Es war mehr Treterei denn ein würdiges WM-Achtelfinale. Die französische Nationalmannschaft hat die Provokationen und Unsportlichkeiten einiger paraguayischer Spieler überstanden und dank eines 1:0 das Viertelfinale erreicht. Stürmer Kylian Mbappé besorgte per Elfmeter den Endstand.
Zuvor hatte Paraguay-Keeper Orlando Gill wie schon gegen Deutschland mit starken Paraden sein Team im Spiel gehalten. Beim Elfmeter gegen Mbappé war er dann aber machtlos. Mit Schlusspfiff standen beide Spieler im Fokus.
Frankreich beendet böses Foul-Festival per Elfmeter

Mbappé feierte ausgiebig neben Paraguays Keeper Gill. Der DFB-Schreck streckte dem Franzosen kurz die Hand entgegen, darauf ging dieser aber nicht ein.
Das brachte Gill kurz auf die Palme, er warf Mbappé (leicht) den Ball in den Rücken. Auch das ließ den Franzosen kalt. Er feierte lieber weiter.
Die Erklärung: "Das ist Fußball"
Hinterher erklärte Gill die Situation. "Das ist Fußball. Ich habe ihm die Hand gegeben, um ihm zu gratulieren, aber er hat mich ignoriert. Natürlich habe ich in diesem Moment die Beherrschung verloren, aber das war alles", sagte er. "Danach habe ich mich wieder beruhigt. Ich wollte ihnen nur gratulieren.“ Gill bescheinigte der Equipe Tricolore, ein großartiges Turnier zu spielen und Titelkandidat zu sein.
Den Vorwurf vieler französischer Spieler, Paraguay habe viel zu hart gespielt, wies er aber brüsk ab. "Das ist Fußball. Wenn sie das nicht gewohnt sind – was sollen wir da machen?", betonte er: "So ist Paraguay eben – eine harte Mannschaft." Gill weiter: "Wir wollten uns auf dem Platz durchsetzen, uns hart zeigen. Der Ball mag durchkommen, aber der Mann nicht – und ich finde, die Mannschaft hat sich gut geschlagen."
Auffälligster Provokateur in Reihen Paraguays war Matías Galarza, bei dem nach dem WM-Aus Tränen flossen. "Jeder hat das Spiel gespielt, das er spielen wollte", sagte der 24-Jährige zur teils überharten Spielweise.

