Neymar bringt Hoffnung für die Brasilianer
Erstmals seit dem Start der Fußball-WM hat Superstar Neymar zumindest teilweise am Mannschaftstraining Brasiliens teilgenommen. Bei der Einheit in Morristown/New Jersey wurde der 34-Jährige herzlich von seinen Teamkollegen auf dem Rasen empfangen. Neymar lief durch ein Spalier seiner Mitspieler, die ihm lachend auf den Kopf und auf den Rücken klopften.

Der Rekordtorschütze der Selecao, der nach einer Verletzung an der rechten Wade wochenlang pausiert hatte, begann das Training zunächst etwas abseits des Teams, bevor er sich einer Besprechung im Kreis anschloss. Schon am Dienstag hatte Neymar individuell auf dem Feld trainiert, auch am Mittwoch absolvierte er Teile seiner Einheit allein. Ein Einsatz im zweiten WM-Gruppenspiel in Philadelphia gegen Haiti (Samstag, 2.30 Uhr/ARD, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) ist laut Informationen brasilianischer Medien unwahrscheinlich.
Französischer Traditionsklub muss Millionen an UEFA zahlen
Der französische Traditionsklub Olympique Marseille ist von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zu einer Geldstrafe von zehn Millionen Euro verurteilt worden. Wie AFP berichtete, hat der neunmalige französische Meister gegen das Financial Fairplay (FFP) der UEFA verstoßen. Der Klub, der die abgelaufene Saison in der Ligue 1 auf Platz fünf abgeschlossen und sich damit für die Europa League qualifiziert hatte, entgeht jedoch der härtesten Sanktion - dem Ausschluss vom europäischen Wettbewerb.
In einer Mitteilung droht die UEFA dem Verein dennoch mit einem Ausschluss vom "nächsten europäischen Wettbewerb", falls Marseille sich "in den kommenden drei Spielzeiten für einen Wettbewerb qualifizieren sollte", ohne innerhalb eines Jahres die finanziellen Auflagen zu erfüllen. Olympique Marseille teilte mit, die Entscheidung "zur Kenntnis genommen" zu haben, und ist der Auffassung, dass sie "vor allem eine Erinnerung" an seine "Verantwortung" darstellt und "mit wichtigen Auflagen einhergeht".
Laut den Vereinbarungen hätte ein Defizit von knapp 60 Millionen Euro über drei Spielzeiten durch den Anteilseigner Frank McCourt ausgeglichen werden müssen. Doch die Berichte der französischen Kontrollkommission für Vereine (DNCG) zeigten eine Verschlechterung der Nettoverluste von 12,6 Millionen Euro in der Saison 2022/2023 auf 39 Millionen in der Saison 2023/2024 und anschließend 105 Millionen in der darauf folgenden Spielzeit.
Bericht: Radikale Lehrer planen Blockade von WM-Stadion
Die radikale Lehrergewerkschaft CNTE plant Medienberichten zufolge Blockaden von Zugängen zum Aztekenstadion vor dem zweiten WM-Spiel in Mexiko-Stadt. Seit dem Morgen des Spieltags demonstrierte die CNTE für die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform. Laut Behörden sollen am Spieltag in Mexiko-Stadt insgesamt mindestens vier Demonstrationszüge und fünf Kundgebungen an verschiedenen Orten geplant sein, berichtete die Zeitung "Publimetro". Die Partie zwischen WM-Neuling Usbekistan und Kolumbien im Aztekenstadion wird um 20 Uhr Ortszeit (Donnerstag, 4 Uhr) angepfiffen. 11.000 Polizisten sind in der Stadt im Einsatz, knapp 8000 davon ums Stadion herum.
Aufgrund der Proteste wurden bereits vier Metrostationen geschlossen, auch einige Straßen wurden von der Polizei gesperrt. Das Sicherheitspersonal wurde wie schon beim WM-Auftaktspiel von Mitgastgeber Mexiko gegen Südafrika (2:0) deutlich erhöht. Vor knapp einer Woche war es dennoch vor einem Eingang des Aztekenstadions zu Zusammenstößen zwischen teilweise vermummten Demonstranten und der Polizei gekommen.
"Sehen sich ähnlich": Ex-Bundesliga-Star entschuldigt sich
Der frühere Bundesliga-Star Rafael van der Vaart hat mit einer diskriminierenden Aussage über Japans Fußball-Nationalspieler Kritik auf sich gezogen - und um Entschuldigung gebeten. Als Experte im niederländischen TV-Sender NOS hatte der 109-malige Nationalspieler den Ausgleich der Japaner gegen die Elftal (2:2) analysiert und dabei auf das Abwehrverhalten von Micky van de Veen geblickt. Dieser habe seinen Gegenspieler "komplett aus den Augen" verloren: "Schaut her, er ist völlig ungedeckt, van de Veen ist nirgends zu sehen", sagte van der Vaart und ergänzte mit Blick auf die japanischen Spieler: "Sie sehen sich natürlich alle ähnlich, vielleicht dachte er das." Die Bemerkung führte zu Schweigen im Studio, bevor van der Vaart hinzufügte: "Das ist natürlich ein Witz. Ich traue mich gar nicht, etwas zu sagen."

Plötzlich strömen alle Japaner auf die Kreuzung
In einer Stellungnahme von van der Vaarts Management, aus der "The Athletic" zitiert, hieß es, "dass es niemals seine Absicht" gewesen sei, "jemanden zu beleidigen, zu verletzen oder zu diskriminieren", van der Vaart lehne Rassismus in jeder Form ab und habe "Respekt vor Menschen jeder Herkunft und jeden Hintergrunds". Er verstehe, "dass manche meine Worte als verletzend empfunden haben", wurde der Vizeweltmeister von 2010 zitiert: "Das tut mir aufrichtig leid. Falls ich jemanden damit verärgert habe, bitte ich um Entschuldigung. Das war nie meine Absicht."
WM-Kommentator prangert Fälschung seiner Aussage an
Nach Berichten über eine angebliche rassistische Entgleisung in der Berichterstattung über das WM-Gruppenspiel zwischen Frankreich und Senegal hat sich ein argentinischer Sportkommentator über die Manipulation seiner Aussagen beschwert. "In den vergangenen Stunden ist digital manipuliertes Audio- und Videomaterial in Umlauf gekommen, in dem mir etwas in den Mund gelegt wird, das ich nie gesagt habe", schrieb Nicolás Haase bei X. "Es handelt sich nicht um einen aus dem Zusammenhang gerissenen Satz, sondern um eine absichtliche Verfälschung des ursprünglichen Inhalts."
Zuvor hatte das extrem rechte Nachrichtenportal La Derecha Diario einen Videoclip veröffentlicht, in dem der Kommentator angeblich sagt: "Die 1. Halbzeit in New Jersey geht zu Ende, Null für Frankreich, Null für Senegal, derzeit steht es für die beiden afrikanischen Länder unentschieden." Der letzte Teil wurde mutmaßlich mithilfe von Künstlicher Intelligenz eingefügt, in der Originalversion des Senders DSports ist er nicht zu hören. Wegen der afrikanischen Wurzeln mehrerer Nationalspieler wird die französische Auswahl in rechtsextremen Kreisen mitunter als afrikanisches Team bezeichnet. La Derecha Diario schrieb nach der Partie beispielsweise: "Frankreich gewinnt den afrikanischen Klassiker gegen Senegal 3:1."
Tod im Training: Spitzenteam trauert um 16-jähriges Rad-Talent
Das Rad-Team Lidl-Trek trauert um Shane O'Brien. Der 16-Jährige ist bei einem Trainingsunfall verstorben. Am Dienstag kollidierte er laut "Irish Times" mit einem geparkten Lkw und starb noch an der Unfallstelle. O'Brien galt als "talentierter Fahrer mit einer vielversprechenden Zukunft".
O’Brien bestritt sein letztes Rennen am 7. Juni, als er die dreitägige Côte d’Or Classic Juniors in Frankreich beendete.
Wenn die WM Job und Gesundheit gefährdet
Zahlreiche Fußballspiele laufen erst nach Mitternacht und bringen den Schlafrhythmus vieler Fans durcheinander. Die verringerte Ruhezeit kann die Konzentration im Beruf und auf dem Arbeitsweg beeinträchtigen. Auch der beliebte Schlummertrunk nach dem Spiel ist kontraproduktiv.

Wenn die WM Job und Gesundheit gefährdet
Zverev verliert Wiedersehen nach French-Open-Finale
French-Open-Sieger Alexander Zverev ist beim Rasenturnier im westfälischen Halle im Doppel mit seinem Kumpel Marcelo Melo ausgeschieden. Das deutsch-brasilianische Duo verlor im Vielfinale mit 6:7 (5:7), 3:6 gegen den Italiener Flavio Cobolli und den US-Amerikaner Ben Shelton. Im Aufeinandertreffen mit seinem italienischen Finalgegner von Paris unterlagen Zverev und Melo nach 1:15 Stunden Spielzeit.
Auch zwei weitere Duos mit deutscher Beteiligung mussten sich am dritten Turniertag des Rasenturniers in Ostwestfalen aus dem Teilnehmerfeld verabschieden. Die Titelverteidiger Kevin Krawietz und Tim Pütz haben zum Auftakt in die Rasensaison überraschend ihr erstes Spiel verloren. Gegen die Qualifikanten John Peers und Robert Galloway zogen die Deutschen in zwei Tiebreaks den Kürzeren und unterlagen mit 6:7 (3:7), 6:7 (8:10).
Cristiano Ronaldo sichert sich Rekord, der ihm wohl nicht schmeckt
Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo hat sich einen weiteren Rekord geholt - einfach, weil er alt ist. Mit 41 Jahren und 132 Tagen ist der Portugiese seit dem Anstoß des WM-Spiels in Houston der älteste Feldspieler, der jemals bei einer FIFA-Endrunde in der Startelf stand, wie der Datendienstleister Opta errechnete. Der mehrmalige Weltfußballer besetzte gegen die Demokratische Republik Kongo wie gewohnt die Sturmposition in der portugiesischen Auswahl, die zu den Mitfavoriten auf den Titel zählt.
Das DFB-Team hat wohl Wetterglück
Nach einem freien Tag hat Julian Nagelsmann mit der Fußball-Nationalmannschaft die Vorbereitung auf das zweite WM-Spiel auf dem Trainingsplatz aufgenommen. Bei hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad Celsius absolvierte der komplette Kader um Kapitän Joshua Kimmich nach den Aufwärmübungen ein spezielles Schusstraining als Wettkampfform in drei Gruppen auf flach liegende Tore ohne Torwart.
Das Ziel war dabei auch: Viele Erfolgserlebnisse vor dem Duell gegen die Elfenbeinküste am Samstag (22 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) in Toronto. In Kanada erwartet die DFB-Elf erneut kein Hitzespiel. In der Provinz Ontario sind für den Spieltag angenehme Temperaturen knapp über 20 Grad angesagt. Bereits beim 7:1-Auftakt gegen Curaçao kam der Spielplan den Nationalspielern unter dem Hallendach im klimatisierten Stadion in Houston entgegen.
Ex-Spieler wird wieder Trainer "seines" Vereins
Der niederländische Fußball-Spitzenklub Feyenoord Rotterdam setzt beim Neustart nach einer enttäuschenden Saison auf Trainer Giovanni van Bronckhorst. Der 51-Jährige tritt die Nachfolge von Robin van Persie an, der am 8. Juni freigestellt worden war. Für van Bronckhorst, der schon als Profi erfolgreich für Feyenoord gespielt hatte, ist es die zweite Amtszeit in Rotterdam: Er hatte das Team bereits von 2015 bis 2019 betreut.
Zuletzt arbeitete der Niederländer unter Arne Slot als Co-Trainer des FC Liverpool. Der englische Ex-Meister hatte erst am 12. Juni den Abschied van Bronckhorts bekannt gegeben. In Rotterdam erhält der Ex-Profi einen Zweijahresvertrag, der eine Option auf eine Verlängerung für ein weiteres Jahr enthält. Als Assistent wird Sipke Hulshoff fungieren. Auch der 51-Jährige arbeitete zuletzt in Liverpool. Rotterdam hat eine ganz schwache Saison hinter sich. Feyenoord hatte letztlich 19 Punkte Rückstand auf Meister PSV Eindhoven.
Bericht: Ex-US-Gouverneur als Investor bei Hertha BSC im Gespräch
Fußball-Zweitligist Hertha BSC könnte einen neuen Investor erhalten. Nach Angaben der "Bild" soll Phil Murphy Interesse an einem Einstieg beim finanziell klammen Klub haben. Der Berliner Klub wollte sich dazu nicht äußern. Kontakte mit Herthas Präsidiumsmitglied Ralf Thaeter sollen bereits stattgefunden haben. Der 68 Jahre alte US-Investor war von 2009 bis 2013 Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin und dem früheren Bundesligisten zugetan. Bis zum Januar 2026 war Murphy Gouverneur von New Jersey.
Murphy ist Gründer und Hauptbesitzer des US-Frauen-Fußballteams Gotham FC und soll bereits Gespräche mit dem Unternehmen A-Cap geführt haben, das knapp 79 Prozent der Anteile an der Hertha KGaA hält. A-Cap hatte die Anteile vom vorherigen Investor 777 Partners erworben. Dieser hatte zuvor 2023 die Anteile von Lars Windhorst erworben, der rund 374 Millionen Euro investiert hatte.
66.000 Fake-Trikots: Riesiger Schlag der spanischen Polizei
Der spanischen Polizei ist ein Schlag gegen den Handel mit gefälschten Fußball-Trikots gelungen. Bei einer großangelegten Razzia in 15 Orten in Spanien wurden mehr als 66.000 Trikots konfisziert und 95 Personen festgenommen. Dies teilte die nationale Polizei mit. Schwerpunkte der Razzia waren demnach die Großstädte Barcelona, Madrid und Málaga. Die Maßnahme sei in Zusammenarbeit mit Europol und Interpol erfolgt. Auf dem Schwarzmarkt hätten die Produkte schätzungsweise zwei Millionen Euro eingebracht, der dadurch entstehende Schaden für die "Inhaber der gewerblichen Schutzrechte" werde auf mehr als sieben Millionen Euro geschätzt.
Insgesamt seien "mehr als 16 Tonnen gefälschter Ausrüstungsgegenstände" konfisziert worden. Es handle sich um eine "internationale Aktion gegen Sportpiraterie", die als "Reaktion auf die massive Flut gefälschter Produkte im Vorfeld der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada eingeleitet" worden sei.
"God save the king"? Tuchel schweigt lieber
Schweigen bei der WM-Premiere: Thomas Tuchel will auch zum Auftakt der englischen Titeljagd nicht die Nationalhymne mitsingen. "Ich glaube, so weit sind wir noch nicht", sagte der 52-Jährige dem Telegraph vor dem Duell der Three Lions gegen Kroatien (22 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) - fügte aber vielsagend an: "Vielleicht ganz am Ende." Seit seiner Vorstellung auf der Insel im Oktober 2024 begleitet Tuchel die Debatte um "God Save the King". Für viele englische Fans ist es ein Unding, dass sich ihr Nationaltrainer bei der Hymne zurückhält.
Der Deutsche steht aber zu seiner Entscheidung. "Zunächst einmal habt ihr eine sehr kraftvolle, emotionale und bedeutungsvolle Nationalhymne, und ich könnte nicht stolzer sein, an der Seitenlinie zu stehen und die englische Nationalmannschaft zu leiten", hatte Tuchel im vergangenen Jahr einmal mehr betont: "Es bedeutet alles. Aber ich spüre, dass es so bedeutungsvoll, so emotional und so kraftvoll ist, dass ich mir das Recht, sie zu singen, erst verdienen muss." Er habe "das Gefühl, dass es nicht einfach so selbstverständlich ist. Man kann sie nicht einfach so singen." Sollte es Tuchel - 60 Jahre nach dem bislang einzigen WM-Triumph des Mutterland des Fußballs - mit England bis ins Finale am 19. Juni vor den Toren New Yorks schaffen, würde er sein Schweigen wohl erstmals brechen.
Kleiner Mexiko-Fan geht mit Weihnachtspulli viral

Mexiko-Fan erobert mit Weihnachtspulli Millionen Herzen
Weil er sich kein Trikot leisten kann, trägt ein kleiner Mexiko-Fan bei der WM einen Weihnachtspullover und geht damit im Netz viral. Nach einer erfolgreichen Suche im Internet wird der Junge gefunden. Seine Geschichte endet mit einer großen Überraschung durch einen Fußball-Star.
Wieder WM-Debütant: Dieser Schiri pfeift das zweite DFB-Spiel
Wieder ein WM-Neuling an der Pfeife: Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay leitet das zweite WM-Vorrundenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Samstag (22 Uhr MESZ/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) in Toronto gegen die Elfenbeinküste. Schon beim Endrunden-Auftakt des viermaligen Weltmeisters war ein WM-Debütant im Einsatz. Der Marokkaner Jalal Jayed hatte mit der Leitung der Partie gegen Curacao (7:1) aber keine Mühe.
Der 43 Jahre alte Benitez wird von seinen Landsleuten Eduardo Cardozo und Milciades Saldivar an den Seitenlinien unterstützt. Als Vierter Offizieller ist Khalid Alturais aus Saudi-Arabien im Einsatz. Der in Asuncion geborene Benitez steht seit 2019 auf der FIFA-Liste. Er war 2024 bei der Copa America im Einsatz, bei der Klub-WM im vergangenen Jahr pfiff er das Gruppenspiel zwischen Borussia Dortmund und den Mamelodi Sundowns aus Südafrika (4:3). Nationalspieler Felix Nmecha hat daran gute Erinnerung - er traf damals für den BVB.
Im TV-Studio: Österreichische Kommentatoren rasten bei Tor aus
Österreich feiert unter Trainer Ralf Rangnick nach dem 3:1-Auftaktsieg über Jordanien den ersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft seit 1998. Die österreichischen Kommentatoren kommen nach dem Traumtor von Romano Schmid gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus.
Weltmeister von 1990 verteidigt Sané
Pierre Littbarski kann die anhaltende Kritik an Leroy Sané nach dem 7:1-Auftaktsieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Curacao bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada nicht nachvollziehen. "Ich bin immer ein Kritiker von Leroy Sané gewesen, aber gegen Curaçao fand ich auch ihn gut", sagte der Weltmeister von 1990 im Interview mit ran.
Sané war bei dem Kantersieg am Sonntag als einziger deutscher Offensivspieler ohne Scorerpunkt geblieben. "Er hat seine Torchancen gehabt", räumte Littbarski ein, "es wäre natürlich schön gewesen, wenn er ein Erfolgserlebnis gehabt hätte." Dennoch findet der 66-Jährige, dass "die Mannschaft genauso weiterspielen" solle.
"Riesige Enttäuschung" für wichtigen Vingegaard-Helfer
Schlechte Nachrichten für Jonas Vingegaard: Sein wichtiger Helfer Wout van Aert fällt für die Tour de France aus. Wie das Team Visma-Lease a bike zweieinhalb Wochen vor dem Start in Barcelona mitteilte, laboriert der Belgier weiter an einer Ellbogenverletzung und wird nicht rechtzeitig fit für die Frankreich-Rundfahrt (4. bis 26. Juli).
"Das ist natürlich eine riesige Enttäuschung", sagte van Aert: "Die Tour de France ist eines meiner Hauptziele in jedem Jahr. Gemeinsam mit dem Team sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es nicht möglich ist, in Topform in die Tour zu starten. Mein Fokus liegt nun auf meiner Genesung, damit ich im späteren Saisonverlauf zurückkehren kann."
Van Aert hatte sich die Verletzung bei einem Trainingssturz vor der Tour Auvergne Rhone-Alpes zugezogen. Dennoch ging der Paris-Roubaix-Sieger an den Start. Während der Tour-Generalprobe entwickelte sich allerdings eine Infektion an der Wunde am Ellbogen. Trotzdem gewann van Aert die fünfte Etappe, danach stieg er aus.
"Tuchel steht weniger unter Druck als einige seiner Vorgänger"
Seine Kaderauswahl polarisiert, sein detailversessener Stil sowieso: Thomas Tuchel startet mit England heute Abend gegen Kroatien (22 Uhr/MESZ) in sein erstes großes Turnier. Wird es auch Tuchels letztes sein, wenn er den Titel nicht gewinnt? "Nein, ich denke nicht. Außer es ist ein wirklich schlechtes Turnier", prognostiziert Reporter Richard Jolly vom britischen "The Independent" in der heutigen Podcastfolge von "ntv Sport". Der Experte nennt mehrere Gründe für seine Annahme: "Erstens, Thomas Tuchel trainiert momentan wirklich gerne die englische Nationalmannschaft. Natürlich müssen wir abwarten, ob das so bleibt. Zweitens, Tuchel steht weniger unter Druck als einige seiner Vorgänger."
Jolly hält es für vorteilhaft, dass Tuchel kein Engländer ist und nicht das ganze Jahr in England lebt. Zudem habe der englische Fußballverband FA "eigentlich keine andere Strategie", als auf den Deutschen Trainer zu setzen. "Bei der FA sieht man die Chance auch größer, die EM 2028 zu gewinnen." Die nächste Europameisterschaft findet in England, Schottland, Wales und Nordirland statt.
Außerdem Thema in der heutigen Podcastfolge: Messis magische Nacht in Kansas. Spitzenleistungen der Torjäger Mbappé und Haaland sowie Österreichs Auftaktsieg beim WM-Comeback nach 28 Jahren.
ntv Sport - der WM-Podcast
"ntv Sport - der WM-Podcast" ist das tägliche Audio-Briefing zur Fußball-WM. Das Format bringt die wichtigsten Entwicklungen der WM-Nacht, alle Ergebnisse, zentrale Stimmen und aktuelle Reporter-Informationen jeden Morgen schnell, klar und relevant auf den Punkt.
Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, RTL+, Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden.
Bericht: Transfer eines WM-Torschützen zum FC Bayern kurz vor Abschluss
Der Transfer des marokkanischen Nationalspielers Ismael Saibari von der PSV Eindhoven zum FC Bayern steht allem Anschein nach kurz vor dem Abschluss. Der 25 Jahre alte Offensivspieler, der im ersten WM-Spiel seiner Mannschaft gegen Brasilien (1:1) den Führungstreffer erzielt hatte, absolvierte offenbar am Dienstag Ortszeit im Trainingscamp der Marokkaner in Basking Ridge im US-Bundesstaat New Jersey seinen Medizincheck für die Münchner.
Saibari, der mehrere Positionen in der Offensive besetzen kann, gilt als Wunschspieler von Bayern-Trainer Vincent Kompany. Der deutsche Rekordmeister und die PSV sollen sich nach Medieninformationen bereits auf eine Ablösesumme geeinigt haben, laut "Bild" soll sie inklusive Bonuszahlungen knapp unter 55 Millionen Euro liegen. In Eindhoven läuft Saibaris Vertrag noch bis 2029.
Im Training am Dienstag fehlte Saibari zunächst. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP unterzog er sich währenddessen der medizinischen Untersuchung durch den Münchner Mannschaftsarzt Dr. Jochen Hahne, der zudem Teamarzt der in Winston-Salem/North Carolina stationierten deutschen Nationalmannschaft ist.
Drohnen-Absturz: Spionagevorfall bei WM-Team?
Ein möglicher Spionagevorfall sorgt beim WM-Teilnehmer Südkorea für Aufregung. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll das nicht öffentliche Training des Teams in Zapopan vor dem wichtigen zweiten WM-Spiel gegen Co-Gastgeber Mexiko mit Hilfe einer Drohne ausgekundschaftet worden sein.
Die Drohne sei am Dienstag zu Beginn des Trainings gesichtet worden, als sich die Spieler um ihren Star Heung-Min Son in Zapopan aufwärmten. Ein mexikanischer Militärangehöriger, der im Basiscamp der Mannschaft stationiert ist und für die Störung von Drohnen zuständig ist, habe das Flugobjekt zum Absturz gebracht.
Verdacht auf Kieferbruch: Österreich bangt um Bundesliga-Profi
Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft bangt nach dem WM-Auftaktsieg gegen Jordanien um Innenverteidiger Stefan Posch. Der 29-Jährige vom Bundesligisten Mainz 05 hat sich bei einem Zusammenprall möglicherweise einen Kieferbruch zugezogen.
Posch habe "Kieferschmerzen. Im Moment muss man einfach schauen, der Kiefer hat wohl ein bisschen geknackst. Aber wir wissen erst nach einem Röntgenbefund mehr. Wir müssen hoffen, dass es kein Kieferbruch ist. Wenn es das wäre, dann würde er tatsächlich für den Rest des Turniers ausfallen", sagte ÖFB-Trainer Ralf Rangnick nach dem 3:1 (1:0) zum Turnierstart. Posch hatte trotz der Probleme gegen Jordanien durchgespielt.
Schiri-Experte legt sich fest: Messi hätte Rote Karte sehen müssen
Messi-Wahnsinn bei der WM 2026. Der argentinische Superstar hat bei Argentiniens Auftakt zur Fußball-Weltmeisterschaft gegen Algerien (3:0) alle drei Tore für die "Albiceleste" erzielt. Damit steht Messi nun bei 16 WM‑Toren und ist mit Miroslav Klose gleichgezogen. Doch hätte es so weit gar nicht kommen dürfen?
Visum-Ärger: WM-Überraschung darf auf Wiedervereinigung mit Mutter hoffen
Die sensationelle WM-Premiere ihres Sohnes hatte die Mutter von Kap Verdes Fußballheld Vozinha verpasst - mithilfe des US-Außenministeriums soll sie beim zweiten Auftritt aber live dabei sein. Wie ein Sprecher laut eines CNN-Berichts mitteilte, versuche das Außenministerium, der Mama des 40 Jahre alten Keepers ein Visum auszustellen und sie so in die Vereinigten Staaten zu bringen.
Nach dem überraschenden 0:0 der Afrikaner zum Auftakt gegen den Europameister Spanien hatte Vozinha erklärt, dass seine Mutter "wegen eines Visaproblems und der damit verbundenen Kosten" nicht in Atlanta sein konnte. "Wir haben es nicht rechtzeitig geschafft, und ich würde mir wünschen, dass sie hier wäre", sagte der Torhüter.
Williams-Tochter bringt spektakuläres Doppel ins Rollen
Tennis-Legende Serena Williams blickt voller Vorfreude auf das Doppel mit ihrer Schwester Venus in Wimbledon. Die Idee dazu stammte allerdings nicht von ihr selbst, wie sie verriet: "Meine Tochter Olympia hat mir gesagt, ich solle in Wimbledon mit Venus spielen. Sie ist sehr ernsthaft und weise, also habe ich gesagt: 'Okay, Olympia, schauen wir mal, ob wir das hinbekommen.'" Und schob hinterher: "Ich glaube, das wird Spaß machen."
Wenige Stunden vor ihrem Match in Berlin hatte der Wimbledon-Veranstalter bekannt gegeben, dass Serena (44) und Venus Williams (45) eine Wildcard für den Doppel-Wettbewerb des Grand Slams (ab 29. Juni) erhalten.
Senegals Kapitän kritisiert Einreiseverbot für Fans
Senegals Kapitän Kalidou Koulibaly bedauert, dass viele Fans aus seiner Heimat nicht zur Unterstützung des früheren Afrikameisters bei der Fußball-WM einreisen können. "Ich denke, jedes Team kann seine eigenen Leute haben, deshalb verstehe ich nicht, warum Menschen aus Afrika nicht ihre eigenen Leute haben können", sagte der 34-Jährige dem Portal "The Athletic".
Die Einreisebestimmungen in den USA sind ein großes Thema rund um diese WM. Auch Fans aus Senegal und der Elfenbeinküste sind von Einschränkungen betroffen. Die Senegalesen verloren ihr Auftaktspiel gegen Frankreich am Dienstag mit 1:3 (0:0). Die Partie fand in East Rutherford statt - vor den Toren New Yorks, wo verhältnismäßig viele Landsleute der Westafrikaner leben.
Haaland gibt den Partybefehl
Erling Haaland strahlte. "Das erste Tor war nice, und das zweite noch besser", sagte Norwegens Superstar, der bei seinem WM-Debüt gleich mal mit einem Doppelpack startete. Und so die Fußball-Wikinger zu einem erfolgreichen Comeback auf der großen Bühne führte. "Ich hoffe, die Fans feiern jetzt ein bisschen", sagte Haaland und gab damit den Partybefehl.
Durch das 4:1 (2:1) gegen den Irak besitzen Haalands Norweger nach ihrem ersten WM-Spiel seit 1998 gute Karten auf das Weiterkommen. Nächster Gegner ist der Senegal, danach wartet noch Titel-Topfavorit Frankreich in Gruppe I.
Mit diesem Treffer stellt Messi den Klose-Torrekord ein
Schon in seinem ersten Spiel im Turnier macht Lionel Messi klar: Miroslav Kloses Torrekord wird diese WM wohl nicht überstehen. Quasi im Alleingang führt der Superstar seine Argentinier zu einem deutlichen Sieg über Algerien. Sein drittes Tor an diesem Tag bedeutet bereits die Rekord-Einstellung.
"Seine Statistiken spiegeln es wider": Portugals Trainer findet große Worte für Ronaldo
Portugal setzt bei der Fußball-WM trotz anhaltender Debatten um seine Rolle erneut auf Cristiano Ronaldo als zentrale Figur. "Er ist ein Vorbild und eine Referenz für den Fußball", sagte Nationaltrainer Roberto Martinez vor dem Auftakt am Abend (19 Uhr MESZ/ZDF, MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) in Houston gegen die DR Kongo.
Für den 41-jährigen Ronaldo wird es bereits die sechste WM-Teilnahme, "aber ich kann sagen, dass es innerlich für ihn wie seine erste Weltmeisterschaft wirkt", sagte Martinez: "Innerhalb der Mannschaft ist er ein unverzichtbarer Spieler, denn er ist der Torjäger. In unserem Offensivspiel spiegeln seine Statistiken wider, wie wichtig er ist."
Der Trainer selbst wird sein Amt nach der XXL-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada niederlegen. "Mein Vertrag läuft nach der Weltmeisterschaft aus. Das ist nichts Neues, sondern einfach eine Tatsache", bestätigte Martinez entsprechende Berichte, die wenige Stunden zuvor als exklusive News verkauft wurden:
Bericht: Ex-Bundesliga-Star sorgt in WM-Camp für "toxische Richtung"
Sorgt Granit Xhaka für ein "toxisches" Umfeld im Schweizer Nationalteam? Wie die Boulevardzeitung "Blick" auf Grundlage von "mehreren Quellen" berichtet, sollen einige Spieler der Eidgenossen aufgrund der strengen Ansagen des Anführers "verunsichert sein oder sich nicht wohlfühlen im Camp". Xhaka hatte seine Mitspieler nach dem verpatzten WM-Auftakt gegen Katar (1:1) scharf kritisiert und unter anderem gefordert, die "Nati" müsste "mit beiden Beinen auf den Boden kommen".
Der 33-Jährige, 2024 deutscher Meister mit Bayer Leverkusen, ist der Kapitän und klare Leader bei den Schweizern. Schon nach der WM-Generalprobe gegen Australien (1:1) hatte er Kritik geübt, sich selbst dabei aber nicht ausgenommen. Nach dem enttäuschenden Remis gegen den Außenseiter Katar legte er nach und mahnte fehlende Disziplin an. Es gehe darum, "die Realität zu verstehen. Wir müssen nicht über den Titel reden oder über die beste WM der Geschichte. Wir sind aktuell nicht so weit!".
Im Camp soll es laut "Blick" nun "zu viel Negativität" geben, "die die Stimmung im Team beeinträchtigt". Zudem soll es in eine "toxische Richtung" gehen. Xhaka, mittlerweile beim FC Sunderland in der Premier League unter Vertrag, sei innerhalb des Teams und im Training sehr kritisch.
20 Jahre nach der WM in Deutschland: Messi schreibt Geschichte
Lionel Messi hat sich erneut in die Fußball-Geschichtsbücher eingetragen. Mit seinem 200. Länderspiel beim WM-Auftakt gegen Algerien ist der argentinische Superstar genau 20 Jahre nach seinem WM-Debüt nun der erste Spieler der Geschichte, der bei sechs Weltmeisterschaften auf dem Platz stand.
Sein ewiger Rivale Cristiano Ronaldo kann nur etwas mehr als einen halben Tag später beim Auftaktspiel der Portugiesen in Houston gegen die Demokratische Republik Kongo nachziehen, doch erst einmal gehörte die Bühne am Dienstagabend (Ortszeit) im Stadion der Kansas City Chiefs "La Pulga".
Für Mexikos Kult-Torhüter Guillermo Ochoa ist die XXL-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada ebenfalls seine sechste WM. Allerdings kam der 40-Jährige bislang in nur bei drei Turnieren zum Einsatz. Messi hatte sein WM-Debüt am 16. Juni 2006 bei der WM in Deutschland mit 18 Jahren und 358 Tagen bei Argentiniens 6:0-Sieg gegen Serbien und Montenegro gefeiert.
100-Meter-Star sprintet zu Weltbestzeit
100-Meter-Olympiasieger Noah Lyles hat auf einer ungewöhnlichen Strecke eine Weltbestzeit erzielt. Der US-Amerikaner rannte die 150 Meter beim Golden-Spike-Event im tschechischen Ostrava in 14,67 Sekunden und pulverisierte damit die bisherige Bestzeit des Jamaikaners Kishane Thompson (14,92 Sekunden) aus dem April. Zwangsläufig war die Zeit gleichbedeutend mit dem Sieg des Rennens: Hinter Lyles kamen der Südafrikaner Sinesipho Dambile (14,78 Sekunden) und der Australier Gout Gout (14,96 Sekunden) ins Ziel.
"Gab es jemals Zweifel?", sagte der euphorische Lyles mehrfach dem tschechischen Fernsehen: "Wir sind gekommen, um eine Show zu bieten." Schon im Vorfeld hatte der Sprinter, der mit seiner Goldmedaille über 100 Meter bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 den bislang größten Erfolg seiner Karriere gefeiert hatte, angekündigt, den Rekord zu brechen: "Ich habe den Weltrekord gesehen und fand ihn etwas langsam, daher müssen wir ihn deutlich verbessern", befand der 28-Jährige
US-Stadt warnt Teams vor dem "Rocky-Fluch"
Lasst die Rocky-Statue in Ruhe – oder lebt mit den Konsequenzen! Mit einem Augenzwinkern, aber durchaus auch etwas Ernst, warnt die Tourismusbehörde Visit Pennsylvania auf ihrem Instagram-Kanal die Fans bei der Fußball-WM vor dem "Fluch der Rocky Statue", der schon so manche Sportmannschaft erwischte.
Das bislang letzte Opfer: Ecuador. Vor dem WM-Spiel am Sonntag (Ortszeit) gegen die Elfenbeinküste stiegen die Fans der Südamerikaner die Stufen vor dem Philadelphia Art Museum hinauf und hüllten das berühmte Denkmal des Boxers Rocky Balboa, einem fiktiven Film-Charakter, in ein gelbes Trikot ihrer Mannschaft. Blöd für sie: Der anschließende WM-Auftakt ging 0:1 verloren.
Der Rocky-Fluch traf in der Vergangenheit einige NFL-Teams. Die Minnesota Vikings (2018), die New England Patriots (Super Bowl 2018) und die San Francisco 49ers (2023) – alle haben ihr Team-Trikot auf den ikonischen Boxer gezogen, nur um kurze Zeit später Niederlagen zu kassieren.








