Nach "Kuhdung-Pech" schon wieder Tour-Aus für Pechvogel
Der belgische Radprofi Arnaud De Lie bleibt in diesem Jahr der Pechvogel der großen Rundfahrten. Der Sprinter des Teams Lotto-Intermarché gab auf der dritten Etappe der Tour de France auf, nachdem er bereits früh abreißen lassen musste und weit hinter dem Feld herfuhr. "Das ist natürlich eine riesige Enttäuschung", sagte De Lie: "Ich hatte monatelang daran gearbeitet, für diese Tour de France bereit zu sein, und davon geträumt, bei den Sprintankünften um den Sieg zu kämpfen."
De Lie hatte vor dem Grand Départ in Barcelona an einer Magen-Darm-Infektion gelitten, danach quälte sich der 24-Jährige trotz stetiger Fortschritte durch die ersten beiden Etappen. Heute reichte dann an den letzten Anstiegen bei knapp 40 Grad die Kraft nicht mehr, wie sein Rennstall mitteilte. Schon beim Giro d'Italia hatte De Lie auf der vierten Etappe entkräftet aufgeben müssen, damals litt er unter einem Virusinfekt. Diesen hatte er, wie danach rekonstruiert wurde, unter kuriosen wie unappetitlichen Umständen erlitten: Bei einem Rennen kurz vor dem Giro war De Lie regennasser Kuhdung von der Straße in den Mund gespritzt - und in diesem befand sich der Erreger. Auch mehrere andere Fahrer infizierten sich.
Trotz aller Proteste: US-Star Balogun in der Startelf
Die amerikanische Fußball-Nationalmannschaft setzt im WM-Achtelfinale gegen Belgien auf Stürmerstar Folarin Balogun in der Startelf. Der 25-Jährige steht in der Formation von Nationaltrainer Mauricio Pochettino, nachdem der Fußball-Weltverband FIFA überraschend die Rotsperre aufgehoben hatte.
"Das ist eine Verarscherei!"

Trotz scharfer Kritik und eines Antrags der Belgier ist Balogun für die Partie (2 Uhr MESZ/ARD, MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) in Seattle spielberechtigt, obwohl er beim 2:0 gegen Bosnien-Herzegowina eine Rote Karte gesehen hatte.
Nach Portugal-Aus: Trainer Martinez räumt seinen Posten
Nach dem Aus im Achtelfinale der WM hat Roberto Martinez seinen Rücktritt als Portugals Fußball-Nationaltrainer bestätigt. "Es ist sicher, dass dies mein letztes Spiel für Portugal war. Ich möchte mich beim portugiesischen Volk bedanken. Ich nehme eine Erinnerung mit, die mir ein Leben lang bleiben wird", sagte der Coach, der mit seinem Team 0:1 (0:0) an Europameister Spanien gescheitert war.
"Die Spieler haben unglaubliche Arbeit geleistet, sie sind sehr talentiert und haben sich mit ganzem Engagement für das Team eingesetzt", betonte Martinez. Der Spanier hatte das Team Anfang 2023 übernommen und im Sommer 2025 zum Triumph in der Nations League geführt. Beim Finalturnier in Deutschland hatte Portugal Spanien im Elfmeterschießen geschlagen, beim Wiedersehen bei der WM besiegelte ein später Gegentreffer durch Mikel Merino (90.+1) das Aus.
Intervenieren wie Trump? Tuchels Engländer prüfen Protest gegen Rote Karte
Auf die FIFA droht nach der Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun eine Protestwelle zuzurollen. Nach Informationen englischer Medien plant etwa der englische Verband FA, seine Optionen für einen Einspruch gegen die Rote Karte für Jarell Quansah aus dem Achtelfinale gegen Mexiko (3:2) zu prüfen. Ein Platzverweis zieht normalerweise automatisch eine Sperre von einem Spiel nach sich, Balogun wurde nach Intervention von US-Präsident Donald Trump von der FIFA "begnadigt", seine Sperre von einem Spiel zur Bewährung ausgesetzt.
Englands Teammanager Thomas Tuchel hatte nach dem Spiel darauf beharrt, dass der Platzverweis für Quansah, der bei Bundesligist Bayer Leverkusen unter Vertrag steht, nicht gerechtfertigt gewesen sei. Wie im Fall von Balogun wurde auf dem Feld zunächst kein Foul gepfiffen, der Schiedsrichter, Alireza Faghani aus dem Iran, griff erst nach der Intervention durch den VAR zur Roten Karte. England spielte dadurch ab der 54. Minute in Unterzahl.
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Englands Premier mischt sich bei WM ein
Sogar die britische Regierung hat sich in die hitzige Diskussion um die geplante Vorverlegung des England-Krachers gegen Mexiko eingeschaltet. Zwei Tage vor dem epischen Duell im WM-Achtelfinale in Mexiko-Stadt hatte es geheißen, die Partie solle wegen Gewitter-Gefahr um satte sechs Stunden vorverlegt werden auf 12 Uhr mittags Ortszeit. Warum es dazu nicht kam, erklärte Premierminister Sir Keir Starmer nun laut der britischen Nachrichtenagentur PA: "Wir mussten mit der FA (englischer Fußballverband) kämpfen, um den ursprünglichen Anpfiff wieder durchzusetzen, was eigentlich nicht naheliegend war."
Berichten zufolge hatte sich auch der mexikanische Verband gegen eine Vorverlegung ausgesprochen. Allerdings hatte es mehrere Stunden keine Klarheit gegeben. Letztlich konnte die denkwürdige Partie, die im Aztekenstadion mit einem dramatischen 3:2-Sieg Englands in Unterzahl endete, erst eine Stunde später angepfiffen werden wegen eines Gewitters, das am Nachmittag begonnen und länger angedauert hatte.
Belgien gibt sich in Causa Balogun nicht geschlagen
Der belgische Fußball-Verband (RBFA) gibt in der Causa Folarin Balogun nicht auf und droht weitere Schritte an. Sofern der Stürmer, dessen Sperre der Weltverband FIFA aufgehoben hatte, beim WM-Achtelfinale (2 Uhr/ARD, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) gegen Gastgeber USA "auf dem Spielberichtsbogen des Schiedsrichters aufgeführt sein sollte", würde Belgien "die Spielberechtigung des Spielers anfechten".
Darüber habe der RBFA den US-Verband informiert. "Damit bleiben alle weiteren Schritte offen", hieß es vonseiten der Belgier. Das Statement war eine Reaktion auf die Entscheidung der FIFA-Berufungskommission, welche zuvor den belgischen Antrag gegen die Aufhebung der Sperre Baloguns als "unzulässig" abgewiesen hatte.
Ronaldo geht vor Spanien-Duell auf Reporter los
Cristiano Ronaldo sorgt abseits des Rasens für Aufsehen: Vor dem wichtigen Achtelfinal-Spiel gegen Spanien konfrontiert der Kapitän der Portugiesen einen brasilianischen Journalisten. Anschließend äußert er sich auch zu seiner langen Karriere und dem Willen, die nächste Runde zu erreichen.
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