Die deutsche 800-Meter-Läuferin Smilla Kolbe hat bei der Leichtathletik-Europameisterschaft den Einzug ins Finale hauchdünn verpasst. Nur zwei Hundertstel fehlten der in den USA lebenden Kolbe - mit 1:58,21 Minuten hatte sie aber die zweitschnellste Zeit ihrer Karriere hingelegt. Ihre Bestzeit hatte sie im Vorlauf mit 1:57,80 Minuten aufgestellt, als sie so schnell war wie keine Deutsche seit 1990. Im ZDF-Interview hinterher hatte sie neben ihrem eigenen Rennen aber auch ein weiteres wichtiges Anliegen: Sie positionierte sich klar gegen Rassismus.
"Ich lese so viele Kommentare und freue mich über den Support, den wir kriegen. Aber trotzdem sehe ich bei manchen Athleten krasse Kommentare. Wir vertreten hier Deutschland und ich erwarte da mehr Respekt", sagte sie deutlich. "Ich finde es schön, dass mich viele supporten, aber ich will mir nicht vorstellen wie das wäre, wenn ich nicht so weiß wäre, wie ich bin. Das war mir wichtig, das zu sagen. Ich erwarte von allen Zuschauern den nötigen Respekt."
