Der geplante Wechsel von Dani Carvajal zum FC Getafe ist geplatzt. Nach Sky-Informationen kann der spanische Erstligist den vereinslosen Rechtsverteidiger unter den aktuellen Voraussetzungen nicht verpflichten. Noch am Dienstagmittag hatte Getafe-Präsident Ángel Torres Optimismus verbreitet und erklärt, dass sich der Klub mit Carvajal geeinigt habe. Sogar der Medizincheck sei erfolgreich absolviert worden. Wenige Stunden später relativierte der 74-Jährige seine Aussagen jedoch deutlich und bezeichnete sie gegenüber Medien als Scherz. Gleichzeitig verwies er auf andere vertragslose Spieler wie Sergio Ramos und Dani Parejo. Der abrupte Kurswechsel deutete bereits darauf hin, dass die Umsetzung des Transfers auf erhebliche Schwierigkeiten gestoßen war.
Das entscheidende Hindernis sind die finanziellen Vorgaben der spanischen Liga. Getafe verfügt innerhalb seiner Gehaltsobergrenze kaum über Spielraum und kann das mit Carvajal vereinbarte Vertragsmodell offenbar nicht registrieren lassen. Zusätzlich erschwert eine LaLiga-Regelung die Verpflichtung, nach der ein Spieler im Vergleich zu seinem vorherigen Vertrag nicht ohne Weiteres ein erheblich niedrigeres Gehalt beziehen kann. Carvajal soll bei Real Madrid zuletzt rund zehn Millionen Euro verdient haben, während die Einigung mit Getafe angeblich nur etwa 400.000 bis 500.000 Euro pro Jahr vorgesehen hatte. Diese Differenz lässt sich unter den geltenden Bestimmungen offenbar nicht abbilden. Damit bleibt der 34-Jährige vorerst ohne Verein. Eine Lösung wäre nur denkbar, wenn Getafe finanziellen Raum schafft oder die Liga einer anderen Vertragsgestaltung zustimmt. Carvajal möchte aus familiären Gründen möglichst in Madrid oder der Umgebung bleiben, wodurch seine Alternativen eingeschränkt sind. Nach dem aktuellen Sky-Stand ist eine kurzfristige Verpflichtung nicht zu erwarten.

