Der Sport-Tag
17. Juli 2026
10:15 Uhr

Deutsches Gericht erlässt Verfügung gegen die FIFA

Im Zusammenhang mit dem Verkauf von WM-Tickets hat das Landgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen die FIFA erlassen. Der Beschluss gebe dem Fußball-Weltverband auf, "bestimmte Gestaltungen im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf in der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Verbrauchern zu unterlassen", teilte das Gericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegen den Beschluss ist Widerspruch möglich. Die Ticketverkaufsplattform Ticombo GmbH als Antragsstellerin wirft der FIFA manipulative Ticketvergabeverfahren vor. Dabei geht es unter anderem um Zeitdruck und die Gestaltung des Kaufablaufs sowie um mangelnde Transparenz auf der Wiederverkaufsplattform des Weltverbands.

Die FIFA steht seit Monaten wegen hoher Preise und ihrer Praktiken beim Ticketverkauf für das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko in der Kritik. Auch die US-Justiz beschäftigte sich schon mit dem Thema. Durch ein dynamisches Preismodell schwanken die Beträge, die Fans für Eintrittskarten bezahlen müssen, stark. Auf dem offiziellen Zweitmarkt reguliert die FIFA die Preise zudem nicht und profitiert bei Verkäufen gleich doppelt. Der Weltverband kassiert pro Ticket eine Gebühr von 15 Prozent vom Verkäufer und vom Käufer.

09:25 Uhr

Zu wenig Vertrauen? U19-DFB-Kapitän wendet sich an Bundesliga-Trainer

Francis Onyeka, Kapitän der deutschen U19-Nationalmannschaft, wünscht sich im Lichte des abermaligen WM-Debakels mehr Chancen für Eigengewächse. "Ich finde schon, dass wir sehr viele Talente auch in Deutschland haben", sagte der Spielführer des Vize-Europameisters im ARD-Morgenmagazin, "irgendwann müsste man das Vertrauen von den Bundesliga-Trainern bekommen, Spielminuten. Vielleicht wäre das etwas, was man in Deutschland ändern könnte ..."

Auf die Frage, wie viele seiner Mitspieler aus der erfolgreichen U19-Auswahl es im Profifußball schaffen könnten, antwortete Onyeka: "Hoffentlich so viele wie's geht." Er selbst wählt dafür in der anstehenden Saison den Umweg über eine Leihe von Bayer Leverkusen zum Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg. "Ich muss mich da erstmal beweisen, um Spielzeit zu bekommen", sagte er und versprach: "Genau das werde ich auch machen."

08:30 Uhr

US-Sport lässt grüßen: Weltmeistern winkt ganz besondere WM-Prämie

Erstmals erhält das Weltmeister-Team individuelle Meisterschaftsringe. Insgesamt werden 2026 nummerierte Exemplare gefertigt – 30 davon gehen an die Sieger, die übrigen sollen weltweit für Fans erhältlich sein

Weltmeistern winkt ganz besondere WM-Prämie

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07:59 Uhr

Wegen Martinez: In dieser WM-Statistik wird der FC Bayern abgehängt

Von 1982 bis 2026, von Madrid bis nach East Rutherford: Wenn am Sonntag im MetLife Stadium das WM-Finale steigt, dann findet auch eine bemerkenswerte Rekordserie ihre Fortsetzung. Zum zwölften Mal in Folge steht mindestens ein Profi von Inter Mailand im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft. Lautaro Martínez trifft mit Argentinien auf Spanien - und der Stürmer hatte selbst einigen Anteil am Finaleinzug seines Teams. Im Halbfinale gegen England traf er in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg, schon im Viertelfinale gegen die Schweiz (3:1 n.V.) hatte er für den Endstand gesorgt.

Argentiniens WM-Held bricht bei Interview in Tränen aus

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Inter hängt in dieser Statistik nun auch den FC Bayern ab, denn bis 2022 hatten sich beide Klubs die Rekordserie geteilt - auch Bayern-Profis waren seit dem Finale von 1982 in Madrid stets dabei gewesen. Durch das Halbfinal-Aus von Harry Kane mit England sowie von Michael Olise und Dayot Upamecano mit Frankreich endete der Lauf für die Münchner nun aber.

07:22 Uhr

Waldbrand verhindert Spiel, Thomas Müller hat trotzdem Spaß

Happy End: Ein Waldbrand hat zwar das Wiedersehen von Thomas Müller und Robert Lewandowski in der MLS verhindert. Aber getroffen haben sich die beiden Ex-Bayern-Stars trotzdem. Das zeigt ein Foto, das Müller bei Instagram postete. "Nicht ganz das Treffen, das wir uns erhofft hatten, aber es hat trotzdem Spaß gemacht", schrieb er auf Englisch dazu.

Wenige Stunden vor dem Anstoß wurde die Begegnung zwischen Chicago Fire und den Vancouver Whitecaps wegen der schlechten Luftqualität im Großraum Chicago abgesagt. Ursache waren Waldbrände in der Umgebung. Für Whitecaps-Stürmer Müller wäre die Partie das erste Ligaspiel nach der WM-Pause gewesen, für Lewandowski sein Debüt bei seinem neuen Verein. Beide hatten acht Jahre lang Seite an Seite beim FC Bayern gestürmt. Das Spiel soll am 6. Oktober nachgeholt werden.

06:39 Uhr

Aberglaube: Argentiniens Präsident verzichtet auf WM-Finale

Argentiniens Präsident Javier Milei wird das WM-Finale gegen Spanien aus Aberglauben nicht im Stadion verfolgen. "Nein, auf keinen Fall", antwortete Milei in einem Interview des Radiosenders "El Observador" auf die Frage, ob er am Sonntag zum Endspiel in die USA reisen werde. Der Präsident erklärte, er werde das Spiel in East Rutherford wie die bisherigen Partien der argentinischen Nationalmannschaft von seinem Amtssitz Quinta de Olivos in der Provinz Buenos Aires aus verfolgen. Auf die Nachfrage, ob dies Teil einer persönlichen Glücksroutine sei, antwortete er mit "Ja".

Zu seiner Glücksroutine gehört auch, bei den Spielen stets dieselbe Jacke zu tragen. Während des Achtelfinals gegen die Schweiz (3:1 nach Verlängerung) habe er sie kurz ausgezogen. "Ich zog sie aus und wir kassierten ein Tor. Ich zog sie wieder an und habe sie seitdem nicht mehr ausgezogen", sagte Milei. Sollte Argentinien den WM-Titel erfolgreich verteidigen, stelle er den Präsidentenpalast Casa Rosada der Nationalmannschaft für eine Feier zur Verfügung. "An diesem Tag räume ich ihn komplett. Ich habe auf diesem Foto nichts zu suchen", sagte Milei. Die Politik solle sich dieses Fest der Argentinier nicht aneignen.

05:54 Uhr

"Versprechen einlösen": Falklandinseln richten Forderung an FIFA

Die Regierung der Falklandinseln hat den Fußball-Weltverband FIFA nach der politischen Provokation durch argentinische Spieler im WM-Halbfinale zum Handeln aufgerufen. "Wir hoffen, dass die FIFA ihr Versprechen einlöst, die Politik aus dem Sport herauszuhalten, und jegliches Verhalten dieser Art gemäß ihrer eigenen Regeln ahndet", hieß es in einer Mitteilung. Argentinische Spieler hatten nach dem 2:1 gegen England in Atlanta auf dem Platz ein Banner mit der Aufschrift "Las Malvinas son Argentinas" ("Die Falklandinseln sind argentinisch") gezeigt.

Warum die Argentinier den England-Sieg mit Falkland-Banner feiern

In dem Statement erklärte die Regierung der Falklandinseln, dass sie enttäuscht, aber nicht überrascht über das Verhalten des argentinischen Teams sei. Das Parlament der Inselgruppe im Südatlantik wendete sich zudem in einem öffentlichen Brief an das Disziplinarkomitee der FIFA. Zuvor hatte bereits die britische Regierung erklärt, dass sie vom Weltverband eine Untersuchung verlange. Die FIFA verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Deshalb droht dem argentinischen Team nun Ärger.

05:30 Uhr

Pelés Weltmeister-Trikot wird für Millionen versteigert

Das Weltmeister-Trikot von Brasiliens Fußball-Legende Pelé aus dem Jahr 1958 hat für mehrere Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Wie das traditionsreiche Auktionshaus Sotheby's mitteilte, wurde das blaue Jersey mit der gelben Nummer 10 für 4,88 Millionen Dollar (rund 4,3 Millionen Euro) versteigert. Teurer war mit gut 8,1 Millionen Euro bislang nur das Fußball-Trikot von Diego Maradona, das dieser beim 2:1 Argentiniens im WM-Viertelfinale 1986 gegen England getragen hatte.

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Das Trikot ist seinem neuen Besitzer fast 5 Millionen Dollar wert. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Auch dank Pelés Doppelpack im Finale von 1958 gegen Schweden (5:2) feierte die Seleção damals ihren ersten von fünf WM-Titeln. Sein Trikot soll er laut Angaben von Sotheby's seinem damaligen Teamkollegen Dida geschenkt haben, der die Nummer 10 zuvor getragen hatte. Demnach wanderte es 1993 aus dem Besitz von Didas Familie in ein Museum zu Ehren von Pelés Mitspieler. Erstmals öffentlich versteigert wurde es 2004 bei Christie's, in den folgenden zwei Jahrzehnten wurde es der Öffentlichkeit aber nicht mehr präsentiert. Pelé war Ende 2022 im Alter von 82 Jahren gestorben.

05:05 Uhr

Ein Deutscher ist beim WM-Finale dabei

Der deutsche Schiedsrichter Bastian Dankert wird beim WM-Finale als Video-Assistent im Einsatz sein. Der Fußball-Weltverband FIFA berief den 46-Jährigen für das Endspiel in East Rutherford zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker). Dankert ist international einer der erfahrensten Video-Schiedsrichter. Das Finale ist sein insgesamt zwölfter Einsatz beim Turnier in Kanada, Mexiko und den USA, jeweils sechsmal war er als Video-Assistent und als unterstützender Video-Assistent gefordert.

Die Partie als Schiedsrichter leiten wird der Slowene Slavko Vincic. Für den 46-Jährigen ist es sein erstes WM-Finale. Im Turnier kommt er zum vierten Mal zum Einsatz, zuvor pfiff er unter anderem das 2:0 von Co-Gastgeber Mexiko gegen Ecuador im Sechzehntelfinale. Sein zuvor größtes Endspiel war das Champions-League-Duell von Real Madrid und Borussia Dortmund (2:0) im Jahr 2024. Dass ein europäischer Schiedsrichter das WM-Finale eines Teams aus Europa gegen eines aus Südamerika pfeift, ist nicht ungewöhnlich. Der Endspielsieg Argentiniens vor vier Jahren gegen Frankreich in Katar wurde vom Polen Szymon Marciniak geleitet.