Olympiasieger Wellbrock tütet nächste deutsche EM-Medaille ein
Freiwasser-Olympiasieger Florian Wellbrock hat für die dritte deutsche Medaille bei den Kurzbahn-Europameisterschaften gesorgt. Über 1500 Meter Freistil kam der Magdeburger im polnischen Lublin auf Platz drei. In 14:19,26 Minuten hatte er allerdings nichts mit der Titelvergabe zu tun. Europameister wurde der Ire Daniel Wiffen in 14:13,96 Minuten vor dem Ungarn Zalan Sarkany, der 1,55 Sekunden Rückstand hatte.
Wellbrock hatte auf Bahn sieben startend keinen direkten Kontakt zu den mitfavorisierten Kollegen. Nach einem verhaltenen Start arbeitete er sich nach 450 Metern auf Platz drei nach vor und hatte nahe der 1050-Meter-Marke direkten Kontakt zu Wiffen auf Platz zwei. Als dieser dann sofort das Tempo verschärfte, war Wellbrock geschlagen. Auch Sarkany war dem nicht gewachsen und musste sich mit Platz zwei begnügen.
Wellbrock hatte bei seiner bislang letzten Kurzbahn-EM-Teilnahme 2021 in Kasan den Titel gewonnen. Im selben Jahr hatte er bei den Weltmeisterschaften auf der 25-Meter-Bahn den noch heute gültigen Weltrekord von 14:06,88 Minuten aufgestellt.
Thomas Müller: "Aktuell das Wichtigste in meinem Leben"
Der deutsche Fußball-Star Thomas Müller hat vor dem Endspiel um den MLS Cup einen humorvollen Auftritt hingelegt und gewohnt verschmitzt die enorme Bedeutung der Partie hervorgehoben. Auf die Frage, wo das Finale für ihn auch im Vergleich mit anderen wichtigen Spielen stehe, sagte der 36-Jährige mit prächtiger Laune: "Aktuell ist es Platz eins. Momentan ist das Finale das Wichtigste in meinem Leben."
Die Vancouver Whitecaps bekommen es am Sonntag (2.30 Uhr MEZ/Apple TV) mit Inter Miami und deren Superstar Lionel Messi zu tun. Elf Jahre nach dem WM-Titel in Brasilien ist es zwischen Müller und Messi auch ein Wiedersehen in einem weiteren Finale. "Natürlich schauen die Medien viel auf Messi und Müller, aber es geht um zwei Teams mit sehr attraktivem Spielstil. Es ist ein perfektes Finale. Ich bin sehr dankbar, dass ich Teil davon sein kann", sagte der ehemalige Bayern-Profi.
Watzke bekommt einen neuen Titel
Hans-Joachim Watzke führt die Deutsche Fußball Liga künftig als Ligapräsident an. Die Dachorganisation des deutschen Profi-Fußballs kehrt mit der Umbenennung der höchsten Ämter zu ihren Wurzeln zurück. Das betrifft auch Oliver Leki als 1. Vizepräsidenten und Oke Göttlich als 2. Vizepräsidenten.
Diese Amtsbezeichnungen waren bereits von der Gründung des Ligaverbandes im Jahr 2001 bis ins Jahr 2019 verwendet worden. Seither hieß es Sprecher des DFL-Präsidiums bzw. 1./2. Stellvertretender Sprecher des DFL-Präsidiums. Watzke (Borussia Dortmund), Leki (SC Freiburg) und Göttlich (FC St. Pauli) sind bis 2029 gewählt. Ihre satzungsgemäßen Aufgaben bleiben trotz der Titeländerung unverändert.
DSV-Adler springen am Podest vorbei, aber: "Der Weg stimmt"
Die deutschen Skispringerinnen warten im Weltcup weiter auf ihren ersten Podestplatz. Selina Freitag wurde im polnischen Wisla als beste DSV-Athletin starke Sechste. Die Sprünge auf 116 und 125,5 Meter waren zugleich das bisher beste Saisonergebnis der 24-Jährigen. Insgesamt zeigte das Team von Bundestrainer Heinz Kuttin beim vierten Weltcupsieg der Norwegerin Anna Odine Stroem wieder eine geschlossene Leistung: Agnes Reisch (113 und 122 Meter) landete auf Platz elf, direkt gefolgt von der gesundheitlich angeschlagenen Katharina Schmid (115 und 116,5 Meter). Juliane Seyfarth (115 und 115,5 Meter) landete auf Position 16.
"Der Weg stimmt. Das macht uns, was die weitere Saison betrifft, zuversichtlich", sagte Bundestrainer Heinz Kuttin im ZDF. Beim fünften Einzelspringen der Frauen komplettierten die Kanadierin Abigail Strate auf Platz zwei und die dreimalige Saisonsiegerin Nozomi Maruyama als Dritte das Podest. Die Slowenin Nika Prevc, die das letzte Weltcupspringen in Falun gewonnen hatte, wurde nach der Qualifikation disqualifiziert. Die Ski der Weltcupgesamtsiegerin waren im Verhältnis zu ihrem Gewicht einen Zentimeter zu lang.
"Keine Periode seit 2014": Radprofi muss Karriere beenden
Die US-Rennradfahrerin Veronica Ewers beendet ihre Profi-Karriere. Das teilte ihr Team EF Education-Oatly mit. Die 31-Jährige verabschiedet sich vom Leistungssport, um wieder vollständig gesund zu werden, heißt es in der Erklärung. Ihr Team schreibt, dass die US-Amerikanerin an RED-S (Relative Energy Deficiency in Sport) leide. Bei dieser Erkrankung kann der Körper durch die Nahrung nicht genügend Nährstoffe aufnehmen, um den Energiebedarf im Leistungssport ausreichend zu decken.
Bei Ewers, so heißt es in dem Team-Statement, hätten Bluttests in der Vorbereitung auf die Radsaison 2026 gezeigt, dass sie noch nicht wieder genesen sei. Schon 2024 hatte sie sich eine Auszeit genommen, das hat aber anscheinend nicht gereicht. Sie selbst schreibt in einem Blogeintrag, dass der Leistungssport immense Folgen für ihren Körper hatte. Sie berichtet dort ausführlich von ihrer Essstörung, dass sie seit 2014 "keine Periode mehr" habe und schreibt weiter: "Meine Magen-Darm-Funktion ist beschissen." In den kommenden Monaten widme sie sich nun der Genesung. In ihrer Karriere war Ewers beim Giro und mehrfach bei der Tour de France gestartet - bei der Frankreichrundfahrt landete sie 2022 sogar in der Top Zehn.
Knall mit der Frauen-Bundesliga: DFB zeigt sich irritiert
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit Verwunderung auf die Ankündigung aus der Frauen-Bundesliga reagiert, einen Ligaverband ohne den DFB zu gründen. Der DFB teilte mit, dass eine Beteiligung des Verbands nie geplant gewesen sei. DFB-Generalsekretär Holger Blask zeigte sich in der Mitteilung irritiert. "Die Verhandlungsführer der Klubs hatten dem DFB weitreichende Ergänzungen und Änderungswünsche übermittelt, auf die der DFB verhandlungsüblich reagiert hat. Wir werden in den kommenden Wochen die Gespräche mit den Vereinen fortführen - konstruktiv und sachlich."
Zuvor hatten die 14 Klubs der Frauen-Bundesliga überraschend mitgeteilt, einen Ligaverband ohne Beteiligung des DFB zu gründen. Man sei enttäuscht, dass sich bereits getroffene Verabredungen "aus unserer Sicht nicht in den Vertragsmaterialien wiederfinden. Aus diesem Grund erfolgt der Gründungsakt nun ohne Mitwirkung des DFB", hieß es von den Klubs.
Ursprünglich sah der Plan vor, dass der Ligaverband und der DFB jeweils 50 Prozent der Anteile an der "Frauen-Bundesliga Gesellschaft" halten sollen. Der DFB wollte 100 Millionen Euro in die angestrebte Professionalisierung investieren und das Geld schrittweise innerhalb von acht Jahren in die Liga pumpen.
"Megastark von ihm": Neuer FCA-Coach bedankt sich bei Sandro Wagner
Manuel Baum hat sich zum Start seines Bundesliga-Kurzeinsatzes für den FC Augsburg über eine Mitteilung von Ex-Trainer Sandro Wagner gefreut. "Es gab tatsächlich eine Nachricht, die er mir geschrieben hat. Ich finde das megastark von ihm", sagte der Interimstrainer, der den Fußball-Bundesligisten bis zum Ende des Jahres stabilisieren soll. Der FCA und Wagner hatten am Montag das ambitionierte Projekt beendet.
Baum, der als früherer Augsburger Trainer und ehemaliger Schalker Coach einst vorzeitig gehen musste, gab Wagner indirekt auch einen Rat. "Ich habe ja selber die Situation zweimal erlebt, freigestellt zu werden. Was mir persönlich immer geholfen hat, mit einem größeren Abstand einfach noch mal darüber zu reden. Und das würde ich mir wünschen." Dazu sei jetzt aber nicht der richtige Moment. In den Spielen am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) zu Hause gegen Bayer Leverkusen und in den anschließenden Partien gegen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen steht Baum in der Verantwortung. "Irgendwie fühlt sich das geil an", sagte Baum über seine Rückkehr in die Chefrolle beim FCA. Baum war schon einmal von 2016 bis 2019 Cheftrainer beim FCA. Damals hatte er zuvor als Interimscoach geholfen.
Deutsches Olympia-Team bangt um Snowboard-Hoffnung
Snowboard-Freestylerin Annika Morgan muss sich wegen einer Verletzung mit ihrem Saisoneinstieg gedulden und womöglich auch um den Start bei den Olympischen Winterspielen bangen. Die 23-Jährige hat sich im Training die Hand gebrochen und ist operiert worden, wie der deutsche Verband mitteilte. Die Weltcups an diesem Wochenende im chinesischen Peking und eine Woche später in Steamboat in den USA werde sie daher auslassen.
In den kommenden zwei Wochen werde sich Morgan schonen und dann wieder schrittweise ins Training einsteigen, hieß es. Nach derzeitigem Stand solle sie zu den Laax Open vom 15. bis 18. Januar wieder einsatzfähig sein. Das Event in der Schweiz wäre die letzte reguläre Chance, die nationale Norm für Olympia in Italien im kommenden Februar zu knacken. Das deutsche Team könnte Morgan allerdings auch aufgrund ihrer starken Vorsaison für die Spiele nominieren. Morgan fuhr in ihrer Karriere bereits sechs Weltcup-Podestplätze ein - zwei davon im vorigen Winter in der Disziplin Slopestyle. Bei den Winterspielen 2022 in Peking überzeugte die Snowboarderin mit zwei Top-Ten-Platzierungen.
"Als wäre Ronaldo da" - Neunjähriger schießt Traumtor
Die Zuschauer bei einem Hallenturnier in Ostfriesland kommen unverhofft in den Genuss eines Weltklasse-Treffers. Wasem Al-Ali, neun Jahre alt, nimmt den Ball mit der Brust an, legt ihn hoch in die Luft und zieht per Fallrückzieher ab - Tor. Nun hat er einen großen Traum.
Nach dem Olympia-Triumph klingelt nicht mehr das Finanzamt
Prämien für Medaillenerfolge bei Olympischen und Paralympischen Spielen sind fortan steuerfrei. Grund ist das vom Bundestag beschlossene Steueränderungsgesetz. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hatte zuletzt beispielsweise für eine Goldmedaille 20.000 Euro gezahlt, diese Einnahme war aber einkommensteuerpflichtig.
"Der Weg aufs Podium setzt jahrelange Hingabe und Entbehrungen voraus. Vor diesem Hintergrund ist es nur folgerichtig, dass Athletinnen und Athleten ihre ohnehin geringen Prämien nicht auch noch versteuern müssen", sagte Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland. Gleichzeitig mahnte er an, die Regelung auch auf Erfolge bei Welt- und Europameisterschaften, den World Games sowie den Deaflympics im Gehörlosensport auszudehnen.
Neue Heimat: Tennisspielerin wendet sich von Russland ab
Die gebürtige Russin Anastasia Potapova schlägt ab 2026 für Österreich auf. Das gab die Tennisspielerin bekannt. "Österreich ist ein Land, das ich liebe, das unglaublich gastfreundlich ist und in dem ich mich zu Hause fühle. Ich liebe es, in Wien zu sein, und freue mich darauf, dort meine zweite Heimat zu finden", schrieb die 24-Jährige bei Instagram. Der Österreichische Tennisverband (ÖTV) begrüßte die Entscheidung: "Sie ist eine sportliche Bereicherung und wir freuen uns auf ihren Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Teams."
Potapova liegt in der Weltrangliste derzeit auf Platz 51. Ende November war sie noch im russischen St. Petersburg für ihr Heimatland angetreten, gemeinsam mit ihrem Freund Tallon Griekspoor. In dessen Heimat Niederlande hatte die Teilnahme wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine für Kritik gesorgt, sogar Außenminister David van Weel hatte sich zu Wort gemeldet. Potapova wird künftig als österreichische Nummer eins auf der Tour unterwegs sein. Aktuell ist Julia Grabher (94.) die einzige Österreicherin unter den besten 100.
Bundesliga-Krisenklub baggert an unglücklichem Füllkrug
In England unglücklich, beim DFB nur noch auf der Warteliste: Was wird nur aus Niclas Füllkrug? So urplötzlich wie der Stern des Stürmers rund um die WM 2022 aufging, so rapide ging er mit seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu West Ham United im Sommer 2024 wieder unter.
Der 32-Jährige sucht in diesem Winter einen Ausweg aus dem Null-Tore-Dilemma in der englischen Premier League. Mit einem Wechsel will er zumindest die minimale Chance auf eine Teilnahme an der WM 2026 wahren. So erscheint es, das berichtet der "Kicker", nun nicht mehr ausgeschlossen, dass Füllkrug ab Januar seinen bislang 157 Bundesliga-Spielen und 56 Toren weitere hinzufügen könnte. Ausgerechnet Krisenklub VfL Wolfsburg soll an ihm interessiert sein. Sportlich erst einmal mäßig interessant, aber durch fehlende Konkurrenz am Mittellandkanal für mögliche Spielpraxis spannend. Einem weiteren Vorteil hätte der Wechsel: Füllkrug wäre wieder in der Nähe seiner Heimat. Die findet sich in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover.
Neymar verhindert offenbar den Super-GAU
Mit seinem ersten Hattrick seit mehr als dreieinhalb Jahren hat Brasiliens Fußballstar Neymar seinem Klub FC Santos die wohl entscheidende Luft im Abstiegskampf in der Serie A verschafft. Der 33-Jährige, dessen Comeback nach einem Kreuzbandriss im Oktober 2023 von Verletzungen geprägt ist, erzielte beim 3:0 (0:0) gegen EC Juventude aus Caxias do Sul innerhalb von 17 Minuten alle Tore. Mit zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge geht der Pele-Klub nun in das Saisonfinale.
Für Neymar war es der erste Hattrick seit April 2022, damals im PSG-Trikot bei einem 6:1-Auswärtssieg gegen Clermont in der Ligue 1. Der ehemalige Star des FC Barcelona und von Paris Saint-Germain traf in der 56. und 65. Minute sowie per Elfmeter in der 73. Minute und erreichte damit die Marke von 150 Toren für seinen Jugendverein. Am Sonntag kann Santos gegen den Tabellendritten EC Cruzeiro den Verbleib in der Serie A sichern. Erst danach will sich Neymar Gedanken um seine Zukunft machen. "Zunächst möchte ich die Saison beenden, dann werde ich nachdenken. Mein Wille ist immer Santos an erster Stelle", antwortete er auf die Nachfrage zu seinem zum Jahresende auslaufenden Vertrag.
Bayern-Star Harry Kane beklagt sich nach Pokalspiel
Der FC Bayern muss im DFB-Pokal bei Union Berlin härter kämpfen als erwartet. Ein wildes 3:2 mit zwei Eigentoren und zwei Elfmetern hält die Spannung bis zur letzten Sekunde hoch. Nach Schlusspfiff zeigen beide Seiten Respekt - und sprechen über Standards, schwierige Platzverhältnisse und echte Mentalität.
Dreijähriger schreibt internationale Schach-Geschichte
Der erst drei Jahre alte Sarwagya Singh Kushwaha aus Indien hat als jüngster Spieler der Geschichte eine offizielle Wertungszahl des Weltschachverbands FIDE erreicht. Der Junge aus dem Bundesstaat Madhya Pradesh war am Tag des Rekords exakt drei Jahre, sieben Monate und 20 Tage alt. Damit unterbot er die bisherige Bestmarke des Inders Anish Sarkar, der im November 2024 mit drei Jahren, acht Monaten und 19 Tagen erstmals gelistet wurde. Mit den Wertungszahlen wird die Spielstärke bewertet.
Kushwaha, der noch in der Vorschule ist, besitzt eine Schnellschach-Wertungszahl von 1572 Punkten. Um eine FIDE-Zahl zu erhalten, muss ein Spieler mindestens einen Gegner mit bestehender Wertung besiegen. Der Vater des Wunderkindes, Siddharth Singh, sprach gegenüber indischen Medien von "einer Sache von großem Stolz und Ehre" und fügte hinzu: "Wir wollen, dass er ein Großmeister wird."
Kushwaha schlug bei Turnieren in seiner Heimat und anderen Regionen Indiens gleich drei gewertete Spieler. Zum Vergleich: Weltmeister Magnus Carlsen führt die Schnellschach-Weltrangliste mit einer Wertungszahl von 2824 an.
Mats Hummels fährt mit Jürgen Klopp zur WM 2026
Mats Hummels und Jürgen Klopp arbeiten bei der Fußball-WM wieder zusammen. Wenige Wochen nach seinem ehemaligen Trainer einigte sich auch Hummels mit der Telekom auf einen Vertrag als TV-Experte. Der frühere Profi trifft während des Turniers in Nordamerika auch auf seinen ehemaligen Mitspieler Thomas Müller, der im Sommer sein Debüt als Experte im Fernsehen gibt.
Hummels hat bereits erste Erfahrungen in dieser Rolle gesammelt. Nur wenige Tage nach dem Ende seiner Karriere als Fußballprofi hatte sich der Weltmeister von 2014 mit dem Internet-Sender Amazon Prime Video auf eine Zusammenarbeit bei den Übertragungen der Champions League geeinigt. Am Freitag wird er bei der von MagentaTV kostenlos übertragenen WM-Gruppen-Auslosung (17.45 Uhr) erstmals für die Telekom im Einsatz sein.
Hummels wurde mit dem FC Bayern an der Seite von Müller und mit Borussia Dortmund unter dem Trainer Klopp insgesamt fünfmal deutscher Meister und dreimal DFB-Pokalsieger. Ihren größten Erfolg im DFB-Team feierten die langjährigen Nationalspieler 2014 mit dem Gewinn des Weltmeistertitels in Brasilien.
Spektakuläres F1-Finale: Ralf Schumacher hat ein ganz seltsames Gefühl
Ralf Schumacher würde ein WM-Triumph von Lando Norris persönlich freuen - seine innere Stimme prophezeit vor dem finalen Drama-Dreikampf der Formel 1 an diesem Wochenende aber etwas anderes. "Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sich die McLaren in die Quere kommen und Max Weltmeister wird. Ich weiß auch nicht warum", sagte der ehemalige Formel-1-Pilot und Sky-Experte in einer Presserunde des Senders. "Obwohl ich persönlich wirklich gerne Lando als Weltmeister hätte", ergänzte der 50-Jährige. Norris, der immer wieder offen und öffentlich auch über seine Zweifel und mentalen Kämpfe spricht, würde noch mal ein anderes Publikum ansprechen. "Er ist eine interessante Persönlichkeit", betonte Ralf Schumacher.
Norris geht auch mit den besten Chancen beim Großen Preis von Abu Dhabi an diesem Sonntag (14 Uhr MEZ/Sky und im Liveticker auf ntv.de) an den Start. Platz eins, zwei oder drei und der 26 Jahre alte Brite wird erstmals Fahrer-Champion und zudem die Ära von Max Verstappen beenden. Der 28 Jahre alte Red-Bull-Pilot lag wiederum Ende August schon satte 104 Punkte hinter Platz eins, damals noch gehalten von Norris' McLaren-Teamkollege Oscar Piastri. Der 24 Jahre alte Australier ist mittlerweile auf den dritten Gesamtrang abgerutscht, 16 Punkte beträgt sein Rückstand auf Norris. Alle drei gewannen von den insgesamt 23 Rennen jeweils sieben.
Wildes Gerücht: Said El Mala winkt spektakuläres Angebot
Am Mittwoch stellte Said El Mala vom 1. FC Köln unmissverständlich klar, dass ein Abschied im Winter für ihn keine Option ist. Die Feuer der Gerüchteküche lodern dennoch weiter. Der FC Barcelona soll angeblich mit dem Gedanken spielen, den 19-Jährigen im Sommer nach Katalonien zu locken. Das berichtet das wilde Gerüchteportal "fichajes.net". Bei den Blaugrana soll sich demnach herauskristallisieren, dass die Kaufoption von Flügelstürmer Marcus Rashford nicht gezogen wird, als Ersatz soll El Mala in den Fokus gerückt sein.
Mit dem FC Bayern, PSG und Manchester City nennt der Bericht extrem prominente Konkurrenz, Barça soll allerdings zuversichtlich sein, das Rennen für sich zu entscheiden. Auch, da man den Youngster angeblich einen Stammplatz in Aussicht stellen soll. El Malas Vertrag in Köln endet erst im Sommer 2030, Berichte legten zuletzt allerdings nah, dass die Domstädter bei einer satten Offerte im Sommer gesprächsbereit wären.
Die sportlichen Schlagzeilen am Morgen
Khedira wirft dem FC Bayern mangelndes Fairplay vor
Der FC Bayern wankte, Union Berlin stemmte sich gegen das Aus im DFB-Pokal, am Ende verlor der FCU aber mit 2:3 in einem wilden Ritt gegen den Rekordsieger des Wettbewerbs. Kapitän Rani Khedira sprach hinterher von einer "unglücklichen" Niederlage. "Wir schießen beinahe drei Eigentore", sagte Khedira bei "Sky" zum Spielverlauf. Bayern sei aus dem Spiel heraus "kaum gefährlich" geworden. "Sie schießen die Tore, bei dem, was sie gut können": Standards. Sein Team habe nie aufgegeben, sei zurückgekommen und hatte Bayern "am Rande einer Verlängerung", betonte der Union-Profi. "Dann kann alles passieren."
Allerdings hatte Khedira auch etwas zu kritisieren. "Wenn du gegen so einen Gegner spielst und die spielen ab der 45. Minute auf Zeit, was zum Teil nicht geahndet wird, dann ist es Respekt genug." Auf Nachfrage betonte er, dass die Bayern ab der 45. Minute auf Zeit gespielt hätten. Besonders eine Szene war ihm ein Dorn im Auge. "Ja, ab der 45. Minute. Pavlovic ist natürlich verletzt – ich wünsche ihm alles Gute. Aber er hat zwei Minuten Zeit, sich hinzulegen. Und dann ist der Ball wieder im Spiel und dann muss er sich hinlegen", so Khedira. "So schindet er die Zeit, um wechseln zu können. Das ist kein Fairplay. Ich mache dem Jungen aber keinen Vorwurf, er soll schnell wieder gesund werden."
Florian Wirtz reagiert auf "Torklau" und ärgert sich über was anderes
Florian Wirtz dribbelte los, ließ zwei Gegenspieler aussteigen, zog ab - und der Ball landete im Tor. Doch weil Nordi Mukiele vom AFC Sunderland den Ball noch abfälschte, wurde der Premieren-Treffer von Wirtz für den FC Liverpool von der Premier League am Ende doch als Eigentor gewertet.
"Das spielt heute keine Rolle", sagte Wirtz bei Sky Sports UK. Der deutsche Nationalspieler ärgerte sich gar nicht so sehr über den "Torklau", Wirtz regte sich nach dem 1:1 (0:0) viel mehr über das Ergebnis auf: "Wir haben Unentschieden gespielt und wollten heute gewinnen. Wir hatten Pech." Zwar hatte Wirtz in der 81. Minute noch den Ausgleich erzwungen, aber nur ein Punkt zu Hause gegen Sunderland ist für die kriselnden Reds natürlich viel zu wenig - schließlich liegt die sündhaft teure Mannschaft von Teammanager Arne Slot auf ihrer Mission Titelverteidigung nur im Mittelfeld der Tabelle.
Thomas Müller kann es kaum erwarten, den Goat zu schlagen
Thomas Müller fiebert dem Duell mit Superstar Lionel Messi im MLS-Finale mit großer Vorfreude entgegen. "Was gibt es Schöneres als gegen den GOAT, gegen Messi zu spielen - und ihn zu schlagen?" schrieb der langjährige Nationalspieler von den Vancouver Whitecaps in seinem Newsletter. Müller trifft im Endspiel der nordamerikanischen Major League Soccer am Samstag (20.30 Uhr MEZ/Apple TV) mit den Whitecaps in Florida auf Inter Miami um den argentinischen Weltmeister Messi.
Müller könnte seinem neuen Klub dabei direkt in seiner ersten Saison in Kanada den ersten MLS-Triumph bescheren. "Job is not done. Ein Schritt fehlt noch", schrieb Müller, dem die ambitionierte Einstellung seines Klubs gefällt: "So kenne ich das vom FC Bayern - ein Halbfinale ist ganz nett, aber es geht logischerweise immer um die ganze Wurscht."
Vor dem Showdown im Chase Stadium in Fort Lauderdale gehe es darum, "die richtige Mischung aus Fokus und Lockerheit zu finden. Jeder auf seine Art und Weise. Wir kennen den Rhythmus und wissen, wie wir nun die letzten Trainingstage gestalten - das gibt Sicherheit", so Müller, der vor Inter Miami warnte: "Klar ist auch: Wir spielen gegen eine Mannschaft, nicht gegen einen Spieler. Die Whitecaps haben vor meiner Zeit Inter Miami schon geschlagen, auch mit Messi. Das gibt Selbstvertrauen."
Liverpool geschockt: "Gegner haben keine Angst mehr vor uns"
Liverpool-Trainer Arne Slot sucht weiter nach Erklärungen für die schwachen Leistungen der Reds. Nach dem 1:1 (0:0) gegen Sunderland ist der Titelverteidiger der englischen Premier League seit drei Spielen ohne einen Heimsieg. Immerhin konnte sie nach Niederlagen in der Liga (gegen Nottingham Forest) und in der Champions League (gegen PSV Eindhoven) diesmal einen Punkt erbeuten. Nur knapp konnte die zehnte Niederlage aus den vergangenen 14 Spielen vermieden werden.
Selbst das jedoch war hart erkämpft und wurde erst durch eine heldenhafte Rettungstat des italienischen Stürmers Federico Chiesa auf der eigenen Torlinie gerettet. "Eins steht fest", sagte der erneut ernüchterte Slot nach dem Unentschieden, "unsere Gegner haben keine Angst mehr vor uns." Der Niederländer wollte nicht ausschließen, dass Anfield vorerst seinen Schrecken verloren hat.
Zittersieg bei Union Berlin: FC Bayern zieht überraschende Schlüsse
Bayern-Stürmer Harry Kane sieht im Pokal-Kampfsieg bei Union Berlin einen weiteren Entwicklungsschritt für die Münchner. "Wir dominieren viele Spiele. Das war heute eine andere Art von Spiel, in dem wir etwas mehr Charakter und etwas mehr Zusammenhalt zeigen mussten. Und das haben wir wirklich gut gemacht", sagte der Engländer nach dem knappen 3:2 im Achtelfinale im Stadion An der Alten Försterei. "Ihr habt daran, wie wir gefeiert haben, gesehen, dass es ein wichtiger Moment für unsere Saison war." Der Torjäger hatte selbst per Kopf für das 2:0 gesorgt. Nach dem 3:1 sah alles nach einem ungefährdeten Bayern-Sieg. Doch Union kam wieder ran. Am Ende mussten die Münchner den Sieg mit allen Mitteln verteidigen.
"Das PSG-Spiel, das sind so Momente, an die du dich erinnerst, wenn du dann so eine Situation hast", sagte Sportvorstand Max Eberl mit Blick auf den Sieg in Paris vor einigen Wochen. "Da haben wir ja auch schon verteidigen müssen, da haben wir auch nicht viel Fußball nach vorne spielen können, weil wir einer weniger waren, aber haben eben die Verteidigung." Auch Trainer Vincent Kompany lobte: "In der zweiten Halbzeit hat sich das Spiel gedreht und dann haben wir ein anderes Gesicht gesehen von unserer Mannschaft. Die Jungs haben gekämpft."
Woltemade pfeift auf "deutsche Angelegenheit"
Nationalspieler Nick Woltemade lässt die hohe Ablösesumme bei seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zu Newcastle United kalt. "Das Gerede übers Geld ist eine ziemlich deutsche Angelegenheit. Mich hat in England noch niemand auf meine Ablöse angesprochen", sagte der 23-Jährige im Interview mit dem "Stern": "Ich musste mir auch noch keinen Spruch in der Kabine anhören. Die Leute haben sich an diese Summen offenbar gewöhnt."
Generell seien solche Ablösesummen im Fußball für ihn allerdings "surreal" und "nicht fassbar", so Woltemade: "Ich komme aus einfachen bürgerlichen Verhältnissen. Meine Mutter ist Floristin, mein Vater arbeitet bei einer Krankenversicherung." Er führe sich selbst aber immer wieder vor Augen, dass die Spieler die Preise nicht selbst machen. "Den Wert eines Spielers bestimmt der Markt", führte der Angreifer aus: "Insofern fühle ich mich nicht verantwortlich für diese Entwicklung."
Vom öffentlichen Wirbel rund um seine Zukunft habe er derweil im Sommer nur wenig mitbekommen. "Während dieses Wechseltheaters war ich drei Wochen im Urlaub, erst am Comer See, dann auf Mallorca", erklärte Woltemade: "Ich habe mein Handy ausgestellt, weil das mein Jahresurlaub war und ich den Kopf freibekommen wollte. Das geht nicht, wenn du ständig etwas über dich liest und dich womöglich ärgerst, weil Dinge falsch dargestellt werden."