Paul Breitner wäre 1998 beinahe Bundestrainer geworden, blickt auf diese Anekdote aber nicht im Groll zurück. "Es gibt für mich kein Hätte, Täte, Wäre", sagte der Weltmeister von 1974 im Klubmagazin "seines" FC Bayern. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe nach dem Rücktritt von Berti Vogts "eine riesige Chance, Tabula rasa zu machen", sagte Breitner damals, ehe sein Engagement beim Verband doch noch scheiterte. Er hätte das Amt "sofort" und auch "für neun Monate, zwölf Monate, ohne Vertrag" angetreten, sagte Breitner jetzt: "Ich hätte das gemacht, was sie auch heute wieder bräuchten: eine völlig neue Ausrichtung in der Ausbildung, im Training unserer Kinder und Jugendlichen."
Mit sich selbst ist Breiter "im Reinen", wie er betonte: "Wenn ich irgendwann mal mit mir nicht im Reinen gewesen wäre, hätte ich das sofort geändert. Da bin ich stur, konsequent. Ich kann nicht haben, dass ich mich anlüge."
