Jimmy Rimmer ist tot
Der englische Fußball trauert um Jimmy Rimmer. Der frühere Torhüter von Manchester United und Aston Villa ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Mit ManUnited und den Villans gewann Rimmer jeweils den Europapokal der Landesmeister. Bei seinem ersten Triumph 1968 mit den Red Devils kam der Keeper nicht zum Einsatz, beim zweiten 14 Jahre später mit Villa schon - allerdings nur kurz. Im Endspiel gegen Bayern München musste Rimmer verletzungsbedingt nach nur neun Minuten ausgewechselt werden. Sein Ersatz Nigel Spink war anschließend maßgeblich am 1:0-Erfolg beteiligt.
Mit dem Klub aus Birmingham war Rimmer ein Jahr vor dem Erfolg im Europapokal englischer Meister geworden. Für Englands Nationalmannschaft stand er einmal im Tor.
Bayerns Superstars sind zurück
Der FC Bayern hat seine Superstars zurück: Am Freitag meldeten sich auch Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano nach einem längeren WM-Urlaub beim deutschen Fußball-Rekordmeister zurück. Nach "Bild"-Informationen absolvierten die drei Leistungsträger im Krankenhaus Barmherzige Brüder und danach an der Säbener Straße die obligatorische Leistungsdiagnostik.
Beim "Telekom Cup" am Samstag (15.30 Uhr/MagentaTV) gegen RB Leipzig wird das Trio wohl noch nicht zum Einsatz kommen. Am 22. August steht für die Bayern das erste Pflichtspiel um den Franz-Beckenbauer-Supercup bei Vizemeister Borussia Dortmund an. In die Liga startet der Doublegewinner am 28. August zuhause gegen den VfB Stuttgart.
Durch die Rückkehr von Kane, Olise und Upamecano hat Trainer Vincent Kompany seinen Luxuskader nun komplett. Bereits nach der Asienreise waren zu Beginn der Woche Neuzugang Ismael Saibari, Jamal Musiala, Alphonso Davies, Serge Gnabry und Lennart Karl wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.
Vom FC Bayern: RB Leipzig bekommt weitere Nagelsmann-Millionen
Am Samstag findet in der Allianz Arena ein durchaus ungewöhnliches Testspiel statt: Der FC Bayern empfängt Liga-Konkurrent RB Leipzig wenige Wochen vor dem Bundesliga-Start. Dass es überhaupt zu dem Duell der beiden Spitzenklubs kommt, liegt an Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist das Duell Teil der Ablösevereinbarung zwischen den beiden Bundesligisten, die im Zuge der Verpflichtung von Nagelsmann vor nicht weniger als fünf Jahren vereinbart worden war.
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Demnach erhält der Dritte der vergangenen Bundesliga-Saison durch das "Ablösespiel" drei Millionen Euro garantiert. Einen Großteil spielt Gastgeber FC Bayern durch die Partie selbst ein. Der 39-Jährige war 2021 von den Sachsen zum Rekordmeister gewechselt - und damit zum teuersten Bundesliga-Trainer aller Zeiten avanciert. Wie RB-Boss Oliver Mintzlaff später bestätigte, legte der FC Bayern für den Ex-Trainer ein Ablösepaket in Höhe von 25 Millionen Euro auf den Tisch. Die genaue Zusammensetzung der Summe hatte Minzlaff nicht verraten.
Englands abgestürzter Sensationsmeister steht zum Verkauf
Englands früherer Sensationsmeister Leicester City steht offenbar zum Verkauf. Das berichtet die BBC. Demnach sollen die thailändischen Eigentümer eine US-Investmentbank beauftragt haben, bei der Suche nach einem neuen Besitzer zu helfen. Der Wert des in die Drittklassigkeit abgestürzten Klubs wird auf 200 Millionen Pfund (rund 234 Millionen Euro) geschätzt.
Das Duty-Free-Unternehmen King Power, geführt von der Familie Srivaddhanaprabha, hatte die Foxes als damaligen Zweitligisten im Jahr 2010 für 35 Millionen Pfund erworben. Sechs Jahre später schrieb Leicester die wohl größte Märchenstory der englischen Fußballgeschichte, als die Mannschaft um Jamie Vardy und den Deutschen Robert Huth als krasser Außenseiter zur Meisterschaft in der Premier League stürmte.
FC Barcelona verliert Spaniens WM-Helden
Spaniens WM-Held Ferran Torres steht vor einem Wechsel vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain. Wie mehrere spanische Medien berichteten, einigten sich die Schwergewichte auf eine Ablöse in Höhe von fast 50 Millionen Euro. Torres soll bei PSG einen Fünfjahresvertrag unterschreiben.
Torres hatte Spanien im WM-Finale gegen Argentinien Mitte Juli in der Verlängerung zum zweiten Titel geschossen. Er spielt seit 2021 für Barcelona und erzielte in den vergangenen beiden Spielzeiten 40 Tore in 94 Pflichtspielen für die Katalanen. Unter Trainer Hansi Flick wurde Torres regelmäßig als Ersatz für Robert Lewandowski eingesetzt.
Nach dem Wechsel des polnischen Stürmers zu Chicago Fire und dem Abgang des Engländers Marcus Rashford, der nach einer Leihe zu Manchester United zurückkehrte, stellt sich Barcelona offensiv neu auf. Ein Transfer von Argentiniens Starstürmer Julián Álvarez (Atlético Madrid) kam bisher nicht zustande, dafür wurden bereits Karim Adeyemi (Borussia Dortmund) und Anthony Gordon (Newcastle United) verpflichtet.
Die sportlichen Schlagzeilen am Morgen
Nach EM-Drama: Lea Meyer erklärt trotziges Interview
Hindernisläuferin Lea Meyer hat sich nach ihrem trotzigen Interview und der Kritik an Siegerin Gesa Krause bei der Leichtathletik-EM in Birmingham schuldbewusst gezeigt. "Gesa ist verdient Europameisterin geworden. Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt", schrieb die 28-Jährige in einer Stellungnahme bei Instagram. Meyer war auf Medaillenkurs liegend auf der letzten Runde in einen Wassergraben gestürzt.
Unmittelbar nach dem Rennen hatte Meyer ihre Konkurrentin scharf kritisiert. "Gesa will keinen Meter machen. Die sitzt das aus und rennt dann hinten raus", warf sie Krause vor. Meyer erklärte im ZDF zudem: "Ich finde, ich hätte die Medaille verdient." Spätestens zu den Olympischen Sommerspiele in Los Angeles wolle sie deutsche Rekordhalterin sein. "Ich gehöre an die Spitze Europas", hatte Meyer erklärt.
Anschließend bereute sie ihre Aussagen. "Ich habe laut ausgesprochen, was meine Ziele sind. Leider habe ich das sehr unprofessionell und unsportlich formuliert", schrieb Meyer. In Zukunft will die Vize-Europameisterin von München 2022 "als sehr emotionaler Mensch die Interview-Zone nach einem solchen Rennen meiden". Ihr sei "wichtig, dass klar ist, dass mein Interview von Emotionen gelenkt wurde und ich jede einzelne Leistung meiner Konkurrenz respektiere und allen den Erfolg gönne".
Die deutschen EM-Highlights im Video
Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham feiert das deutsche Team einen erfolgreichen Wettkampftag. Zehnkämpfer Leo Neugebauer holt Gold, genauso wie Gesa Krause über 3000 Meter Hindernis. Die Highlights im Video.

Neugebauer taumelt ins Ziel - und gewinnt trotzdem Gold
Gianni Infantino kassiert nächste Schelle
Der neuseeländische Fußball-Verband (NZF) hat sich als erste ozeanische Mitgliedsorganisation von FIFA-Präsident Gianni Infantino abgewendet. "Nach sorgfältiger Abwägung ist der NZF zu der Auffassung gelangt, dass Entscheidungen und Handlungen innerhalb der FIFA zu einem Vertrauensverlust und zu zunehmenden Spaltungen im internationalen Fußball beigetragen haben", erklärte der Verband in einer Stellungnahme. Es sei "eine unabhängige Überprüfung erforderlich, um das Vertrauen wiederherzustellen".
Bislang hatten sich die Ozeanische Fußball-Konföderation (OFC) und ihre Mitgliedsnationen aus den öffentlichen Diskussionen um die Zukunft von Infantino herausgehalten. Während der Dachverband nach außen lediglich die Abkehr vom Investorenplan begrüßte, ging die Kritik der Neuseeländer etwas weiter. "Der jetzige Zeitpunkt bietet allen FIFA-Mitgliedsverbänden die Gelegenheit, sich für eine stärkere Führung, Rechenschaftspflicht und Transparenz einzusetzen, die für die Aufrechterhaltung des Vertrauens in die Verwaltung des Weltfußballs von grundlegender Bedeutung sind", forderte NZF.
Staatsministerin reagiert auf Rauswurf durch Kanzler Merz
Drei Wochen nach ihrer Entlassung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt zeigt sich die sächsische CDU-Politikerin Christiane Schenderlein enttäuscht über die Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz - mit öffentlicher Kritik hält sie sich aber zurück. "Selbstverständlich hätte ich diese Arbeit gern noch weitergeführt, doch das lag nicht in meiner Hand", sagte Schenderlein der "Leipziger Volkszeitung" und der "Sächsischen Zeitung". "Ich respektiere seinen Entschluss. Doch ich werde keine Einordnungen vornehmen."
Merz habe sie auf dem Rückweg aus ihrem Urlaub telefonisch über den Schritt informiert. "Dabei hat der Bundeskanzler sofort deutlich gemacht, dass die Entlassung als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt nichts mit mir zu tun hat. Er brachte zum Ausdruck, dass er mit meiner Arbeit zufrieden ist, aber jetzt eine Neuausrichtung des Amtes wünscht, mit einer Person, die einen gewissen Bekanntheitsgrad hat", berichtete Schenderlein.
Merz hatte Ende Juli im Zuge einer Kabinettsumbildung auch Schenderlein aus dem Ressort abberufen. In ostdeutschen CDU-Verbänden stieß das auf viel Unmut. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kritisierte den Wechsel öffentlich. Auslöser der Kabinettsumbildung war der Rückzug von Unionsfraktionschef Jens Spahn.
Beschuldigter Supersprinter Owen Ansah lässt es weiter ordentlich krachen
Der Traum von der nächsten Medaille lebt: 48 Stunden nach seinem Bronze-Coup über 100 Meter ist Deutschlands Topsprinter Owen Ansah bei der Leichtathletik-EM in Birmingham spektakulär ins 200-Meter-Finale gerannt. Der 25-Jährige gewann sein Halbfinale in 20,04 Sekunden, blieb nur zwei Hundertstel über dem deutschen Rekord und zog als Schnellster in den Showdown um den Titel (Freitag, 22.25 Uhr, ARD) ein.
Dort könnte Ansah erneut Sprint-Geschichte schreiben. Seit 40 Jahren hat kein Deutscher mehr eine EM-Medaille über die 200 Meter gewonnen. "Ich freue mich auf morgen", sagte Ansah im ZDF: "Und dann wird man sehen, wofür es am Ende reicht." Top-Favorit Zharnel Hughes aus Großbritannien lief im Halbfinale bei günstigerem Rückenwind 20,05 Sekunden.
Ansah war am Dienstag trotz des Wirbels um seinen mutmaßlich verweigerten Dopingtest im Vorfeld der Titelkämpfe über 100 Meter zu Bronze gesprintet und hatte damit als erster Deutscher seit 40 Jahren eine EM-Medaille über die Königsdistanz gewonnen. Allerdings ist unklar, ob der 9,98-Sekunden-Mann Bronze behalten darf, schließlich strebt die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) eine Sperre von vier Jahren für Ansah an, der Athlet will dagegen vorgehen.




