Jürgen Klopp war von Nick Woltemade vor allem: überrascht. "Er ist größer, als ich dachte, um ehrlich zu sein", sagte der Bundestrainer über den Nationalstürmer und schmunzelte. Aber Probleme? "Es gibt andere Probleme im Leben" als jene Schwierigkeiten, die Woltemade in den vergangenen Monaten hatte, meinte Klopp. Das verkorkste Jahr in Newcastle, der Fehlschuss im Elfmeterschießen beim WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, dann die "Flucht" zu Juventus Turin und dort sofort Kritik in den Medien: Woltemade blickt auf unangenehme Zeiten zurück. Unter Klopp soll wieder Ruhe und Stabilität einkehren.
Auf der Insel habe Woltemade "am Ende praktisch jede Position gespielt", sagte Klopp, "wir haben nicht vor, ihn auf vielen verschiedenen Positionen einzusetzen. Wir denken, das so weit wie möglich vorne zu tun." Da sieht sich auch der 24-Jährige (zwölf Länderspiele, vier Tore) selbst - und nicht tief im Mittelfeld wie bei den Magpies. Kein Wunder also, dass Woltemade "einen total fröhlichen" Eindruck mache, wie Klopp ausführte: "Er ist happy - und wir sind total froh, dass er da ist." Bisher habe er den Angreifer "nur aus dem Fernsehen" gekannt, wie viele Spieler auch ihn, "das ist jetzt anders. Und das ist gut."
