Borussia Mönchengladbach trennt sich nach Sky-Informationen von Cheftrainer Eugen Polanski. Die „Rheinische Post“ hatte zuerst über das Aus des 40-Jährigen berichtet. Wichtig ist dabei: Polanski ist nicht zurückgetreten. Die Entscheidung ging vom Verein aus und wurde dem Trainer am Sonntagmorgen mitgeteilt.
Bereits am Samstagabend hatten die Verantwortlichen lange mit Polanski zusammengesessen und die sportliche Situation beraten. Nach der deutlichen 0:5-Niederlage beim SC Freiburg und dem Fehlstart mit drei Niederlagen aus drei Bundesliga-Spielen zog die Borussia nun die Konsequenzen. Nach der Partie hatte Sportchef Rouven Schröder ein klares Bekenntnis zum Trainer vermieden und eine Analyse angekündigt. Das Ergebnis ist die Trennung von Polanski, dessen Vertrag noch bis Sommer 2028 gültig war.
Für das kommende Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 steht Co-Trainer Jan-Moritz Lichte als Interimslösung bereit. Der 46-Jährige gehört seit diesem Sommer zum neu formierten Trainerstab und bringt Erfahrung als Bundesliga-Cheftrainer mit: Zwischen September und Dezember 2020 betreute er Mainz 05. Lichte soll die Mannschaft auf die anstehende Aufgabe gegen seinen früheren Klub vorbereiten und der Borussia damit Zeit für die Suche nach einer dauerhaften Lösung verschaffen.
Spätestens während der anschließenden Länderspielpause könnte Borussia Mönchengladbach einen neuen Cheftrainer präsentieren. Wer die Nachfolge antritt, ist nach Sky-Informationen noch offen. Polanski hatte die Profimannschaft im September 2025 zunächst interimsweise übernommen und war zwei Monate später zur festen Lösung befördert worden. Nach einer schwierigen Saison erhielt der frühere Gladbacher Profi im Sommer noch das Vertrauen für einen Neustart. Der misslungene Auftakt in die neue Spielzeit führte nun zum vorzeitigen Ende seiner Amtszeit.

