Ort ist. Gemeinsam kamen wir dann zu dem Schluss, dass es besser ist, sich zu trennen", sagte Geschäftsführer Jan van Halst. Erst Ende September hatte auch Sportdirektor Sven Mislintat bei Ajax seinen Hut nehmen müssen. Das Training übernimmt vorerst Hedwiges Maduro. Ajax hatte in der vergangenen Saison als Dritter der Eredivisie enttäuscht und den Stammplatz in der Champions League eingebüßt.
Nach Platzverweis für DFB-Profi: Thiaw kassiert klare Ansage
Der deutsche Fußball-Nationalspieler Malick Thiaw hat nach seiner Roten Karte im Spitzenspiel der Serie A für die AC Mailand in Italien Kritik einstecken müssen. "Er kann das mit seinen Qualitäten besser verteidigen", sagte Trainer Stefano Pioli nach dem 0:1 (0:0) gegen Juventus Turin, das Milan die Tabellenführung gekostet hatte. Der 22 Jahre alte Thiaw hatte in der 40. Minute nach einer Notbremse gegen Moise Kean Rot gesehen. Pioli kritisierte Thiaws Verteidigungsversuch und sagte, dieser hätte besser abwarten sollen.
Die "Gazzetta dello Sport" sah die Aktion des dreimaligen deutschen Nationalspielers sogar als spielentscheidenden Moment an. "Gegen Kean übertreibt er es: Er ist zu aggressiv, kann die Situation nicht lesen und lässt das Team zu zehnt zurück. Hier hat sich das Spiel verändert", schrieb das Blatt. Die Zeitung "Tuttosport" warf Thiaw, der Kean als letzter Mann umgerissen hatte, ein "naives" Verteidigungsverhalten vor. Der Ex-Schalker spielt seit dem Sommer 2022 in der Serie A und ist bei Milan in dieser Saison Stammspieler.
Sandhausen holt Trainer mit Champions-League-Erfahrung
Fußball-Drittligist SV Sandhausen hat Jens Keller als neuen Trainer verpflichtet. Der 52-Jährige folgt auf Danny Galm und soll im Rahmen der nächsten Spieltags-Pressekonferenz vorgestellt werden, wie der Club am Montagabend mitteilte. "Er ist ein Trainer, der seine Qualität bei vorangegangenen Stationen bereits unter Beweis stellen konnte und auf umfangreiche Erfahrung in der Champions League sowie den zwei höchsten deutschen Spielklassen zurückgreifen kann", sagte Sportdirektor Matthias Imhof.
Keller arbeitete in Deutschland nacheinander für den VfB Stuttgart, den FC Schalke 04, Union Berlin, den FC Ingolstadt und den 1. FC Nürnberg. "Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe und möchte nun so schnell es geht mit der Mannschaft auf dem Platz stehen", kündigte Keller an. Absteiger Sandhausen hat bisher 16 Punkte und befindet sich auf Tabellenplatz elf. Erst am Sonntag hatte der SVS die Trennung von Galm verkündet, weil "die Erreichung unseres Ziels mittlerweile stark gefährdet" sei, wie es hieß.
Die sportlichen Schlagzeilen des Tages
FC Bayern muss Mazraoui bestrafen: Zentralrat der Juden bezieht klar Stellung
Auch der Zentralrat der Juden hat Fußball-Rekordmeister Bayern München für den Umgang mit dem Pro-Palästina-Post von Abwehrspieler Noussair Mazraoui kritisiert. Er fordere "sichtbar harte Konsequenzen gegenüber dem Spieler", sagte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats, der "Süddeutschen Zeitung": "Bei einem einfachen Rapport kann es nicht bleiben".
Schuster erklärte, er habe von Mazraoui erwartet, dass "ein Fußballprofi, der auch eine Vorbildfunktion hat, vor diesem Hintergrund unmissverständlich den Hamas-Terror verurteilt, sich zum Existenzrecht Israels bekennt und Antisemitismus auf deutschen Straßen ablehnt". Schuster lobte den FC Bayern aber im gleichen Statement auch für seine "stets deutliche Haltung gegenüber Israel und jüdischem Leben in Deutschland."
Bayern-Profi Mazraoui hatte auf Instagram unter anderem einen Post geteilt, in dem es hieß, die "unterdrückten Brüder in Palästina" sollten im Konflikt mit Israel "den Sieg erringen". Nach einem "ausführlichen und klärenden Gespräch" sah der FC Bayern von Konsequenzen für den Marokkaner ab. Daraufhin hatte bereits Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, die Reaktion des Klubs als unzureichend bezeichnet.
Stürmer von Flasche getroffen: Kaiserslautern sieht von Protest ab
Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern sieht nach dem Flaschenwurf auf Stürmer Ragnar Ache im Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf (3:4) von einem Protest gegen die Spielwertung ab. Das gab der Verein bekannt, der FCK sei aber "mit Fortuna Düsseldorf und den zuständigen Sicherheitsbehörden zur Täterermittlung im Austausch".
Beim Jubel nach der zwischenzeitlichen 3:0-Führung für Lautern war Ache von einer Plastikflasche am Kopf getroffen worden. Die Partie wurde minutenlang unterbrochen, ein Abbruch stand offenbar im Raum. Brand pfiff die Partie aber wieder an, die Fortuna drehte das Spiel noch. Die Verantwortlichen des Vereins haben den gesamten Sachverhalt laut eigenen Angaben eingehend geprüft und kamen zu dem Entschluss, dass Schiedsrichter Benjamin Brand "gemäß der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB regelkonform gehandelt" habe.
Unabhängig vom Ergebnis verurteilte Lautern die Aktion, es sei bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Die Roten Teufel werden diesem "entschieden nachgehen und hoffen, dass der Einzeltäter identifiziert und für seine Handlungen zur Rechenschaft gezogen wird", wurde FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen zitiert.
DBB untersagt heftig umworbenem Weltmeister-Coach Zweitjob
Weltmeister-Coach Gordon Herbert wird künftig nicht auch noch den französischen Klub Asvel Lyon-Villeurbanne trainieren. Der Deutsche Basketball Bund (DBB) verhinderte mit einem Veto eine entsprechende Doppelfunktion seines Nationaltrainers. "Ich habe mit dem DBB die Möglichkeit diskutiert, ASVEL zu coachen und gleichzeitig Nationaltrainer zu bleiben", sagt der Kanadier dem "Kicker": "Der DBB hat die Idee nicht unterstützt."
Dieses Team holt WM-Gold nach Deutschland
Herbert erklärte, die Entscheidung zu akzeptieren. "Ich würde das niemals ohne die Zustimmung und Unterstützung des Verbands machen", sagte der 64-Jährige, der seinen Vertrag beim DBB kurz vor dem WM-Triumph bis 2025 verlängert hatte.
Der EuroLeague-Klub Asvel Lyon-Villeurbanne hatte zuletzt intensiv um den Weltmeister-Macher geworben. "'Gordi' ist meine Wahl Nummer eins", sagte sogar Asvel-Präsident Tony Parker in einem Interview der französischen Fachzeitung "L'Equipe": "Mit 'Gordi' haben wir uns über die Vertragsdauer und die Summe geeinigt. Wir sind uns über alles einig." Nun aber wird es eine solche Doppelrolle nicht geben. "Ich liebe die Spieler, es ist eine Ehre, sie zu coachen", stellte Herbert klar und unterstrich seine enge Beziehung zum Team um Kapitän Dennis Schröder.
Christian Streich spricht über Abschied vom SC Freiburg
Trainer Christian Streich sieht das Ende seiner Amtszeit beim Fußball-Bundesligisten SC Freiburg schon bald kommen. "Ich spüre, dass ich älter werde. Die Kraft schwindet, es ist nun mal absehbar. Ich ertappe mich immer öfter bei dem Gedanken: Was kommt noch an Energie bei den Spielern an?", sagte der 58-Jährige dem Magazin "11 Freunde": "Und wenn ich feststelle, dass es nicht mehr reicht und es einen Jüngeren braucht, um an die Spieler ranzukommen, höre ich auf."
Der dienstälteste Trainer der Bundesliga, der seit fast zwölf Jahren im Amt ist, hat auch keine Ambitionen auf einen Job bei einem anderen Klub. "Für mich ist das keine Option mehr", erklärte Streich, der seinen Vertrag bei den Breisgauern seit langer Zeit immer nur um ein Jahr verlängert.
Bayern-Star sagt Hrubesch für DFB-Frauen ab
Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch muss in den anstehenden Nations-League-Spielen der deutschen Fußballerinnen ohne Lina Magull auskommen. Die Mittelfeldspielerin von Meister Bayern München fällt aufgrund einer Muskelverletzung aus. Hrubesch nominierte für die Spiele am Freitag (17.45 Uhr/ARD und im Liveticker bei ntv.de) in Sinsheim gegen Wales und vier Tage darauf in Island (20.00 Uhr/zdfsport.de) Paulina Krumbiegel von der TSG Hoffenheim nach. Im Kampf um die Qualifikation für Olympia 2024 in Paris liegen die DFB-Frauen nach zwei Spielen mit drei Punkten auf Rang zwei der Gruppe A3 hinter Dänemark (6). Nur die Gruppensieger haben weiter Chancen auf eines von zwei Europa-Tickets für die Sommerspiele.
Englands WM-Held Bobby Charlton bleibt unvergessen
Bobby Charlton feiert mit der Nationalmannschaft und Manchester United die größten Erfolge. Am vergangenen Samstag ist der in England als Nationalheld verehrte Weltmeister von 1966 gestorben.
Englands WM-Held bleibt unvergessen
Schalke-Legende fürchtet, wie Bielefeld zu enden
Vereins-Idol Klaus Fischer ist in großer Sorge um Schalke 04 und befürchtet das Schlimmste. "Mein lieber Mann, das ist hart gerade. Die Gefahr ist riesengroß", sagte der frühere Torjäger der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Sein langjähriger Klub ist als Absteiger aus der Bundesliga auch in der 2. Liga auf den 16. Tabellenplatz abgestürzt.
"Es ist deprimierend. Es sieht wirklich nicht gut aus", sagte Fischer, der das Spiel beim Karlsruher SC (0:3) fassungslos auf der heimischen Couch in Gelsenkirchen verfolgte: "Das tut weh. Ich hänge am Verein. Man leidet."
Der 73-Jährige (535 Bundesliga-Spiele/268 Tore) hat elf Jahre lang für Schalke gespielt, er wurde mit dem Verein Pokalsieger und Vize-Meister. Nun befürchtet er, dass die Königsblauen in die 3. Liga durchgereicht werden - wie in der Vorsaison Arminia Bielefeld. "Wir dürfen die Augen nicht vor der Gefahr verschließen", forderte der Vize-Weltmeister von 1982. "Wir stehen ganz, ganz unten, mit dem Rücken zur Wand. Das ist sehr, sehr bedenklich."
Abstiegskampf droht: Gladbachs Sportchef sieht noch keine große Krise
Sportchef Roland Virkus hat nach der 1:3-Derbyniederlage beim 1. FC Köln deutliche Kritik am Auftritt von Borussia Mönchengladbach geübt. "Die erste Halbzeit war unterirdisch", sagte Virkus: "Wir haben eine junge Mannschaft, die noch viel lernen muss. Wir lernen gerade auf Kosten von Ergebnissen. Aber wir haben eigentlich gedacht, dass wir ein bisschen weiter sind."
Es sei klar, dass die Borussia sich nach dem Umbruch im Sommer auf einem Weg befinde. "Auf so einem Weg hast du Höhen und Tiefen. Schade, dass es im Derby passiert. Es ärgert mich, in Köln verdient 3:1 zu verlieren", sagte Virkus.
Vom Abstiegskampf wollte er trotz nur sechs Punkten aus acht Spielen aber noch nichts wissen. "Wir stecken im unteren Drittel fest, keine Frage. Wir müssen punkten, keine Frage", sagte Virkus: "Aber ob wir im Abstiegskampf stecken, kann ich vielleicht kurz nach der Winterpause sagen. Aktuell gibt es ab Platz elf viele Mannschaften mit wenigen Punkten. Deshalb kann man davon jetzt noch nicht sprechen."
Stress bei DFB-Frauen: Hrubesch spricht nicht mit Voss-Tecklenburg
Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch setzt vor seiner Rückkehr bei den DFB-Frauen nicht auf Tipps von Martina Voss-Tecklenburg. "Nein, ich habe keinen Kontakt mit ihr gehabt. Auf der einen Seite: Britta Carlson ist auch da, die die Spiele vorher gemacht hat. Und ich denke: Wie das jetzt geregelt ist, das muss der DFB dann entscheiden. Das ist jetzt nicht mein Bier", sagte Hrubesch in Frankfurt am Main. Der 72-Jährige übernimmt übergangsweise und soll die deutschen Fußballerinnen um Alexandra Popp zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris führen.
"Ich konzentriere mich auf diese beiden Spiele und hoffe, dass es letztendlich vier Spiele werden - und dann noch die beiden in den Playoffs", sagte Hrubesch vor den Partien gegen Wales am Freitag sowie in Island am 31. Oktober. Die weiteren Spiele der Nations League sind für Dezember angesetzt. Eine mögliche Finalrunde, die Deutschland für das Olympia-Ticket erreichen müsste, wäre erst im Jahr 2024. Die Ausgangslage ist nach der Niederlage in Dänemark allerdings nicht ideal.
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Auftritte im Urlaub: DFB-Star greift Voss-Tecklenburg an
Nationalspielerin Lena Oberdorf hat die derzeit pausierende Fußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg kritisiert. Nachdem publik geworden war, dass Voss-Tecklenburg nach Angaben ihres Mannes nicht mehr krankgeschrieben ist und sich laut eigener Aussage mittlerweile im Erholungsurlaub befindet, sagte Oberdorf in Frankfurt/Main: "Es gibt mir ein paar Fragezeichen natürlich. Ich hätte mir da durchaus etwas anderes gewünscht. Dass man sagt: Ok, wir klären erstmal, was bei der WM passiert ist."
Der DFB hatte im September über eine nicht näher genannte Krankheit der Bundestrainerin informiert. "Ein gemeinsames Gespräch soll unmittelbar nach Urlaubsende stattfinden", hatte der DFB gestern auf Anfrage mitgeteilt.
Für die bevorstehenden Spiele am Freitag gegen Wales und am 31. Oktober in Island betreut Horst Hrubesch das Team. Es geht um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Als Oberdorf konkret darauf angesprochen wurde, ob sie sich eine Rückkehr von Voss-Tecklenburg wünsche, sagte die 21-Jährige: "Dadurch, dass man da eh keine Macht drüber hat, bin ich einfach nur hier, um meinen Job zu machen. Das ist, zwei Spiele zu gewinnen. Alles Weitere wird der DFB dann regeln."
SV Darmstadt 98 trauert um Willibald Weiss

Fußball-Bundesligist Darmstadt 98 trauert um seinen langjährigen Profi Willibald Weiss. Der frühere Mittelfeldspieler, der zwischen 1974 und 1982 insgesamt 257 Pflichtspiele für die Lilien bestritt, ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Das gab der Klub bekannt. Mit den Darmstädtern stieg Weiss 1978 und 1981 in die Bundesliga auf, später arbeitete er Gymnasiallehrer.
"Abstiegskandidat": Van der Vaart äußert große Sorge um Ajax
Nach dem Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz macht sich Rafael van der Vaart große Sorgen um seinen ruhmreichen Ex-Klub Ajax Amsterdam. "Ajax muss im Moment wie ein Abstiegskandidat denken. Das ist traurig, aber wahr", sagte der frühere HSV- und Oranje-Star im Studio Voetbal nach der 3:4-Pleite des niederländischen Rekordmeisters beim FC Utrecht. "Du bist nicht mehr Ajax. Man muss davon ausgehen, dass man nicht besser ist als der Gegner. (...) Selbst die guten Spieler werden vom Level mitgerissen. Dann bleibt wenig übrig", so der frühere Mittelfeldstar.
Mit nur fünf Punkten aus sieben Spielen liegt Ajax auf dem vorletzten Platz der Ehrendivision, auch in der Europa League ist der Klub noch sieglos. Im Sommer war es zum großen Umbruch im Amsterdamer Team gekommen. Rund ein Dutzend neuer Spieler waren für über 100 Millionen Euro gekommen, im Gegenzug nahm der Klub durch Spielertransfers auch 150 Millionen Euro ein. Vom damaligen Sportdirektor Sven Mislintat hat sich Ajax Ende September getrennt. Dabei ging es auch um einen möglichen Interessenkonflikt beim Transfer des früheren Stuttgarters Borna Sosa nach Amsterdam.
"Schenke Vertrauen": Xavi schwärmt vom nächsten Barça-Wunderkind
17 Jahre alt, 33 Sekunden auf dem Platz - und schon Siegtorschütze des FC Barcelona. Marc Guiu hat die Fußballwelt gegen Athletic Bilbao auf den Kopf gestellt. In der 79. Minute traf er entscheidend zum 1:0-Sieg. Der Youngster aus der Talentschmiede "La Masia" begeisterte die Fans - und seinen Trainer Xavi.
Er habe bei Guiu dieses besondere "Funkeln" gesehen, schwärmte Xavi. Guiu habe ihn "mit einem Gesicht angesehen, das sagte: 'Stell mich auf, du wirst sehen, dass es gut laufen wird'", meinte der 43-Jährige: "Ich schenke Vertrauen, so wie mir damals mit 17, 18 Jahren Vertrauen geschenkt wurde."
Und Xavi wurde belohnt, Barça verkürzte den Rückstand auf Tabellenführer Real Madrid auf einen Punkt. Für Guiu war der Treffer "wie eine Berührung mit dem Himmel", schrieb Barça etwas sehr pathetisch auf der eigenen Website: "Es war der Tag, an dem eine weitere jugendliche Perle aus La Masia die ganze Welt zum Reden brachte."
"Auch wenn er erst 17 ist, ist er bereit, glaube ich. Es ist an der Zeit, auf diese Spieler zu setzen", sagte Xavi.
Vor Galatasaray-Duell: Zwei Wackelkandidaten mischen bei Bayerns Abschlusstraining mit
Mit Noussair Mazraoui und Serge Gnabry hat Bayern München sein Abschlusstraining für das morgige Champions-League-Spiel beim türkischen Rekordmeister Galatasaray (18.45 Uhr/Amazon Prime Video und im ntv.de-Liveticker) bestritten. Für Gnabry (Unterarmbruch) dürfte die Begegnung in Istanbul noch zu früh kommen, ob Mazraoui nach Palästina-Diskussion und muskulären Problemen wieder dabei sein kann, bleibt offen.
Auch Manuel Neuer nahm an der Einheit vor dem Abflug in die Türkei am Nachmittag (14.30 Uhr) teil, der Kapitän soll aber erst am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) gegen Darmstadt 98 ins Tor zurückkehren. Verzichten muss Trainer Thomas Tuchel aktuell auf Abwehrchef Dayot Upamecano, Nationalspieler Leon Goretzka und Neuzugang Raphaël Guerreiro.
Zweikampf um die Fahne? Auch Zverev hat Olympia-Ambitionen
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev könnte sich wie Basketball-Weltmeister Dennis Schröder sehr gut vorstellen, bei den Sommerspielen im kommenden Jahr in Paris die deutsche Fahne zu tragen. "Vor allem auch wegen Tokio ist Paris ein Riesenziel für mich. Dort möglicherweise der Fahnenträger zu sein, das wäre etwas Besonderes", sagte der 26 Jahre alte Hamburger im Eurosport-Interview.
"In Paris dabei zu sein, wieder um Gold mitzuspielen, das ist ein großer Traum, der hoffentlich für mich in Erfüllung geht." Zverev holte 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio als erster deutscher Tennis-Profi Gold im Einzel.
Die Basketballer um den überragenden Kapitän Schröder hatten sich im September zum ersten Mal in der Geschichte den WM-Titel und damit auch das Olympia-Ticket gesichert.
Danach hatte der NBA-Profi der "Bild" gesagt: "Ich muss die Fahne tragen! Wenn nicht jetzt, wann dann? Es wäre mir eine große Ehre."
In den vergangenen Jahren hatte der DOSB mehrere Kandidaten zur Auswahl gestellt, die Fans konnten dann über den Fahnenträger abstimmen.
"Nie mit mir machen lassen": Bundesliga-Rekordspieler meckert über DFB-Spieler
Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz Körbel hat die deutsche Nationalmannschaft für ihr Verhalten bei der Fußball-WM im vergangenen Jahr schwer kritisiert. "Ein Negativbeispiel war für mich das Auftreten des DFB in Katar. Das hätte ich als Spieler nie mit mir machen lassen. Unsere Spieler haben sich den Mund zugehalten - warum haben sie ihn nicht aufgemacht?", fragte der 68 Jahre alte Körbel im "Kicker".
"Genauso hätten wir beim Thema mit der Binde Flagge zeigen müssen. Irgendwas hätte ich gemacht oder wäre vielleicht abgereist. Die Außendarstellung war für mich eine riesige Enttäuschung, das verüble ich auch vielen Funktionären: dass man versucht hat, sich durchzumogeln, indem man halt ein bisschen was macht, statt geradlinig für unsere Werte einzustehen", prangerte Körbel an. "Entweder fahren wir eine Linie oder wir lassen es."
Körbel bestritt 602 Bundesliga-Spiele für Eintracht Frankfurt und führt damit die Liste der Rekordspiele in Deutschlands höchster Spielklasse an.
Die sportlichen Schlagzeilen am Montagvormittag
Frankfurts Aushilfskapitän schickt Botschaft an Bundestrainer Nagelsmann
Fußball-Nationalspieler Robin Koch kann sich einen langfristigen Verbleib bei Eintracht Frankfurt gut vorstellen. Das sagte der Verteidiger dem "Kicker". Koch ist derzeit von Leeds United an den hessischen Bundesligisten ausgeliehen, der Vertrag läuft im Sommer 2024 aus.
"Bis jetzt wurden die Erwartungen sogar übertroffen. Nach dem Jahr wird man sehen, wie es weitergeht", sagte der Aushilfskapitän des Teams. Er könne sich gut vorstellen, länger als eine Saison in Frankfurt zu spielen. "Ich fühle mich bei der Eintracht aktuell perfekt aufgehoben und will hier einiges erreichen."
Auch die Heim-Europameisterschaft hat Koch noch vor Augen. Es sei sein "Ziel, in die Nationalelf zurückzukehren", sagte Koch. "Ich bin überzeugt davon, dass ich meine Qualitäten dort sehr gut einbringen kann", so Koch in Richtung des neuen Bundestrainers Julian Nagelsmann.
Koch bestritt den letzten seiner bislang acht Einsätze am 2. Juni 2021 gegen Dänemark (1:1).
Schmählicher Fußball, großes Gedenken: Historische Pleite verdirbt Feier zu Ehren Pelés
Wenn Pelé sehen könnte, wie schmählich seine Erben sich derzeit fußballerisch anstellen, würde er sich im Grabe umdrehen. Mit dem 1:7 bei SC Internacional in Porto Alegre verdarb der FC Santos nun gar die Gedenkfeiern am Montag zum 83. Geburtstag der im vergangenen Dezember verstorbenen Klub-Legende. Die Blamage egalisiert die zuvor höchste Liga-Niederlage des achtmaligen Meisters aus dem November 2005 gegen SC Corinthians.
Dabei trugen die Santos-Spieler am Sonntag ein Trikot mit einem Sonderemblem, das das mathematische Unendlichzeichen mit einer Krone stilisierte, in Anspielung an den "ewigen König Pelé".
Die 14. Saisonniederlage erhöhte jedoch die Abstiegssorgen beim Tabellen-18. der 20er-Liga. Ausgerechnet im ersten Todesjahr seines Idols sammelt der Traditionsklub mit jeweils frühen Ausscheiden in der regionalen Bundesland-Meisterschaft, dem nationalen Pokal sowie in der kontinentalen Copa Sudamericana nur Enttäuschungen.
Trotz der schlechten Stimmung hielt die Stadt Santos an den Veranstaltungen zum ersten Pelé-Geburtstag ohne ihren berühmtesten Sohn fest, schickte am Montag eine historische Straßenbahn auf die Schienen, pflanzte symbolisch den Baum 1283 - in Anlehnung an seinen Torrekord - und ließ das Museum Pelé am eigentlichen Ruhetag öffnen.
Debüt-Ekstase nach 33 Sekunden: 17-Jähriger schießt Barça zum Sieg

Der spanische Fußball-Meister FC Barcelona hat den Patzer seines Erzrivalen Real Madrid dank eines märchenhaften Debüts von Marc Guiu genutzt und den Sprung zurück auf Rang drei geschafft. Barça gewann das Heimspiel gegen Athletic Bilbao 1:0 (0:0) und verdrängte Atlético Madrid wieder auf den vierten Platz. Nur ein Zähler fehlt auf Spitzenreiter Real.
Titelverteidiger Barcelona startete mit den deutschen Nationalspielern Marc-André ter Stegen und İlkay Gündoğan, jedoch fehlte Starstürmer Robert Lewandowski nach wie vor mit einer Knöchelverstauchung. In dessen Abwesenheit hatte Neuzugang João Félix die größten Chancen für sein Team. Zunächst traf Felix mit seinem Schuss die Latte (10.), seinen Flachschuss in der zweiten Halbzeit parierte Unai Simon (58.).
Der Held des Tages war Eigengewächs Guiu. In der 79. Minute gab der erst 17 Jahre alte Stürmer sein Profi-Debüt, bei seiner ersten Ballaktion überhaupt wurde er Sekunden nach der Einwechslung von Felix geschickt und verwandelte souverän zum umjubelten Siegtreffer (80.).
Von Feuerwerkskörper getroffen: Spieler durch Pyro verletzt

In der griechischen Super League ist einem Medienbericht zufolge das Fußball-Spiel zwischen Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen am Sonntagabend nach einem Pyrotechnik-Vorfall abgebrochen worden. Wie die Zeitung "Protothema" berichtete, ist der spanische Panathinaikos-Profi Juankar beim Aufwärmen am Spielfeldrand in der 53. Minute von einem Feuerwerkskörper getroffen und verletzt worden. Nach fast zwei Stunden Spielunterbrechung sei die Partie kurz nach 23 Uhr abgebrochen worden.
Panathinaikos teilte auf X, vormals Twitter, mit, dass in der 50. Minute ein Knaller auf die Ersatzspieler beim Aufwärmen gefallen sein. "Juankar liegt verletzt am Boden. Unterbrechung im Spiel. Unser Team zieht sich in die Umkleidekabine zurück", schrieb der Klub. Eine Stunde später hieß es abermals bei X: "Unser Team bleibt in der Kabine."
Dem Bericht von "Protothema" zufolge soll der für das Spiel verantwortliche Arzt keine äußeren Verletzungen bei Juankar festgestellt haben. Panathinaikos habe jedoch darauf bestanden, dass der 33 Jahre alte Abwehrspieler weiteren Untersuchungen unterzogen werde. Juankar soll eine Ohrverletzung erlitten haben und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete das griechische Sportradio.
Wieder bei Chiefs: Taylor Swift feiert Kelces Touchdown mit Choreografie
Ein Freundschaftsband mit der Nummer 87 und ein einstudierter Jubel mit der Frau von Patrick Mahomes - Pop-Superstar Taylor Swift hat beim nächsten Besuch im Football-Stadion der Kansas City Chiefs weiter für Gesprächsstoff gesorgt. Beim 31:17 der Chiefs gegen die Los Angeles Chargers feierte sie den Touchdown von Travis Kelce vor der Halbzeit mit einer kleinen Choreografie zusammen mit Brittany Mahomes.
Für Swift war es bereits der vierte Besuch eines Chiefs-Spiels in den vergangenen fünf Wochen. Angefangen hatte alles damit, dass Kelce keinen Erfolg damit hatte, ihr bei einem Konzert im Arrowhead-Stadium in Kansas City ein Freundschaftsband zu übergeben - und sie daraufhin zu einem Spiel der Chiefs einlud.
Seit Swift das Angebot annahm und seither nur das Spiel der Chiefs bei den Minnesota Vikings nicht live im Stadion verfolgte, spekulieren US-Medien über eine Beziehung der beiden Stars. Weder Kelce noch Swift haben sich in der Öffentlichkeit explizit dazu geäußert.
Nach der Partie wurden die beiden Händchenhaltend in den Stadion-Katakomben fotografiert.






