Der Sport-Tag

Drohte Trump-Kumpel nach Golf-Eklat mit Anruf beim Präsidenten?

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20.07.2026 | 19:31 Uhr

Sollte Donald Trump neben Folarin Balogun, dem Stürmer der US-Fußball-Nationalmannschaft, noch einem weiteren Sportstar aus der Patsche helfen? Wie mehrere Medien berichten, soll Golfer Bryson DeChambeau während seiner Regelkontroverse bei der traditionsreichen British Open gedroht haben, Trump anzurufen und ihn in den Streit mit einzubeziehen.

Der zweifache Major-Sieger hatte am späten Freitagabend eine Strafe von zwei Schlägen erhalten, nachdem er sich am fünften Loch einen regelwidrigen Vorteil verschafft haben soll. Im Nachgang kam es zum Eklat, DeChambeau, ein Freund des golfverrückten US-Präsidenten, weigerte sich ewig, seine Scorecard zu unterschreiben - und hielt so den Rest des Feldes in Geiselhaft, weil niemand wusste, wann und mit wem er am nächsten Tag auf die Runde gehen würde.

"Das Turnier so als Geisel zu halten und uns alle - Spieler, Freiwillige, einfach jeden - warten zu lassen, fand ich nicht besonders gut", schimpfte Superstar Rory McIlroy: "Ich denke, die Zwei-Schlag-Strafe war auf jeden Fall gerechtfertigt."

Anders als bei Balogun, dessen WM-Sperre Trump vor dem Achtelfinale mit einem Anruf bei FIFA-Boss Gianni Infantino verschwinden lassen konnte, blieb DeChambeaus Bestrafung bestehen. "Nein, ich habe keinen Anruf von Präsident Trump erhalten", versicherte Sam Darbon, Geschäftsführer des Veranstalters R&A, gegenüber BBC Sport. "Unabhängig davon, welchen Spieler dies betraf, ist die Entscheidung dieselbe – aus regeltechnischer Sicht war die Sache eindeutig."

DeChambeau, einer der besten Golfer der Welt, war zuletzt im Mai im Weißen Haus zu Gast und golfte bereits mit Trump. Der US-Präsident ist bekannt dafür, es mit den Regeln bei seinem Lieblingssport nicht immer so ganz genau zu nehmen.

Durch die Strafe war DeChambeau auf drei Plätze hinter die Spitze zurückgefallen, am Ende hatte er mit dem Turniersieg nichts zu tun.

Verwendete Quelle: ntv.de