"Geht nicht um Übernahme"

Klopps Berater wehrt sich gegen Hoeneß' Vorwurf

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31.08.2026 | 13:39 Uhr
Mit Jürgen Klopp hält auch Marc Kosicke Einzug beim DFB. Der Berater des neuen Fußball-Bundestrainers sorgt für viel Aufregung. Er kontert die Kritik - und gibt ein Versprechen ab.

Berater Marc Kosicke hat die Kritik von Uli Hoeneß an seiner Rolle als Berater und Co-Trainer des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp zurückgewiesen. "Es geht nicht um eine Übernahme", sagte Kosicke der "Frankfurter Rundschau" auf Hoeneß' Vorwurf des "friendly takeover" und ergänzte: "Es geht einfach darum, die richtigen Dinge zu tun."

Welche das sind? "Dass wir gemeinsam mit den Menschen, die hier arbeiten und denen der Fußball am Herzen liegt, das Optimale für die Nationalmannschaft und den deutschen Fußball herausholen", meinte Kosicke, der seinem langjährigen Klienten und Freund Klopp als "Co-Trainer Strategie, Entwicklung und Innovationen" assistiert.

Auch Klopp hatte bereits auf die Debatte um Kosicke reagiert. "Ich bin mir sicher, wir werden in einem Jahr über seine Rolle nicht mehr diskutieren, weil dann der Einfluss erkennbar sein wird", sagte er als Stadiongast beim Bundesliga-Auftakt des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart bei Sky. 

Kosicke macht "Alles außer Fußball"

"Jürgen hat mir augenzwinkernd die Bezeichnung AAF gegeben: Alles außer Fußball", erläuterte Kosicke seine Rolle. Er sieht seine Aufgabe "darin, für Jürgen und sein Trainerteam die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen". Bei den Länderspielen werde er nicht neben Klopp auf der Ersatzbank sitzen. "Nein, da gehöre ich nicht hin", sagte der langjährige Berater und Begleiter des neuen Bundestrainers, dem er freundschaftlich verbunden ist. 

Er sei "kein Entscheidungsträger", betonte der 55-Jährige: "Meine Rolle ist es, Perspektiven aufzuzeigen, Impulse zu geben und durch Argumente zu überzeugen. Was daraus gemacht wird, entscheiden andere." Er sehe "keinen Grund", beim DFB "vieles in die Tonne zu kloppen. Besser ist es, zuzuhören, sich alles anzuschauen und zu überlegen: Ist es gut oder geht es noch besser? Wenn es gut ist, lassen wir es auch so."

Die Vermarktung von Klopp habe er abgegeben, berichtete Kosicke, stattdessen habe er "eine Art Personalberaterstatus für ihn und die anderen DFB-Trainer. Eher einen Blick von außen auf die Nationalmannschaft, auf den Verband, auf Abläufe, auf die Markenidentität." An der Agentur projectFIVE habe er "seit eineinhalb Jahren keine Anteile mehr", die Agentur Projekt b leite er weiter, konzentriere sich aber "ausschließlich auf die Beratung des DFB".

Leute sollen "wieder stolz sein" aufs DFB-Team

Der Verband habe "viele junge, dynamische Mitarbeitende", mit Klopp könne die Stimmung "sogar noch besser" werden, sagte Kosicke. Zwar könne niemand alleine ein Land verändern, "aber durch positive gemeinsame Erlebnisse und Ergebnisse mit der Nationalmannschaft kann sich die Stimmung drehen". Ziel sei es, dass "die Leute wieder stolz sein können auf ihre Nationalmannschaft".

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Hoeneß bremst die Klopp-Euphorie: "Nicht der Messias"

Nach der WM-Enttäuschung mit dem Aus in der ersten K.o.-Runde gegen Paraguay und dem folgenden Abschied von Julian Nagelsmann als Bundestrainer startet die DFB-Elf am 24. September in den Niederlanden in die Nations League. Binnen zehn Tagen folgen noch die Partien in Augsburg gegen Griechenland, in München gegen Serbien und auswärts in Griechenland.

Klopp befindet sich derzeit auf einer Tour bei mehreren Vereinen, um Gespräche mit und über seine potenziellen Spieler-Kandidaten zu führen. Am Sonntag wurde er beim FC Bayern gesichtet. Seinen ersten Kader als Bundestrainer wird er am 17. September bekanntgeben. 

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid/dpa