Der Sport-Tag
27. August 2026
06:49 Uhr

Das stört Lothar Matthäus an Jürgen Klopps Kader-Nominierungsplan

Der neue Bundestrainer ist erst seit wenigen Tagen im Amt, steht jedoch schon jetzt in der Kritik von Rekordnationalspieler und RTL/Sky-Experte Lothar Matthäus. Der nämlich stört sich an der Bekanntgabe des ersten Nationalmannschaftskaders von Jürgen Klopp moniert. Klopp wird am 17. September, an einem Donnerstag, bei einer Pressekonferenz auf dem Frankfurter DFB-Campus informieren. Für Matthäus der falsche Tag. Donnerstags würden viele Spieler vor internationalen Einsätzen in der Europa und Conference League stehen. 

"Auch wenn sie vom Bundestrainer bereits vorab informiert wurden, könnten die Spieler durch ständige Fragen in ihrer Konzentration gestört werden. Es macht etwas mit der Psyche eines Spielers, wenn man vor einer wichtigen Partie danach gefragt wird", gab der Sky-Experte zu Bedenken.

Die Kader-Bekanntgabe an einem Donnerstag habe ihm schon zu Zeiten von Klopps Vorgängern nicht gefallen. "Der DFB wollte doch jeden Stein umdrehen. Das wäre aus meiner Sicht einer dieser Steine gewesen", sagte der 65-Jährige.

Für ihn wäre der Freitag besser als Nominierungstag geeignet. "Ich würde Jürgen Klopp wirklich bitten, die Nominierungen künftig an einem Freitagvormittag oder Mittag zu machen", sagte Matthäus. Dann hätten die Spieler genügend Zeit zur Verarbeitung. Zudem müsste, falls sich ein Spieler in einem Europapokaleinsatz verletzt, niemand nachnominiert werden. Das sei in diesem Fall für den Bundestrainer ein Vorteil.

06:09 Uhr

"Fußballer als Roboter": Deniz Undav kritisiert Laptop-Trainer

Der Nationalspieler und frischgebackene neue Kapitän des VfB Stuttgart, Deniz Undav, wünscht sich bei der Belastungsteuerung im Profi-Fußball mehr Fingerspitzengefühl von den Verantwortlichen. "Die Datenanalyse bringt dem Fußball viel, aber es wird mittlerweile zu viel ins Laptop geschaut. Fußballer werden bei der Trainingsteuerung zu sehr als Roboter betrachtet", kritisierte der Stürmer in einem Gespräch mit dem am Freitag erscheinenden "Bundesliga-Magazin".

Viel zu oft werde gesagt: "Wir haben diese Fitnesswerte über dich, und hier ist das neueste Fitnessprogramm, deshalb musst du das exakt so machen. Dann kommt aber ein Spieler vielleicht aus Brasilien und hat solche Übungen noch nie im Leben gemacht. Und dann wundert man sich, wenn er drei Wochen später verletzt ist", monierte Undav.

Der 30-Jährige appellierte daher, jeden Profi als ein Individuum zu betrachten und forderte: "Wir müssen beim Training wieder mehr die Gewohnheiten und Erfahrungen der einzelnen Spieler berücksichtigen." Die Kritik wolle er ausdrücklich nicht auf seinen Verein bezogen wissen, "sondern allgemein".