Der Sport-Tag

Der Sport-TagZweifacher Medaillengewinner trauert um seine Mutter

08.03.2026, 16:14 Uhr

Biathlet Marco Maier hat die beiden Bronzemedaillen bei den Paralympischen Winterspiele seiner verstorbenen Mutter gewidmet. "Ihr größter Traum war es, hierherzukommen, mich nochmal live laufen zu sehen. Das hat leider nicht geklappt", sagte der 26-Jährige. Ein Foto seiner Mama lag auf dem Platz auf der Tribüne neben Maiers Vater. Dort, wo sie hätte sitzen sollen. Stolz zeigte Maier seine Einzel-Bronzemedaille am Sonntag bei der Medaillenzeremonie in Richtung der Zuschauer, auch seine Frau und seine acht Monate alte Tochter Emilia waren gekommen. Zum Auftakt war Maier im Sprint auf aufs Podest gelaufen.

"Das ganze Jahr war sehr turbulent", sagte Maier: "Ich habe eine Tochter bekommen, dann ist meine Mama gestorben." Vor den Winterspielen war Maier, der in Peking in der stehenden Startklasse in den Sprints im Biathlon und Langlauf Silber geholt hat, auch noch krank. "Dass es so läuft, wie es jetzt läuft, damit hätte ich nicht gerechnet", erklärte Maier, der aufgrund der warmen Temperaturen in kurzer Hose an den Start gegangen war. Noch hat Maier in Norditalien drei Rennen vor sich, es könnten also auch noch mehr als seine insgesamt vier Paralympics-Medaillen werden.

Quelle: ntv.de