Fußball-WM

"Sehr bittere Nachricht"Schwerer Schlag für Rangnick: RB-Star fällt für WM aus

02.06.2026, 13:07 Uhr
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Ralf Rangnick muss bei der WM auf einen Schlüsselspieler verzichten. (Foto: IMAGO/GEPA pictures)

Wenige Tage vor dem Start der Fußball-WM ereilt die österreichische Nationalmannschaft um Trainer Ralf Rangnick eine Hiobsbotschaft. Ein absoluter Leistungsträger fällt für das Turnier verletzt aus.

Die siegreiche WM-Generalprobe rückte bei Ralf Rangnick und seinen Österreichern ganz schnell in den Hintergrund. Vielmehr schockte das WM-Aus von Führungsspieler Christoph Baumgartner zwei Tage vor dem Abflug nach Los Angeles den deutschen Trainer und sein ambitioniertes Team. "Das ist für Christoph und für uns als Team natürlich eine sehr bittere Nachricht. Er ist ein wichtiger Spieler und eine zentrale Persönlichkeit innerhalb unserer Mannschaft", sagte Rangnick geknickt.

Der 26 Jahre alte Offensivspieler von Fußball-Bundesligist RB Leipzig hatte sich beim Aufwärmen vor dem Länderspiel in Wien gegen Tunesien (1:0) eine Verletzung im rechten Oberschenkel zugezogen. Nach einer MRT-Untersuchung am Dienstagvormittag bestand traurige Gewissheit, "dass ein Einsatz bei der Weltmeisterschaft nicht möglich ist", wie der Österreichische Fußball-Verband (ÖFB) mitteilte.

Wenigstens Entwarnung bei Alaba

Baumgartner war bei der rot-weiß-roten Mission für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) als Fixpunkt eingeplant. Über eine Nachnominierung ist noch nicht entschieden. Dies werde "derzeit intern abgestimmt". Immerhin gab es bei Kapitän David Alaba gute Nachrichten. Beim Abwehrchef, der gegen Tunesien zur Halbzeit ausgewechselt wurde, habe die MRT-Untersuchung "keine Muskelverletzung gezeigt", so der ÖFB: "Es besteht kein Grund zur Sorge." Alaba könne planmäßig mit der Mannschaft am Donnerstag in die USA reisen.

Bis dahin gönnte Rangnick seinen Stars um Alaba, Marcel Sabitzer und Konrad Laimer noch etwas Ruhe. Der deutsche Coach musste dagegen nicht nur einen Baumgartner-Ersatz finden - die Partie gegen die Nordafrikaner hatte zudem unerwartet einige Fragen aufgeworfen. "Es gibt weniger Fixposten als noch vor dem Spiel, weil in der zweiten Hälfte einige richtig aufgezeigt haben", sagte Rangnick. Die Partie habe "schon noch ein paar Karten neu gemischt".

Neue Dynamik im ÖFB-Team

Heißt: Wenn das hoch gehandelte ÖFB-Team im noblen Ritz-Carlton-Hotel Bacara in Goleta nahe Santa Barbara eintrifft, erhält der Kampf um die Startplätze für den Turnierauftakt am 17. Juni (6.00 Uhr) in Santa Clara gegen Jordanien noch einmal eine neue Dynamik. Trainiert wird auf der Anlage der University of California (UCSB).

Gegen Tunesien nahm Rangnick zur Pause fünf Wechsel vor und belebte so das bis dahin lahme Spiel seines Teams, das ab der 37. Minute in Unterzahl spielen musste. Der Münchner Laimer hatte wegen eines Handspiels Rot gesehen. "In der ersten Hälfte haben wir nicht so gespielt, wie wir es können. Die zweite Hälfte war umso besser", sagte Rangnick. Der Dortmunder Sabitzer traf (63.) zum Sieg im WM-Härtetest.

Vor allem seine Joker Carney Chukwuemeka und Paul Wanner, der nach gut einer Stunde kam, hob der Coach hervor: "Was die beiden gespielt haben, war nicht so schlecht." Auch Marco Friedl, Kevin Danso, Philipp Mwene und Sasa Kalajdzic brachten frischen Schwung. Und das in Unterzahl. "Für mich ist entscheidend, dass Konni nicht gesperrt ist. Ansonsten ist es ganz gut, dass wir auf so eine Probe gestellt wurden", befand Rangnick. Deshalb sei es "ein richtig guter Test" gewesen.

Es war gleichzeitig auch der letzte für Österreich für die WM mit den Spielen in Gruppe J gegen Jordanien, Weltmeister Argentinien (22.6.) und Algerien (28.6.). Die eigentlich geplante Generalprobe gegen Guatemala entfällt. Er sei "nach wie vor froh, dass das Spiel nicht stattfindet", so Rangnick. Man habe schon gegen Tunesien "einen gewissen Preis zahlen müssen." In der Tat.

Quelle: ntv.de, mar/sid

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