DFB-Stars melden sich zu Wort

Kimmich immer noch völlig "fertig" - Tah würde wieder schießen

Die-Fussball-Nationalmannschaft-spielt-erst-in-drei-Monaten-wieder
Bei den DFB-Spielern sitzt der Schock über das WM-Aus noch immer tief.
00:00 / 03:32
01.07.2026 | 22:15 Uhr
Die deutschen Nationalspieler verdauen ihr WM-Debakel. Kapitän Kimmich ist noch immer fertig, dem verletzten Schlotterbeck geht es richtig mies. Immerhin: Pechvogel Tah hat seinen Mut nicht verloren.

Zwei Tage nach dem blamablen WM-Aus melden sich immer mehr Nationalspieler ausführlich zu Wort und teilen ihre bittere Enttäuschung mit den Millionen Fans. "Es war mir immer eine Ehre!", schreibt Manuel Neuer, der sich nun abermals aus der DFB-Elf verabschiedet, bei Instagram.

"Gemeinsam hatten wir vor, eine sehr erfolgreiche WM zu spielen, Deutschland würdig zu vertreten und einen kleinen Beitrag für eine positive Entwicklung in unserem Land zu leisten", schrieb Kapitän Joshua Kimmich: "Und wir sind gescheitert. Mal wieder. Und das macht mich fertig."

Elfmeter-Pechvogel Jonathan Tah bekennt im Netz, dass ihm sein entscheidender Fehlschuss "schon Tausende Male durch den Kopf gegangen" sei und er versucht habe, den Ball "in Gedanken irgendwie doch ins Tor zu lenken". Nico Schlotterbeck, der beim 3:4 i.E. im Sechzehntelfinale gegen Paraguay als verletzter "Glücksbringer" von draußen zusehen musste, berichtet von einem "Schock", von seiner "Wut" und bekennt: "Im Moment geht es mir einfach richtig scheiße."

WM-Aus wird Tah "nicht aufhalten"

Neuer nennt das frühe Aus "extrem ernüchternd. Wir sind klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hätten in diesem Turnier weiter kommen müssen. Dieses Ende tut sehr weh." Er habe sich "ganz bewusst" für seine Rückkehr entschieden - aus "tiefem Stolz", aber auch, weil er die jungen Spieler habe "bestmöglich unterstützen" wollen. "Trotz des bitteren Endes bereue ich diesen Schritt keine Sekunde." Kimmich betonte, aufgeben sei für ihn "niemals eine Option. Um wieder klarzukommen, werde ich aber sicher mehr als ein paar Tage brauchen."

Tah tut es "weh", dass sein Elfmeter über das Tor segelte. "Aber sicher ist: Ich würde ihn nächstes Mal wieder schließen! Mit voller Überzeugung und Zuversicht, ihn für Deutschland reinzumachen." Dass es diesmal nicht geklappt habe, "wird mich nicht aufhalten, es beim nächsten Mal wieder zu versuchen. Wir als Team machen immer weiter und auch ich mache immer weiter, egal was kommt!"

Kapitän Kimmich stellt sich nach der DFB-Pleite

Video poster

Schlotterbeck völlig "leer"

Bei Schlotterbeck sitzt der "Schock immer noch genauso tief wie in der ersten Sekunde". Es fühle sich an, meint der Dortmunder, "als wäre in den letzten Tagen alles zusammengebrochen, wofür ich so lange gearbeitet habe". Am meisten schmerze ihn, "dass ich der Mannschaft wegen meiner Verletzung nicht so helfen konnte, wie ich es mir vorgenommen hatte". Er sei regelrecht "leer", berichtet er, und wisse "ehrlich gesagt nicht, wie ich das alles verarbeiten soll. Aber eines kann ich euch versprechen!!! Ich werde auch diese Verletzung überstehen."

Ersatztorwart Oliver Baumann bekennt: "Uns ist bewusst, dass wir den Erwartungen nicht gerecht werden konnten." Für ihn persönlich aber, erklärt der vor dem Turnier zum Reservistendasein verdammte Hoffenheimer, "war es von Tag eins an klar, meine Rolle voll anzunehmen und in jeder Phase alles für das Team und für Deutschland zu geben".

Andere Spieler wie Florian Wirtz, Kai Havertz oder Nick Woltemade hatten sich schon am Dienstag erklärt. "Wir haben Deutschland enttäuscht. Das sitzt", meinte Deniz Undav. Antonio Rüdiger schrieb: "Das tut sehr weh."

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid