"Er wird sein Team mitbringen"Arbeloa sagt Real Madrid Adios - und bestätigt indirekt Mourinho-Rückkehr

Álvaro Arbeloa übernimmt Anfang des Jahres das Traineramt von Xabi Alonso. Am Ende der Saison stehen die Königlichen ohne Titel und fallen auseinander. Der Spanier geht jetzt von Bord - und bestätigt zugleich, dass Startrainer José Mourinho kommt.
Real Madrids glückloser Trainer Álvaro Arbeloa hat nach nur vier Monaten seinen Rücktritt offiziell bekanntgegeben. Der Abschied fiel dem 43-Jährigen offensichtlich nicht leicht. "Ich hoffe, es ist nur ein 'Auf Wiedersehen', denn ich habe Real Madrid immer als mein Zuhause betrachtet", sagte er vor Journalisten im Pressezentrum des spanischen Topvereins vor dem letzten Spiel der Königlichen in dieser Saison am Samstag gegen Athletic Bilbao.
"Ich bin seit 20 Jahren bei Real Madrid und habe viele verschiedene Funktionen bekleidet. Dies wird mein letztes Spiel in dieser Saison als Trainer von Real Madrid sein", sagte Arbeloa. "Ich werde versuchen, es zu genießen und mich auf den Sieg zu konzentrieren. Ab Montag muss ich darüber nachdenken, was das Beste für mich ist." Er fühle sich gestärkt und "bereit für neue Herausforderungen", versicherte der frühere Nationalspieler.
Kein Arbeiten unter Mourinho
In den vergangenen Wochen hatte sich der Abschied bereits angedeutet. Präsident Florentino Perez steht laut übereinstimmenden Medienberichten in Verhandlungen mit Startrainer José Mourinho. In untergeordneter Rolle werde Arbeloa dem möglichen Trainerteam um den Portugiesen nicht angehören, wie Arbeloa nun selbst bestätigte. "Mou hat ein fantastisches Trainerteam, er hat gute Leute um sich herum; wenn er nach Madrid kommt, wird er sein Team mitbringen", sagte Arbeloa. Mourinho, der noch Benfica Lissabon trainiert, hatte die Madrilenen bereits zwischen 2010 und 2013 betreut.
Real war mit dem früheren Leverkusener Meistertrainer Xabi Alonso in die Saison gestartet, nach einem halben Jahr musste der langjährige Mittelfeldstar aber wieder gehen. Immer wieder war über Differenzen mit Starspielern wie dem exzentrischen Vinícius Junior berichtet worden.
Auch Arbeloa war es nach dem Ausscheiden Alonsos nicht gelungen, die Königlichen zurück in die Erfolgsspur zu führen. Am Ende blieb der Rekordmeister ohne Titel. In der Champions League war der Hauptstadt-Club im Viertelfinale an Bayern München gescheitert, in der Meisterschaft hatte man wieder gegen den Erzrivalen FC Barcelona das Nachsehen.