Reese verschießt Elfmeter

Wolfsburg verhindert gerade so Fiasko gegen Viertligisten im DFB-Pokal

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Fabian Reese kehrt nach Berlin zurück - und kassiert fast eine Pleite. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)
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24.08.2026 | 20:55 Uhr
Im Schatten seiner alten Wirkungsstätte, dem Berliner Olympiastadion, erlebt Fabian Reese einen harten Abend: Der VfL Wolfsburg wendet in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen die VSG Altglienicke gerade so eine Blamage ab. Ausgerechnet Reese patzt im Elfmeterschießen - seine Teamkollegen machen es aber besser.

Der VfL Wolfsburg hat sich im DFB-Pokal bei der Berlin-Rückkehr von Fabian Reese gerade noch in die zweite Runde gerettet. Im Amateurstadion von Reeses Ex-Klub Hertha BSC gewann der Bundesliga-Absteiger aus Niedersachsen im Elfmeterschießen mit 6:5 (0:1, 2:2, 3:3) gegen den Fußball-Regionalligisten VSG Altglienicke.

Kilian Fischer verwandelte den entscheidenden Strafstoß. Zuvor hatte unter anderem Reese, der 69 Tage nach seinem vieldiskutierten Wechsel aus der Hauptstadt zum VfL bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde, verschossen. VfL-Torwart Jakub Zielinski, der in der regulären Spielzeit schwer gepatzt hatte, parierte zweimal.

In einem echten Pokalfight liefen die Wolfsburger dreimal einem Rückstand hinterher. Jonas Nietfeld (6. Minute), Jonas Saliger (71.) und Mehmet Ibrahimi (109.) trafen vor 5000 Fans für die VSG. Maximilian Arnold (55. und 83.) und Hauke Wahl (117.) nach Vorlage von Reese glichen jeweils aus.

Beim ambitionierten Regionalligisten saßen die prominenten Ex-Herthaner John Anthony Brooks und Tolga Cigerci auf der Bank und der Tribüne. Auch der sportliche Leiter Torsten Mattuschka verfolgte das Spiel von den Rängen.

Spielfreude beim Underdog

Die Wolfsburger, klarer Aufstiegsfavorit in Liga zwei, wirkten in der Anfangsphase überfordert von der Spielfreude und Intensität des Viertligisten. Nietfeld, der die VSG schon zum Landespokalsieg geköpft hatte, vollendete eine direkt genommene Hereingabe aus kurzer Distanz. Weitere gute Gelegenheiten konnten die Berliner nicht verwerten. Reese war ein Aktivposten seines Teams, aber oft ohne große Wirkung.

Die Wölfe wurden besser, aber zunächst hauptsächlich mit Distanzschüssen gefährlich. Ein präziser Fernschuss vom eingewechselten Kapitän Arnold war es dann auch, der dem VfL das 1:1 brachte. Der Zweitligist war deutlich überlegen, ließ aber zu viele Chancen ungenutzt. VfL-Keeper Zielinski schenkte der VSG mit seinem Fehlpass die erneute Führung. Arnold antwortete wieder. In der Verlängerung gelang beiden Teams nicht mehr viel. Dann verschätzte sich Arnold bei einem Kopfball. Ibrahimi traf und sorgte für riesigen Jubel, doch Wolfsburg kam noch mal zurück.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa