Mitten im Turnier

Tunesien wirft Trainer nach WM-Auftaktpleite raus

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Nach nur einem WM-Spiel ist Tunesiens Trainer Sabri Lamouchi seinen Job los.
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16.06.2026 | 07:19 Uhr
Das geht schnell: Tunesien sorgt bei der Fußball-WM für ein Kuriosum und schmeißt seinen Cheftrainer nach nur einer Partie raus. Ein erfahrener Mann soll übernehmen.

Der tunesische Fußballverband hat die Trennung von Nationaltrainer Sabri Lamouchi während der laufenden WM vollzogen. In einem Statement teilte der Verband mit, dass der Vertrag im "gegenseitigen Einvernehmen" beendet wurde. Man wünsche ihm alles Gute und Erfolg für den Rest seiner beruflichen Karriere.

Nachfolger wird Hervé Renard. Der Franzose soll nach der 1:5-Auftaktklatsche gegen Schweden als Nachfolger das Nationalteam für das restliche Turnier anführen, teilte der Verband mit.

Das tunesische Fernsehen berichtete, dass Lamouchi das Quartier der Nationalmannschaft in Mexiko verlassen habe, nachdem man sich auf die Beendigung des Vertragsverhältnisses geeinigt hatte. Es wird erwartet, dass Renard zeitnah im Teamcamp eintrifft, um die Vorbereitung auf das zweite Spiel gegen Japan am Sonntag (MESZ) zu übernehmen.

Dem "Kicker" zufolge ist es bereits das zweite Mal, dass sich Tunesien noch während eines laufenden Turniers von seinem Cheftrainer trennt. Demnach musste bei der WM 1998 in Frankreich der Pole Henryk Kasperczak nach zwei Niederlagen in der Gruppenphase gehen.

Renard feierte Erfolge beim Africa-Cup

Der 57 Jahre alte Renard war zuletzt als Trainer Saudi-Arabiens tätig. Er besitzt bereits einige Erfahrung als Coach afrikanischer Nationalteams und führte Sambia sowie die Elfenbeinküste zum Afrika-Cup-Titel.

Die deutliche Niederlage gegen Schweden war zu viel für den 54 Jahre alten Lamouchi. Seit seiner Verpflichtung als Nationaltrainer Tunesiens im Januar dieses Jahres hatte es nur einen Sieg beim 1:0 gegen Haiti gegeben. In der Vorbereitung auf die WM verlor das Team des früheren französischen Nationalspielers mit 0:1 gegen Österreich sowie bei der Generalprobe mit 0:5 gegen Belgien .In den verbleibenden beiden WM-Vorrundenspielen steht Tunesien gegen Japan und gegen die Niederlande in der Gruppe F stark unter Druck.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa