Der FC Valencia hat auf den schwachen Saisonstart reagiert und Trainer Carlos Corberán sowie dessen kompletten Stab mit sofortiger Wirkung entlassen. Nach nur einem Punkt aus den ersten fünf Ligaspielen liegt der Traditionsklub am Tabellenende. Die 0:1-Niederlage beim FC Sevilla brachte das Fass zum Überlaufen. Corberáns Amtszeit endet damit nach 72 Pflichtspielen und knapp zwei Jahren. Der 43-Jährige hatte Valencia im Dezember 2024 in einer schwierigen Lage übernommen und die Mannschaft stabilisiert. Erst am 6. Juli war sein Vertrag vorzeitig bis 2028 verlängert worden. Nur fünf Spieltage später folgt die Trennung. Valencia bedankte sich bei Corberán und seinen Mitarbeitern für ihre Professionalität und ihren Einsatz.
Das große Stühlerücken betrifft auch die Führungsebene. Fußball-Geschäftsführer Ron Gourlay muss den Klub ebenfalls verlassen. Von der Neuordnung erfasst werden seine Mitarbeiter Lisandro Isei, Hans Gillhaus, Andrés Zamora und Malek Shafei. Valencia will damit eine neue Phase in der sportlichen Struktur und der Leitung des Fußballbereichs einleiten. Das neue Führungsteam soll später vorgestellt werden.
Interimistisch übernimmt Óscar Sánchez, der bisherige Trainer der zweiten Mannschaft Valencia Mestalla, die Profis. Der 46-Jährige soll das Team auf das Auswärtsspiel bei Deportivo Alavés vorbereiten. Danach folgt das Heimspiel gegen Real Sociedad, ehe die Länderspielpause beginnt. Ob Sánchez nur für diese beiden Partien verantwortlich bleibt oder eine längere Chance erhält, ließ der Klub offen. Nach dem Fehlstart steht Valencia vor einem sportlichen Neustart. Der Verein betonte trotz der Veränderungen sein Ziel, ein solides, wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Projekt aufzubauen. Kurzfristig zählt vor allem, die Mannschaft zu stabilisieren und den Absturz zu stoppen.

