Der Sport-TagKarl Geiger meldet sich nach Olympia-GAU
Karl Geiger jubelte kurz, dann winkte er in die Kamera und strahlte: Trotz der wohl endgültig verpassten Olympia-Teilnahme hatte das Sorgenkind des deutschen Skispringens im Land des Lächelns endlich wieder gute Laune. Das einzige Problem: Platz 14 im japanischen Sapporo beim erneuten Sieg des Dominators Domen Prevc kam für den Oberstdorfer zu spät.
"Auch wenn die Olympianorm am Ende knapp verpasst wurde, fühlt sich dieses Resultat wichtig an. Es zeigt mir, dass die Arbeit der letzten Wochen nicht umsonst war und dass ich auf dem richtigen Weg bin", schrieb Geiger bei Instagram nach seinem besten Ergebnis der Saison. Dem 32-Jährigen bleibt für die Winterspiele dennoch maximal die Rolle als Ersatzmann, die aber bislang nicht vorgesehen ist.
Geiger flog am Sonntag auf der Olympiaschanze von 1972 zweimal auf 128,0 m und hielt dem Druck stand - anders als tags zuvor, als er im zweiten Durchgang vom zwölften auf den 27. Platz abgestürzt war. Mit diesem Patzer habe er sich "selbst eine Chance genommen. Das tut weh, gerade in einer Phase, in der es um so viel geht", so Geiger.