Die erwartete Hitzeschlacht bei gefühlten Temperaturen von über 40 Grad Celsius könnte im WM-Achtelfinale gegen Frankreich zum unerwarteten Trumpf für Paraguay werden. "Das Wetter ist natürlich dem in Asunción sehr ähnlich. Auch wenn wir natürlich an solche Bedingungen gewöhnt sind, ist das ein Wetter, das das Spiel ohne jeden Zweifel beeinflusst", sagte Trainer Gustavo Alfaro vor dem Spiel am Samstag (23 Uhr/MagentaTV und im Liveticker bei ntv.de).
Für das Spiel in Philadelphia werden Temperaturen von rund 40 Grad Celsius erwartet. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes könne die gefühlte Temperatur bei rund 46 Grad Celsius liegen. Der nationale Wetterdienst sprach auf seiner Website von einer "extremen Hitzewarnung". "Das ist für uns ganz normal. Hoffentlich wird es morgen noch ein bisschen wärmer", sagte Paraguays Innenverteidiger Junior Alonso.
Doué: "Manchmal ist man weniger klar im Kopf"
Anders als die Arenen in Atlanta oder Houston verfügt das Stadion in Philadelphia über kein schließbares Dach. Auch für die Zuschauer dürfte die Hitzeschlacht zur Belastungsprobe werden. Schattenplätze gibt es in der Heimspielstätte des NFL-Teams Philadelphia Eagles kaum.
"Wir wissen, dass das Wetter schwierig wird. Man verliert viel Energie. Man schwitzt mehr und verliert mehr Wasser. Manchmal ist man weniger klar im Kopf. Als wir ankamen, war es schon heiß. Jetzt ist es noch heißer, aber damit müssen beide Teams umgehen", sagte Frankreichs Offensivspieler Désiré Doué.
Trainer Deschamps: "Es ist nicht ideal"
Um Hitzekrankheiten vorzubeugen, führte die FIFA eine verpflichtende Trinkpause pro Halbzeit ein. Bislang spielte die Hitze bei diesem Turnier jedoch eine deutlich geringere Rolle, als im Vorfeld befürchtet. Eine Gruppe weltweit hatte vor Turnierstart gefordert, Spiele bei Temperaturen von über 28 Grad zu verschieben und längere Kühlpausen von mindestens sechs Minuten einzuführen.
"Es ist nicht ideal. Ich mache mir aber keine allzu großen Gedanken über die Hitze. Zusammen mit dem medizinischen Stab haben wir dafür gesorgt, dass verschiedene Maßnahmen getroffen wurden", sagte Frankreichs Trainer Didier Deschamps, ohne Details zu nennen.
