Ein Monat nach WM-Aus: Algerien feuert Nationaltrainer
Der algerische Fußball-Verband (FAF) hat sich einen Monat nach dem WM-Aus von Nationaltrainer Vladimir Petkovic getrennt. Wie der Verband mitteilte, endet die Zusammenarbeit mit dem 62-Jährigen trotz einer erst vor rund zwei Monaten vereinbarten Vertragsverlängerung vorzeitig. Petkovic hatte die Auswahl im Jahr 2024 als Nachfolger von Djamel Belmadi übernommen und sollte ursprünglich bis 2028 im Amt bleiben. "Die Beziehung zwischen der FAF und Petkovic und seinem Stab ist heute offiziell beendet worden, im gegenseitigen Einvernehmen", hieß es in einer Mitteilung. Angaben zu einem Nachfolger des langjährigen Schweizer Nationaltrainers machte der algerische Verband zunächst nicht.
Sportlich blickt Petkovic auf eine durchwachsene Bilanz zurück. Zwar führte der gebürtige Bosnier Algerien zur WM 2026 und profitierte dabei auch vom auf 48 Teilnehmer erweiterten Turnierformat. Die Nordafrikaner erreichten zum zweiten Mal nach 2014 die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft. Im Sechzehntelfinale war jedoch gegen die Schweiz nach einer 0:2-Niederlage Endstation. Auch beim Afrika-Cup zu Jahresbeginn waren die Erwartungen unerfüllt geblieben. Dort schied Algerien bereits im Viertelfinale mit 0:2 gegen Nigeria aus.
Weitere Verbände wenden sich von Infantino ab - sogar Schweiz zögert
Nach Wales und England haben auch die Fußballverbände Serbiens und Finnlands ihre Unterstützung für die Wiederwahl des angeschlagenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino zurückgezogen. Infantinos Plan, Teile der kommerziellen Rechte der Weltmeisterschaften an private Investoren zu veräußern, hätten "die Reputation und die Glaubwürdigkeit sowohl der FIFA als auch ihres Präsidenten ernsthaft beschädigt", hieß es vom serbischen Verband.
Der Schweizer Verband rang sich indes zu einem diplomatischen Statement durch, ohne Eidgenosse Infantino allerdings klar zu unterstützen. Stattdessen bitten die Schweizer um "ein weiteres persönliches Gespräch mit dem FIFA-Präsidenten". Man werde "die Entwicklungen rund um die FIFA" bis zur Wahl der Führungsspitze im März 2027 weiterhin aufmerksam verfolgen.
Darts-Superstar wirft Giftpfeil auf Weltmeister Lamine Yamal
Darts-Weltmeister Luke Littler hat erneut mit extrem selbstbewussten Aussagen auf sich aufmerksam gemacht - und sich selber auch über den spanischen Fußball-Superstar Lamine Yamal gestellt. Im Gespräch mit der "Sun" antwortete Littler auf die Frage, ob er der dominanteste Sportler der Welt sei: "Im Moment lässt sich das natürlich schwer sagen. Schließlich hat Sinner Wimbledon gewonnen. Aber ja, so wie ich meine Spiele gewinne, meine Leistungen zeige und Titel hole, bin ich wahrscheinlich der Beste, den es gibt."
Tennisstar Jannik Sinner gestand Littler seine Berechtigung in der Diskussion also zu - die Leistung von Lamine Yamal, der mit Spanien mit 19 Jahren als Stammspieler seinen ersten Weltmeistertitel gewann, reicht Littler offenbar nicht, um eine Rolle zu spielen. "Ich meine, er hat doch nicht wirklich viel geleistet, oder? Er hat vielleicht ein Tor geschossen. Und eine Vorlage gegeben", sagte "The Nuke", der genauso alt ist wie der Spieler des FC Barcelona. Tatsächlich verbuchte Yamal auf dem Weg zum WM-Titel in acht Spielen mit einem Treffer seine einzige Torbeteiligung. Littler gewann dagegen 2026 bislang alle TV-Majorturniere der PDC und könnte als erster Spieler der Geschichte alle wichtigen Turniersiege des Kalenderjahres einfahren.
Deshalb sieht sich der zweimalige Weltmeister klar vor seinem Sportskameraden aus dem Fußball: "Ist er der beste 19-Jährige der Welt? Nein, ist er nicht! Solange ich gewinne, gut spiele und Titel hole, ist das alles, was zählt", sagte Littler.
Bitterer Dämpfer für deutschen Tennis-Star vor US Open
Die deutsche Tennisspielerin Eva Lys hat wenige Wochen vor den US Open einen bitteren Dämpfer kassiert. Die Hoffnungsträgerin musste in der ersten Runde des WTA-Turniers beim Stand von 6:2, 6:7 (3:7), 0:2 gegen die Ungarin Panna Udvardy aufgeben. Lys hatte lange klar auf Siegkurs gelegen, doch eine 5:2-Führung im zweiten Satz reichte nicht. Während des Matches warf sie einmal frustriert ihren Schläger auf den Boden. Für Lys, die immer wieder mit körperlichen Problemen zu kämpfen und sich Anfang des Jahres am Knie verletzt hatte, setzte sich ihre durchwachsene Saison fort. Ihr letztes Match gewann die 24-Jährige Mitte Juni bei den Berlin Tennis Open, im Jahr 2026 gelangen Lys bei keinem Turnier mehr als zwei Siege.
Auch die weiteren Deutschen scheiterten in Toronto an ihrer Auftakthürde. Die deutsche Nummer eins Tamara Korpatsch verlor ihre erste Partie nach ihrem Heimsieg in Hamburg 4:6, 6:0, 1:6 gegen Renata Zarazua aus Mexiko. Tatjana Maria unterlag der US-Amerikanerin Caty McNally 4:6, 7:6 (7:4), 1:6.
Bei den Männern zogen Yannick Hanfmann und Daniel Altmaier in die zweite Runde ein, Wimbledon-Viertelfinalist Jan-Lennard Struff scheiterte derweil an seiner Auftakthürde. Alexander Zverev hatte ein Freilos.
"Nicht mehr mein Fußball" - Matthäus ledert gegen Infantino
Auch Lothar Matthäus hat nur Kopfschütteln für das jüngste Vorgehen von Gianni Infantino übrig - auch wenn er den FIFA-Präsidenten nicht vollends in den Senkel stellen will. "Man darf nicht vergessen, dass Infantino auch einiges richtig gemacht hat in der Vergangenheit, auch wenn es bei ihm immer ums Geld geht, war nicht alles verkehrt in seiner Amtszeit", schrieb Matthäus in seiner Kolumne für skysport.de, fügte aber schnell an: "Aber jetzt hat er es übertrieben. Er ist schlecht beraten worden oder hat sich gar nicht beraten lassen."
Infantino hatte versucht, Anteile an der Fußball-WM und an anderen FIFA-Turnieren an Investoren zu verkaufen. Nach massiver Kritik gab er das weitgehend im Alleingang gestartete Vorhaben auf. "Er hat für seine Pläne einen der falschesten Zeitpunkte ever gewählt und zum anderen gibt es für mich kaum etwas Unsinnigeres als diese Idee", so Matthäus.
Der Rekordnationalspieler war nicht zum ersten Mal enttäuscht von Infantino. "Das ist ähnlich wie die zurückgenommene Rote Karte bei der WM gegen Folarin Balogun und das ist nicht mehr mein Fußball. Infantino bekommt wahrscheinlich jetzt seine Quittung und das, was sich viele seiner Gegner gewünscht haben", schrieb er.
