Borussia Mönchengladbach kommt bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer entscheidend voran. Nach Sky-Informationen führt der Bundesligist fortgeschrittene Verhandlungen mit Alexander Blessin. Zwischen dem 53-Jährigen und den Verantwortlichen besteht bereits eine mündliche Einigung. Ein Vertrag ist allerdings nicht unterschrieben: Details müssen geklärt werden, zudem steht die endgültige Zustimmung der Vereinsgremien aus. Ein abgeschlossener Deal ist die Verpflichtung deshalb noch nicht. Der Vollzug wird nach Sky-Informationen aber zeitnah erwartet. Gladbach sucht seit der Trennung von Eugen Polanski einen neuen Chefcoach. Bis die Personalie entschieden ist, betreut Jan-Moritz Lichte die Mannschaft interimsweise. Sportchef Rouven Schröder will für die dauerhafte Lösung einen Trainer, der in der aktuellen Lage Orientierung und Stabilität vermitteln kann.
Blessin passt aus Sicht der sportlichen Führung in dieses Profil. Schröder schätzt nach Sky-Informationen seine klaren Ansagen, die Struktur seiner Arbeit und seine Spielidee. Der Trainer sammelte von 2012 bis 2020 im Nachwuchs von RB Leipzig Erfahrung und arbeitete dort unter anderem mit der U17 und U19. Später übernahm er den belgischen Erstligisten KV Oostende, den FC Genua und Royale Union Saint-Gilloise. Mit Union gewann er 2024 den belgischen Pokal, bevor er zum FC St. Pauli wechselte. Dort endete seine Tätigkeit im Juni dieses Jahres. Ein neuer Vertrag würde Blessin nach wenigen Monaten ohne Klub in die Bundesliga zurückbringen. Für die Borussia wäre es die erhoffte rasche Klärung einer zentralen Personalfrage, doch der letzte Schritt liegt noch vor ihr: Erst wenn die offenen Punkte geklärt und die Gremien einverstanden sind, kann Gladbach Blessin offiziell als Nachfolger Polanskis präsentieren. Die mündliche Einigung allein reicht dafür nicht aus.

