Als Jürgen Klopp seinen Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund unterzeichnete, nahm der neue Bundestrainer durchaus überraschend Marc Kosicke mit zum DFB. Der Berater und enge Vertraute des 59-Jährigen sollte als "Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation" zum Team des gebürtigen Stuttgarters gehören. Einem Medienbericht zufolge wirft die Personalie aber intern große Fragen auf.
Laut der "Süddeutschen Zeitung" ist von "wachsenden Irritationen" beim DFB die Rede. Demnach habe der Aufsichtsrat des Verbandes "keine detaillierten Angaben" zu dem Engagement von Marc Kosicke bekommen und sei bei der Personalie "überrumpelt worden". Für viele Mitglieder des Gremiums sei es überraschend gewesen, dass Jürgen Klopp seinen engen Vertrauten mit zur Nationalmannschaft gebracht hat.
Welche Aufgaben die rechte Hand Klopps beim DFB übernehmen soll, das gibt demnach intern ebenfalls Rätsel auf. Hinzu kommt laut der SZ, dass auch die Nebentätigkeiten des 55-Jährigen als Berater für Rätselraten in Frankfurt am Main sorgen. So ist unklar, ob Kosicke bei der Onside Sports GmbH, die auf die Organisation von Testspielen und Trainingslagern spezialisiert ist, weiterhin seine Finger im Spiel hat. Den Recherchen der Tageszeitung zufolge ist der Klopp-Vertraute dort weiter als Gesellschafter geführt.
