Der Grasshopper Club Zürich hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Peter Zeidler getrennt. Der Schweizer Rekordmeister bestätigte die Freistellung des 64-Jährigen am Montagvormittag und begründete den Schritt mit einer Analyse der sportlichen Situation. Zeidler hatte die Mannschaft erst Anfang Mai übernommen, als sich der Traditionsklub mitten im Abstiegskampf befand. In der Barrage gegen den FC Aarau gelang unter seiner Leitung der Klassenerhalt. Weniger als fünf Monate später endet das Engagement schon wieder. In der neuen Saison holten die Grasshoppers aus neun Ligaspielen lediglich acht Punkte. Auf eine kurze Phase der Stabilisierung folgten zwei empfindliche Rückschläge: Zunächst verlor GC zu Hause mit 2:5 gegen den FC Sion, anschließend setzte es beim FC Luzern eine deutliche 1:5-Niederlage. Insgesamt kassierten die Zürcher bereits 24 Gegentore und stehen nur knapp vor den Abstiegsplätzen.
Bis zur Verpflichtung eines Nachfolgers übernehmen die bisherigen Assistenztrainer Daniel Pavlovic und Shkelzen Gashi die Leitung des Trainings. Über eine dauerhafte Lösung will der Klub zeitnah informieren. Für Zeidler ist es erneut ein kurzes Engagement. Beim VfL Bochum war der frühere Coach des FC St. Gallen im Oktober 2024 nach nur acht Pflichtspielen freigestellt worden. Anschließend kehrte Zeidler in die Schweiz zurück und trainierte zunächst Lausanne-Sport, ehe ihn die Grasshoppers im Mai verpflichteten. Seine langfristig erfolgreichste Station bleibt der FC St. Gallen, den er von 2018 bis 2024 in 242 Pflichtspielen betreute. In Zürich verliert Zeidler nun erneut frühzeitig seinen Posten. Die Länderspielpause verschafft den Verantwortlichen knapp drei Wochen Zeit, um einen Nachfolger zu finden und die Mannschaft vor dem Heimspiel gegen die Young Boys neu aufzustellen.

