Rassismus gegen DFB-Team

Jürgen Klopp: "Ich habe für Dummheit wenig Zeit"

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30.09.2026 | 19:30 Uhr
Nach der Niederlage des DFB-Teams gegen Griechenland spielen sich im Internet hässliche Dinge ab: Auf X tragen einige ihren Rassismus offen zur Schau. Jürgen Klopp reagiert deutlich.

Bundestrainer Jürgen Klopp hat einen flammenden Appell gegen Rassismus und Anfeindungen gegen "seine" Nationalspieler im Netz gehalten. "Es gibt keinen Grund, sich über diese Menschen Gedanken zu machen", sagte der 59-Jährige über Hasskommentare nach der Nations-League-Niederlage gegen Griechenland (0:1) in Augsburg und betonte: "Meine Gedanken kriegen sie nicht."

Er habe "im normalen Leben für Dummheit wenig Zeit und für die in den sozialen Medien auch nicht". Es sei "die große Krux unseres Lebens", dass das Internet allen eine Plattform gebe: "Wenn man es früher öffentlich machen wollte, musste man einen Leserbrief schreiben. Die Älteren unter uns erinnern sich." Heutzutage "hauen die Leute Sachen raus, da hab' ich noch gar nicht angefangen zu denken. Das ist Wahnsinn, wenn da sowas war."

Der Zusammenhalt unter seinen Spielern im Camp "könnte nicht großartiger sein", führte Klopp aus: "Die Welt dürfte sich ein Beispiel an einer Sportumkleidekabine nehmen. Da wird jeder genau aufgrund der richtigen Tatsachen respektiert und nicht aufgrund der falschen Meinung diskreditiert. Das beste Signal ist, dass es in der Mannschaft kein Thema ist. Das ist ja das Verrückte: In keiner Mannschaft, in keinem Sport ist das ein Thema."

Vor allem auf X hatten rechte Kreise und AfD-Landespolitiker die Aufstellung aus dem Griechenland-Spiel mit DFB-Mannschaftsfotos aus den frühen 2000er-Jahren verglichen - und dabei offensichtlich auf die Hautfarben der Nationalspieler angespielt. Auch der bekannte Rechtsextremist Martin Sellner hatte sich entsprechend geäußert.

Verwendete Quellen: ntv.de, ses/sid