Der VfL Wolfsburg und Christian Eriksen gehen getrennte Wege. Wie der Zweitligist offiziell mitteilte, haben sich beide Seiten einvernehmlich auf die vorzeitige Auflösung des bis zum 30. Juni 2027 laufenden Vertrags verständigt. Der 34 Jahre alte dänische Rekordnationalspieler hatte den Wunsch geäußert, in seiner persönlichen Situation näher bei seiner Familie in Dänemark zu sein. Die Wolfsburger entsprachen diesem Anliegen und gaben Eriksen damit die Möglichkeit, seine Zukunft frei zu planen. Geschäftsführer Sport Dieter Hecking würdigte den Mittelfeldspieler als nahbaren und bodenständigen Menschen, der trotz seines kurzen Aufenthalts bei Mitspielern, Mitarbeitenden und Anhängern einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe. Ob Eriksen seine Laufbahn bei einem anderen Verein fortsetzen oder seine Karriere beenden wird, ist zunächst offen.
Eriksen war im September 2025 nach dem Ende seines Vertrags bei Manchester United ablösefrei nach Wolfsburg gewechselt und hatte ein bis 2027 gültiges Arbeitspapier unterschrieben. In seiner einzigen Saison für die Wölfe absolvierte der Spielmacher 34 Pflichtspiele in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Relegation. Dabei erzielte er drei Tore und bereitete zehn weitere Treffer vor. Der frühere Profi von Ajax Amsterdam, Tottenham Hotspur, Inter Mailand und dem FC Brentford brachte die Erfahrung aus mehr als 300 Premier-League-Partien sowie zahlreichen Einsätzen im Europapokal mit. Eriksen erklärte zum Abschied, dass er sich nun auf seine Familie konzentrieren wolle und dankbar für die gemeinsam gefundene Lösung sei. Seine Zeit in Wolfsburg sei von Höhen und Tiefen geprägt gewesen. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass der VfL nach dem Abstieg den Weg zurück in die Bundesliga schaffen könne. Mit der Vertragsauflösung endet das Wolfsburger Kapitel nach etwas mehr als einem Jahr.

