Transfer-Ticker

Sky: Chaos bei Lens – Toppmöller wegen Streit um Co-Trainer gefeuert

wmPQIR9V_400x400
imago1071544501
Dino Toppmöller ist bei Lens entlassen worden. (Foto: Imago)
00:00 / 01:55
15.09.2026 | 12:31 Uhr

Nur wenige Tage nach einem Champions-League-Erfolg steht Dino Toppmöller beim RC Lens vor dem Aus. Nach Sky-Informationen liegt der Grund nicht in den sportlichen Ergebnissen, sondern in einem internen Streit um Co-Trainer Nelson Morgado. Die Klubführung teilte Toppmöller am Montagabend mit, seinen Vertrauten freistellen zu wollen. Morgado soll bei Teilen des Vereins angeeckt sein, weil er von den französischen Mitgliedern des Trainerstabs mehr Einsatz, Leidenschaft und Energie eingefordert habe. Für Toppmöller war diese Entscheidung nicht hinnehmbar. Der 45-Jährige stellte sich loyal vor seinen Assistenten und widersetzte sich dem Eingriff in sein Trainerteam. Daraufhin entschied Lens nach Sky-Informationen, auch Toppmöller freizustellen. Eine offizielle Mitteilung steht noch aus. Zuerst hatte „L’Équipe“ über die bevorstehende Trennung berichtet, jedoch keine Gründe genannt.

Die Entwicklung kommt überraschend. Noch am Donnerstag hatte Lens bei Slavia Prag einen 1:2-Rückstand gedreht und durch zwei späte Treffer mit 3:2 gewonnen. Präsident Joseph Oughourlian gratulierte Toppmöller nach Sky-Informationen in der Nacht. Bereits zuvor hatte der Deutsche mit dem 1:0 gegen Paris Saint-Germain die französische Supercoupe gewonnen. In der Ligue 1 holte Lens aus vier Spielen vier Punkte, zugleich musste Toppmöller sechs verletzte Akteure ersetzen oder langsam zurückführen. Deshalb vertraute er auf eine junge Dreierkette mit Souleymane Sagnan, Kyllian Antonio und Ismaëlo Ganiou sowie den 19-jährigen Sechser Andrija Bulatovic. Auch der erst 16 Jahre alte Mezian Mesloub erhielt Einsatzzeit. Noch am Sonntag wurde Toppmöller trotz des durchwachsenen Ligastarts von den Lens-Fans vor der Kurve gefeiert. Nun endet seine erst im Sommer begonnene Amtszeit voraussichtlich, weil er die Entlassung Morgados nicht mittragen wollte.

Verwendete Quelle: ntv.de