Bundestrainer Eric Frenzel sorgt sich nach dem Olympia-Aus um die Zukunft der Nordischen Kombination. "In spätestens zwei Jahren gibt es die Kombination nicht mehr", sagte der 37-Jährige der "Zeit". "Ich höre auch von Kollegen aus anderen Nationen, dass sie nicht wissen, wie es weitergehen soll", berichtete der dreimalige Olympiasieger. Auch die Sportler beschäftigt das Thema nach der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Sportart nach mehr als 100 Jahren bereits 2030 aus dem Programm zu nehmen. "Bei uns Athleten herrscht eine negative Stimmung", sagte Vinzenz Geiger. Es mache sich "ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit breit".
Die ersten Gespräche mit Förderern seien negativ gewesen, berichtete Frenzel: "Ich sehe da schwarz." Als er von der Entscheidung erfahren habe, habe ihm das "einen Schlag versetzt", erzählte Frenzel: "Ich verlor zunächst den Boden unter den Füßen." Geiger sprach derweil von einem "Riesenschock". Er habe sich wie "in einem Albtraum oder in einem schlechten Film" gefühlt. Ohne Olympia werde die Nordische Kombination "nie mehr der Sport sein, der er einmal war".
