Der geplante Wechsel von Dani Carvajal zum FC Getafe ist gestoppt. Nach Sky-Informationen hat LaLiga die Registrierung des 34 Jahre alten Rechtsverteidigers zunächst verweigert. Getafe und der seit seinem Vertragsende bei Real Madrid vereinslose Spanier hatten bereits eine grundsätzliche Einigung erzielt, auch den Medizincheck soll Carvajal erfolgreich absolviert haben. Der Klub wollte den langjährigen Real-Profi zu vergleichsweise niedrigen Bezügen unter Vertrag nehmen. Genau an diesem Punkt griff jedoch die Finanzkontrolle der Liga ein. Das vorgesehene Grundgehalt wurde angesichts von Carvajals bisherigem Einkommen, seiner sportlichen Vita und seines Marktwerts offenbar als nicht plausibel bewertet. Getafe verfügt innerhalb des von LaLiga festgelegten Kostenrahmens nur über begrenzten Spielraum und kann den Vertrag in seiner bisherigen Form nicht registrieren. Ohne die Freigabe ist Carvajal nicht spielberechtigt.
Auch eine Konstruktion mit niedrigem Festgehalt und hohen Sonderzahlungen bietet keinen Ausweg. Nach den Vorgaben dürfen Gehaltsgrenzen nicht umgangen werden, indem ein wesentlicher Teil der Vergütung in Prämien, Handgelder oder andere Nebenleistungen verschoben wird. LaLiga berücksichtigt bei ihrer Prüfung das wirtschaftliche Gesamtpaket und kann für einen Spieler einen abweichenden Wert ansetzen. Getafe muss daher nachbessern oder an anderer Stelle finanziellen Spielraum schaffen. Der Transfer ist aktuell blockiert, aber noch nicht endgültig gescheitert. Verein und Spielerseite suchen weiterhin nach einer zulässigen Lösung und wollen zeitnah Klarheit schaffen. Carvajal würde gern in Madrid bleiben und seine Karriere in der Nähe seines bisherigen Lebensmittelpunkts fortsetzen. Entscheidend ist nun jedoch nicht mehr die Einigung zwischen Klub und Spieler, sondern die Zustimmung der Liga. Bis diese vorliegt, bleibt der ehemalige Real-Profi vereinslos.

